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https://www.dresden.de/de/kultur/kunst-und-kultur/bildendekunst/kunst-im-oeffentlichen-raum/Laden-Saleh.php 17.06.2019 14:56:15 Uhr 26.05.2020 11:54:01 Uhr

Simon Kentgens: Laden Saleh

Frau Beigeordnete Annekatrin Klepsch zur Eröffnung vor dem Kiosk Laden Saleh
Frau Beigeordnete Annekatrin Klepsch zur Eröffnung vor dem Kiosk Laden Saleh

Laden Saleh ist ein temporärer Kiosk im Herzen der Dresdner Neustadt. Er ist inspiriert von der Geschichte des indonesischen Malers und Prinzen Raden Saleh, der ab 1839 mehrere Jahre in Dresden lebte und arbeitete. In Dresden wurde er 'Der Schwarze Prinz' genannt. Seine exotische Erscheinung und sein orientalischer Malstil machten ihn sehr erfolgreich und beliebt bei den sächsischen Königen und Künstlern. Doch im heutigen Dresden ist seine Geschichte fast vollständig verschwunden. Das Einzige, was an ihn erinnert, ist das „Blaue Häusel“ in Maxen, einem Dorf südöstlich von Dresden.

Der holländische Künstler Simon Kentgens knüpft an diesem Bauwerk an und erinnert damit an den Maler Raden Saleh, mitten in der Dresdner Neustadt, dem Jorge-Gomondai-Platz. Gleichzeitig stellt er damit Fragen nach Identität und Orientalismus aus der Perspektive des Alltags. Exotik und Orientalismus sind nicht nur Konzepte des 19. Jahrhunderts, sondern bestimmen auch heute noch unser Leben. Dies wird besonders deutlich bei Lebensmitteln, bei denen Exotik als Marketinginstrument eingesetzt wird.

Der Laden Saleh wird als Kiosk funktionieren, in dem kleine orientalische Waren und Lebensmittel präsentiert werden. Ein Kunstwerk, das sich in den Alltag einfügt, aber auch kritisch damit umgeht. Der Kiosk erreicht Menschen, die jeden Tag am Platz vorbeigehen. Er wird betreut von verschiedene Personen, die einen historischen Bezug zum Maler oder zur Stadt haben: Dem Besitzer des „Blauen Häusels“ in Maxen, dem Kurator des Albertinums für die Malerei des 19. Jahrhunderts, mehreren Aktivistengruppen, zeitgenössischen indonesischen Künstlern usw. In kleinen Veranstaltungen und Publikationen nutzen sie den Laden Saleh als Plattform für die Erinnerung an den einst so berühmten Orientmaler Raden Saleh.

Der Laden Saleh befindet sich vom 2. Juni bis 30. Juni auf dem Jorge-Gomondai-Platz, zwischen Hauptstraße und Albertplatz in der Dresdner Neustadt.
Der Laden ist täglich geöffnet, kleine Veranstaltungen bereichern das Programm. Weitere Informationen zu den Veranstaltungen erhalten Sie unter www.ladensaleh.de


Die Eröffnungspräsentation fand am 2. Juni 2019 mit der Beigeordneten für Kultur und Tourismus, Frau Annekatrin Klepsch, Ove Lucas, dem Leiter des CBK Rotterdam und den Musikern von Banda Internationale statt.

Der holländische Simon Kentgens hat im Rahmen des Künstleraustausches zwischen den Partnerstädten Dresden und Rotterdam im Jahr 2018 für zwei Monate in Dresden gearbeitet und während dieser Zeit das Projekt entwickelt.

Der Laden Saleh wird gefördert von der Kunstkommission der Landeshauptstadt Dresden, dem Centrum Beeldende Kunst Rotterdam und dem Goethe-Institut der Niederlande. Der Freundeskreis der Galerie Ursula Walter Dresden unterstützt das Projekt.

  • Ove Lucas, Leiter des CBK Rotterdam zur Eröffnung
  • Simon Kentgens platziert den Halbmond auf dem Kiosk
  • Blick in den Kiosk
  • Eröffnungsveranstaltung am 2. Juni 2019
Ove Lucas, Leiter des CBK Rotterdam zur Eröffnung Simon Kentgens platziert den Halbmond auf dem Kiosk Blick in den Kiosk Eröffnungsveranstaltung am 2. Juni 2019

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