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https://www.dresden.de/de/wirtschaft/wirtschaftsstandort/projekte-kooperationen/smartcity/matchup-johannstadt.php 12.04.2019 11:24:08 Uhr 12.12.2019 10:09:39 Uhr
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© Volker Bellmann

Johannstadt als Smart City-Quartier

Das Dresdner Stadtquartier Johannstadt wurde für die Realisierung der Maßnahmen des Smart City Projektes MAtchUP ausgewählt. Während des Umsetzungsprozesses soll durch Entwicklungsmaßnahmen ein intelligenter und energieeffizienter Stadtteil entstehen. Die strukturellen Gegebenheiten bieten ein hohes Entwicklungspotential sowie Bedarfe, die für das Projekt eine gute Ausgangssituation liefern.

Gebäudestruktur und Landnutzung

Die Johannstadt liegt im Osten der Innenstadt. Mit 24.800 Einwohnern (2017, Städtisches Statistikamt) und einer Fläche von 3,46 km² ist die Johannstadt einer der am dichtesten besiedelten Stadtteile Dresdens. Entlang seiner Grenzen gibt es zahlreiche und zum Teil sehr große grüne und offene Flächen mit der Elbe im Norden und dem "Großen Garten" im Süden. Innerhalb des Bezirks gibt es jedoch keine nennenswerten Grünflächen. 

Die Gebäudestruktur von Johannstadt ist stark von dem im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstörten Stadtteil geprägt. Im Osten blieben einige Gebäude im wilhelminischen Stil erhalten. Im Rahmen des Umbaus bis in die 1980er Jahre wurden so genannte "Altneubauten" (lange sechsgeschossige Mehrfamilienhäuser) und "Plattenbauten" von 10 bis 15 Stockwerken (auf Basis von Betonfertigteilplatten) gebaut. 

Aufgrund dieser historischen Entwicklung wird die Nutzung des Stadtteils hauptsächlich durch den Wohnungsbau bestimmt. Entlang der Grunaer Straße, am Bönischplatz und in den wenigen erhaltenen Gründerzeitgebäuden sowie in Teilen der nach 1990 neu errichteten Gebäude gibt es gemischte Nutzungen, das Erdgeschoss dient gewerblichen Zwecken. Es gibt einige Supermärkte mit dazugehörigen Gewerken (Metzgereien, Bäckereien), günstige Geschäfte für den kurzfristigen Bedarf und größere Einkaufszentren am Bönischplatz und Straßburger Platz. 

Darüber hinaus sind in der Region Bildungseinrichtungen wie die Freie Universität oder die Akademie der Bildenden Künste angesiedelt, während andere große Forschungseinrichtungen (insbesondere im Bereich der Biotechnologie) in unmittelbarer Nähe sind. Auch Nachbeobachtungseinrichtungen und klinikgetriebene Dienstleistungen sowie mehrere Bürostandorte haben sich im Quartier angesiedelt.

Sozio-demografische Struktur

In Bezug auf die soziodemografische Zusammensetzung der Wohnbevölkerung unterscheidet sich der Stadtteil Johannstadt deutlich vom Dresdner Durchschnitt. Der Rückgang der Einwohnerzahl unmittelbar nach der Wiedervereinigung 1990, welcher in den letzten zwei Jahrzehnten in der gesamten Stadt spürbar wurde, traf in der Johannstadt nicht zu, indem die Einwohnerzahl hier relativ stabil blieb. 

Die Altersstruktur ist gekennzeichnet durch einen deutlich höheren Anteil an Bewohnern ab 65 Jahren, von denen viele bereits seit langem in der Region leben. Diese Gruppe repräsentiert 29% (Johannstadt Nord) und 43% (Johannstadt Süd), während der Dresdner Durchschnitt nur etwa 21% beträgt. Vor allem im südlichen Teil der Johannstadt liegt das Durchschnittsalter weit über dem Stadtdurchschnitt, während im nördlichen Teil in den letzten Jahren ein zunehmender Anteil von Kindern und Jugendlichen beobachtet werden konnte.

Vekehrsinfrastruktur 

Durch seine zentrale Lage ist das Stadtquartier Johannstadt sehr gut an das lokale und regionale Verkehrsnetz angebunden. Es ist von Hauptstraßen umgeben und durchzogen. Obwohl dies eine sehr gute Ausgangslage bietet, verursachen die großen Infrastrukturen und ihre teilweise schlechten Oberflächenbedingungen erhöhte Lärm- und Schadstoffemissionen. Aufgrund der großen Anzahl von Haushalten in der Umgebung herrscht ein hoher Parkplatzbedarf im Quartier.

Im Bereich des öffentlichen Verkehrs verlaufen mehrere Bus- und Straßenbahnlinien entlang der Hauptstraßen, so dass die Wohngebiete gut erschlossen sind. Größere Umsteigepunkte befinden sich am Rande des Stadtteils (Fetscherplatz und Straßburger Platz).

Die Bedingungen für das Radfahren sind eher mäßig, Radwege gibt es nur wenige. Die Situation für Fußgänger ist weitgehend zufriedenstellend. Es gibt Gehwege entlang aller Straßen, welche sich zu Teilen in gutem baulichem Zustand befinden.

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