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https://www.dresden.de/de/wirtschaft/wirtschaftsstandort/projekte-kooperationen/smartcity/herone.php 04.12.2018 12:12:37 Uhr 19.11.2019 03:12:25 Uhr

Dresdner Leichtbau für urbane Elektroflugzeuge

Flugtaxis (Illustration)

Weltweit werden Millionen von Stunden tagtäglich in Staus verbracht. Vor allem in Megastädten ist neben der Zeitverschwendung auf der Straße die Emissionsbelastung gravierend. Kleine elektrisch angetriebene Flugtaxis bieten die Lösung dem Stau und der konzentrierten Luftverschmutzung aus dem Weg zu gehen. Die zukünftigen Hersteller dieser Flugtaxis wie beispielsweise Lilium wollen dem durch moderne Mobilitätskonzepte entgegenwirken. So soll künftig ein Netzwerk aus kleinen Elektroflugzeugen einen schnellen und zuverlässigen Transport von Personen sowie Waren ermöglichen. Diese Flugtaxis werden elektrisch angetrieben und starten bzw. landen senkrecht (electric vertical take-off and landing, kurz: eVTOL). 

Auf Grund des hohen Gewichts der Batterien, die zum elektrischen Fliegen notwendig sind, ist für den effizienten Betrieb von Flugtaxis ein konsequenter Leichtbau unabdingbar. Zwar werden bereits heute große Passagierflugzeuge aus kohlenstofffaserverstärkten Verbundwerkstoffen – so genanntem Carbon – gebaut jedoch nur in sehr geringer Anzahl. Im Gegensatz dazu werden elektrische Flugtaxis künftig zu tausenden benötigt. Der damit einhergehende Bedarf an Hochleistungs-Faserverbundbauteilen steigt entsprechend drastisch an und kann mit den bisherigen Fertigungstechnologien nicht gedeckt werden. Neue, effiziente und automatisierbare Fertigungstechnologien zur großserienfähigen Produktion von Faserverbund-Komponenten sind dafür erforderlich. 

Die herone GmbH - eine Ausgründung des Instituts für Leichtbau und Kunststofftechnik (TU Dresden) mit Sitz in Dresden - tritt dem entgegen und verfolgt das Ziel der Entwicklung und dem Aufbau einer großserientechnischen Fertigung ultraleichter Carbon-Profile für die urbane Mobilität der Zukunft. 

Die Forscher des Instituts für Leichtbau und Kunststofftechnik entwickelten in mehreren FuE-Projekten eine dafür geeignete Fertigungstechnologie und streben mit der Ausgründung der herone GmbH die Industrialisierung ihrer Forschungsarbeit an. So nutzt die herone GmbH die in der Textiltechnik etablierte Flechttechnologie, überträgt diese auf die Verarbeitung von Carbon-Materialien und fertigt vollautomatisiert in großer Stückzahl Bauteile für die Luftfahrt.

Das gesamte herone Team arbeitet nun an der weiteren Umsetzung zur kostengünstigen Serienherstellung von Composite-Luftfahrtbauteilen und dem Aufbau von Entwicklungs- und Produktionskapazitäten am Standort Dresden.

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