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https://www.dresden.de/de/wirtschaft/wirtschaftsstandort/projekte-kooperationen/smartcity/matchup.php 21.11.2019 13:58:51 Uhr 29.02.2020 11:47:14 Uhr
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MAtch UP

Europäisches Leitprojekt zur nachhaltigen Stadtentwicklung

Dresden wird sich innerhalb des europäischen Horizon 2020 Projektes „MAtchUP“* in den nächsten Jahren zu einer führenden Smart City entwickeln. Während des Umsetzungsprozesses bis 2022 wird die Stadt – neben Valencia (Spanien) und Antalia (Türkei) als sogenannte  Lighthouse-City (Vorreiterstadt) erarbeitete Entwicklungskonzepte im Projektquartier Johannstadt etablieren. Die daraus resultierenden Maßnahmen dienen als Vorbilder für Lern-Partner, die sogenannten Follower Cities Skopje (Dresdens Partnerstadt in Mazedonien), Herzlia (Israel), Ostende (Belgien) und Kerava (Finnland).

Eine Smart City unterstützt die städtische Organisation und Entwicklung mit intelligenten Technologien, um den Bürgern effiziente, nachhaltige, saubere und zukunftssichere Lebensräume zu schaffen und zu sichern, die u. a. den Herausforderungen des Klimawandels begegnen können (Zukunft Dreden 2025+). Im Rahmen von MAtchUP wird  insbesondere ein Schwerpunkt auf die Themenfelder Energieeffizienz und erneuerbare Energien, Mobilität, Digitalisierung sowie Bürgerbeteiligung gesetzt.

News

Zukunftshaus in der Dresdner Johannstadt eröffnet

Smart City EU-Projekt MAtchUP testet intelligente Gebäudetechnik auf Alltagstauglichkeit

Am Dienstag, 19. November 2019, eröffnete auf der Haydnstraße 17 in Johannstadt Dresdens erstes Zukunftshaus mit einem innovativen Energiemanagementsystem. Die im Rahmen des Smart City EU-Projekts MAtchUP geförderte digitale Gebäudetechnik soll den Alltag erleichtern und dabei helfen Energie zu sparen. „In MAtchUP geht es um nachhaltige Stadtentwicklung. Daher steht bei diesem Vorhaben für uns das Thema zukunftsweisendes Energiemanagement im Fokus“, sagt Dr. Robert Franke, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Dresden. „Wir freuen uns, dass im Zukunftshaus bereits alle 14 Wohneinheiten vermietet sind. Ein intelligentes Energiemanagementsystem erhebt über einen Zeitraum von vier Jahren aussagekräftige Daten in einem realen Umfeld und soll den Mietern die Möglichkeit zur bedarfsgerechten Energienutzung und -optimierung bieten. Das große Ziel des Projekts MAtchUP ist es, die gewonnenen Erkenntnisse auch auf andere Vorhaben übertragen zu können“, erklärt Dr. Franke. Und das nicht nur in Dresden: Die Stadt Dresden ist eine der drei europäischen Leuchtturmstädte im EU MAtchUP-Projekt auf dem Weg zu einer nachhaltigen, smarten Stadtentwicklung. „Unsere europäischen Projektpartner verfolgen unsere Aktivitäten mit großem Interesse, da auch in den anderen MAtchUP-Partnerstädten ganz ähnliche Fragen stellen", berichtet Alexander Haidan, Fachgruppenleiter Geschäftsfeldentwicklung und Projektleiter MAtchUP für die DREWAG. Deshalb präsentiert sich das MAtchUP-Team mit seinen Smart City-Lösungen aktuell bei der Smart City Expo in Barcelona.

Was macht das Zukunftshaus smart und besonders? Das neu errichtete Haus wurde mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach und entsprechenden Batterie zur Speicherung im Keller des Gebäudes ausgerüstet. Verbunden ist das Ganze mit einem modernen Energiemanagementsystem mit Bediendisplays pro Wohneinheit und im Keller. „Wir geben den Mietern die Möglichkeit, als Ergänzung zur üblichen konventionellen Stromversorgung einen klimaneutralen und günstigeren Strom zu nutzen“, erklärt Alrik Mutze, Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Johannstadt, und führt zur Funktionsweise aus: „Wenn günstiger ökologischer Strom aus der Anlage zur Verfügung steht, bekommt der Wohnungsnutzer das über das in jeder Wohnung installierte Energiemanager-Display angezeigt und kann somit sein Nutzerverhalten auf die zur Verfügung stehende Stromart ausrichten“. Über das Display lässt sich ebenfalls die Heizungsanlage in jeder Wohnung steuern und entsprechende Verbrauchswerte ablesen.

Die Energie- und Gebäudemanager-Displays empfangen und senden digital Daten und sind zusätzlich eine Kommunikationsplattform zu Dienstleistern, wie der DREWAG. Dort können zahlreiche Informationen abgefragt und eingestellt werden, wie die nächsten Wartungstermine oder Kontaktdaten des Hausmeisters. „Im Zukunftshaus probieren wir verschiedenste neue Technologien in der Energie- und Steuerungstechnik in bestimmen Anwendungsszenarien aus. Durch den täglichen Betrieb können wir Rückschlüsse für die praktische Anwendung auch in anderen Gebäuden ziehen", so Franz Härting, Mitarbeiter Energiedienstleistungen bei der DREWAG.

Mit MAtchUP in eine klimafreundliche Zukunft

Die Landeshauptstadt Dresden arbeitet eng mit Unternehmen und Institutionen zusammen, um innovative Lösungen zu implementieren. Die Vonovia und die DREWAG tragen zu einer klimafreundlichen Gestaltung der Zukunft bei, indem sie konventionelle Poolfahrzeuge durch Elektroautos ersetzen und die Ladeinfrastruktur im Pilotbezirk Johannstadt ausbauen. Das Sachsen Fernsehen hat die feierliche Übergabe von drei e-Autos und zwei Ladesäulen begleitet.
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Videos zum Projekt MAtchUP

DREWAG erneuerbare Energie

Unter Federführung des Amtes für Wirtschaftsförderung arbeitet die Stadt Dresden mit Institutionen, Unternehmen und Bürgern zusammen. Ziel ist es, Städte, Industrie und die Bevölkerung zusammenzuführen, um Lösungen und Geschäftsmodelle zu entwickeln und umzusetzen, die zu messbaren Erfolgen bei der Energie- und Ressourceneffizienz und zu neuen Märkten führen.

Dresden wurde im Rahmen des europaweiten Wettbewerbs „Horizon 2020 Smart Cities and Communities“ ausgewählt, um das von der Europäischen Kommission geförderte transnationale Leuchtturmprojekt umzusetzen. Das Konsortium des Projektes, welches von der Stadt Valencia geleitet wird, besteht aus insgesamt 28 Partnern aus acht verschiedenen Ländern. Für die Jahre von 2017 bis 2022 fördert die Europäische Union das Vorhaben mit insgesamt rund 17,5 Millionen Euro. Rund 4,5 Millionen Euro davon entfallen auf die Dresdner Partner.

* MAtchUP steht für „MAximizing the UPscaling and replication potential of high level urban transformation strategies” (Wie erhöht und multipliziert man das Potenzial städtischer Veränderungsstrategien).

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This project has received funding from the European Union's Horizon 2020 Research and Innovation Program under Grant Agreement No. 774477.

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