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https://www.dresden.de/de/rathaus/stadtbezirksaemter/cotta/geschichte/c_01.php 06.05.2015 11:38:26 Uhr 15.09.2019 10:57:36 Uhr

Cotta mit Friedrichstadt-Südwest

Die Siedlung Cotta wurde in der Form eines Gassendorfes angelegt. Wie die meisten Dörfer der Umgebung unterstand auch Cotta der Lehnshoheit des Bischofs zu Meißen. Um 1559 ging das Cottaer Land in kurfürstlichen Besitz über.

In den Jahren 1817 bis 1837 wurde der »Tiefe Elbstollen« angelegt. In dem 6,5 km langen Stollen, sollte die abgebaute Kohle aus den Zauckeroder Bergwerken mit eigens dafür gebauten Kähnen in dem Stollen zur Elbe transportiert werden. Der Elbstollen existiert noch und endet am Hang des Cottaer Bahnhofes, dem Mundloch an der Elbe.

Die größten baulichen Veränderungen in Cotta erfolgten in den Jahren 1873-1875, als die Eisenbahnstrecke nach Berlin über Cossebaude errichtet wurde. Das führte letztlich auch dazu, dass der »Tiefe Elbstollen« als Kohletransportweg nicht mehr in Anwendung kam. Er zerfiel in der Folgezeit und fand bis in die 80er Jahre unseres Jahhunderts kaum noch Beachtung. Im Jahr 1997 begann eine umfangreiche Sanierung des Elbstollens.

Nach einem Entwurf des Architekten Kolbe wurde in den Jahren 1925-1927 die Cottaer Heilandskirche errichtet. Das schnelle Wachstum der Bevölkerung und die beginnende Industrialisierung in den sächsischen Großstädten erforderte an der Wende zum 20. Jahrhundert den Bau vieler neuer Wohnhäuser und zahlreicher Schulen.

Nach einem Entwurf von Hans Erlwein wurde 1911 eine neue Volksschule errichtet. Die Ostseite des Schulgebäudes zierte ursprünglich ein Fresko von Georg Lührig, Rübezahl darstellend. Im Krieg zerstört, wurde es 1949 beim Wiederaufbau der Schule von einem anderen Künstler in Sgraffito-Technik gestaltet. Im Volksmund wurde die Schule auch »Rübezahlschule« genannt. Diese ehemalige Dorfschule entwickelte sich zu einem Gymnasium. Erwähnenswert ist auch die 12. Grund- und Mittelschule. Diese wurde 1897 erbaut und konnte bereits ihr 100-jähriges Jubiläum feiern.

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