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https://www.dresden.de/de/wirtschaft/wirtschaftsstandort/projekte-kooperationen/smartcity/smart-mobility.php 07.07.2021 19:11:21 Uhr 03.08.2021 01:02:38 Uhr
Heckscheinwerfer eines e-Gold
© Goran Horvat

Smart Mobility in Dresden

Babucabi kurz erklärt

Die Mobilität in den Städten wird sich im 21. Jahrhundert grundlegend verändern. Vor uns liegt der Beginn eines neuen Zeitalters mit einer zunehmenden Vielfalt an Mobilitätsformen. Dresden schafft dafür optimierte intermodale Umsteigezentren für seine Bürger in Form von 70 MOBI-Punkten. Hier werden bestehenden Angebote im ÖPNV, Carsharing und im Radverleih besser vernetzt und Elektromobilität eingebunden. MOBI-Punkte entstehen dabei an zentralen Plätzen mit maximaler öffentlicher Präsenz.

Dank intelligentem Lade- und Lastmanagement mit gesteuertem Laden und der Priorisierung von Nutzern) sowie Batteriespeicherung zur Lastpufferung wurde ein schneller Aufbau von Ladeinfrastruktur an den MOBI-Punkten ermöglicht. Als zweiter Schritt wird den Nutzern optional vergünstigter Strom im Austausch gegen Fahrzeugdaten angeboten. Auf der Basis dieser datenschutzkonform bereitgestellten Informationen sollen werthaltige Services für ein wirtschaftlich tragfähiges Betreiberkonzept entwickelt werden.

Die Stadt Dresden entwickelt ihre Zukunftsszenarien dabei in strategischen Kooperationen mit Partnern. So besteht zum Beispiel seit 2016 eine Zusammenarbeit zwischen Dresden und Volkswagen zu Elektromobilität und Digitalisierung.

Zusätzlich erarbeitet Dresden im Rahmen mehrerer Forschungs- und Fördervorhaben des Bundes und des Freistaates Sachsen Mobilitätskonzepte für die Zukunft.

Verkehrsdetektoren, verschiedene Verkehrssteuerungs- und –leitsysteme des städtischen Straßennetzes sowie der Autobahnen werden im Projekt VAMOS vernetzt. Kern des Systems ist die Verkehrsdatenzentrale von Dresden. Dort wird die Verkehrslage ermittelt, die angeschlossenen Systeme entsprechend vollautomatisch gesteuert und die Verkehrsinformationen in die Informations- und Service-Dienste eingespeist. An der TU Dresden befindet sich eine VAMOS-Zentrale, die für verschiedene Forschungsaufgaben genutzt wird.

Auf sechs Testkorridoren mit einer Gesamtlänge von 20 Kilometern wird in Dresden autonomes Fahren praktisch erprobt. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) unterstützt seit 2016 entsprechende Forschungsvorhaben. Dafür wurden mehr als 70 Lichtsignalanlagen mit entsprechenden Kommunikationsmodulen ausgestattet. Über eine Funkverbindung zwischen den Fahrzeugen und der Ampel kann die Ampel dem Fahrzeug mitteilen bzw. prognostizieren, wann sie umschalten wird. Das automatisierte Fahrzeug kann darauf auf Basis von Algorithmen mit vorausschauenden Fahrmanövern reagieren. Vernetzungstechnologien bringen Autos im Umfeld auf den gleichen Informationsstand. Damit können z.B. mehr Fahrzeuge eine Grünphase nutzen und passen ihre Geschwindigkeit bei der Anfahrt der Grünphase gleich so an, dass sie weder stark bremsen noch wieder anfahren brauchen. Dies wird künftig bei der Nutzung in Serienfahrzeugen einen Beitrag für den effizienteren Verkehrsfluss und eine bessere Luftqualität leisten.

Vernetzte Fahrzeug können auf diesem Wege auch unkompliziert einen geplanten Spurwechsel anmelden. Das System kann dies einplanen und den Verkehrsfluss so optimieren.

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