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Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de https://www.dresden.de/de/wirtschaft/tomorrowshome/life-sciences-dresden.php 07.10.2026 12:31:50 Uhr 10.10.2026 13:39:58 Uhr |
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Life Sciences in Dresden
Spitzenforschung und industrielle Innovation an einem Ort
Die Life-Science-Branche zählt zu den dynamischsten Zukunftsbranchen und entwickelt sich in Dresden mit hoher Geschwindigkeit. Biotechnologie, Medizintechnik, Pharma, Radiopharmazie, digitale Gesundheit und Biomedizin bilden gemeinsam ein innovationsstarkes Ökosystem. Die besonderen Stärken des Standorts liegen in der räumlichen Nähe international renommierter Forschungseinrichtungen, leistungsfähiger Kliniken und innovativer Unternehmen. Kurze Wege, interdisziplinäre Zusammenarbeit und ein intensiver Wissens- und Technologietransfer schaffen ideale Voraussetzungen, um wissenschaftliche Erkenntnisse schnell in marktfähige Produkte und moderne Therapien zu überführen.
„Die internationale Stärke des Life-Science-Standorts Dresden basiert auf wissenschaftlicher Exzellenz, die über Jahrzehnte konsequent aufgebaut wurde.“
Zukunft entsteht durch Investitionen
Ein besonderer Wachstumsschwerpunkt ist das Radiopharmazie-Cluster in Dresden-Rossendorf. Ansässige Unternehmen wie ROTOP Pharmaka und Eckert & Ziegler und das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) bauen kontinuierlich ihre Kompetenzen weiter aus.
Auch die Wissenschaft wächst kontinuierlich. Mit dem neuen Forschungsgebäude des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) entstehen zusätzliche Kapazitäten für Bioengineering, Krebsprävention und onkologische Forschung. Das geplante interdisziplinäre Forschungszentrum Center for the Organization of Living Matter (COLM) soll das Exzellenzcluster Physics of Life (PoL) der Technischen Universität Dresden beherbergen und Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen zusammenführen, um die physikalischen Grundlagen biologischer Prozesse zu erforschen und daraus neue medizinische Anwendungen abzuleiten.
Zu den größten Bauvorhaben zählt das neue Herzzentrum Dresden. Mit einem Investitionsvolumen von rund 300 Millionen Euro entsteht in unmittelbarer Nachbarschaft des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus eines der modernsten Zentren für Herzmedizin in Deutschland.
Mehr als ein Jahrhundert Fachkompetenz
Die heutige Stärke des Life-Science-Standorts Dresden ist das Ergebnis einer kontinuierlichen Entwicklung über mehr als einhundert Jahre. Unternehmen wie Apogepha, das Sächsische Serumwerk (heute GlaxoSmithKline) und das Arzneimittelwerk Dresden (heute Menarini von Heyden) prägen die Region bis heute. Einen weiteren Grundstein legte das damalige Zentralinstitut für Kernforschung, das zu den bedeutendsten Forschungseinrichtungen der DDR gehörte. Mit der Inbetriebnahme des Rossendorfer Forschungsreaktors im Jahr 1957 begann der systematische Aufbau wissenschaftlicher Kompetenzen auf den Gebieten der Kernforschung, Radiochemie und Radiopharmazie.
Biotechnologie-Offensive als Booster
Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde der Standort konsequent weiterentwickelt. Aus dem Forschungszentrum Rossendorf entstand das heutige HZDR, das sich zu einer international angesehenen Forschungseinrichtung entwickelt hat. Im Zuge der sächsischen Biotechnologie-Offensive in den 2000er Jahren profitierten insbesondere Start-ups durch die Errichtung der BioPolis in Dresden-Johannstadt. Weiterhin zogen attraktive Standortbedingungen Forschungsreinrichtungen wie das Max Planck Institute of Molecular Cell Biology and Genetics (MPI-CBG), das Zentrum für Regenerative Therapien Dresden (CRTD) und das Biotechnologische Zentrum (BIOTEC) nach Dresden.
Zahlreiche Investitionen in moderne Forschungsinfrastruktur haben dazu beigetragen, dass Dresden heute zu den führenden Standorten der Radiopharmazie und Pharma- und Biotechnologie in Deutschland zählt.
Aus Forschung werden Unternehmen
Wissenschaftliche Spitzenleistungen bilden in Dresden seit vielen Jahren die Grundlage für erfolgreiche Unternehmensgründungen. Besonders die Dresdner Biopolis hat sich zu einem der wichtigsten Innovationsstandorte entwickelt. Seit Ende der 1990er-Jahre entstand hier Schritt für Schritt ein Umfeld, das junge Unternehmen gezielt beim Wachstum unterstützt. Die unmittelbare Nachbarschaft zum Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, zur Technischen Universität Dresden und zahlreichen außeruniversitären Forschungseinrichtungen schafft ideale Voraussetzungen für Ausgründungen und Technologietransfer.
Das BioInnovationsZentrum Dresden (BIOZ) als Teil der Biopolis ist ein Ort, an dem Wissenschaft und Wirtschaft unter einem Dach zusammenarbeiten. Der Neubau BIOZ2 erweitert dieses Angebot um moderne Labor- und Büroflächen und schafft ein optimales Umfeld für technologieorientierte Start-ups. Erfolgreiche Ausgründungen wie Lipotype, MDTB Cell Manufacturing und Seamless Therapeutics sind Beweis für die attraktiven Rahmenbedingungen am Standort.
Radiopharmazie – eine Branche mit Zukunft
Dresden gehört zu den wenigen Standorten in Europa, an denen die gesamte Wertschöpfungskette der Radiopharmazie an einem Ort vereint ist. In Dresden-Rossendorf werden die Radiopharmaka erforscht, entwickelt und produziert und später an den Dresdner Krankenhäusern am Patienten angewendet. Diese einzigartige Struktur schafft beste Voraussetzungen, um Innovationen schnell in die Patientenversorgung zu überführen.
Radiopharmazeutika eröffnen neue Möglichkeiten in der personalisierten Medizin. Sie verbinden Diagnostik und Therapie in der sogenannten Theranostik und ermöglichen eine präzisere Behandlung insbesondere von Krebserkrankungen. Angesichts des steigenden Bedarfs durch die demografische Entwicklung und die zunehmende Zahl onkologischer Erkrankungen gewinnt dieses Forschungs- und Anwendungsfeld weiter an Bedeutung.
Gleichzeitig steht der Standort für höchste Qualitätsstandards, internationale wissenschaftliche Exzellenz und hochqualifizierte Fachkräfte. Das Netzwerk nukliD® - Radiopharmacy Cluster Dresden stärkt mit dem HZDR und Unternehmen wie ROTOP Pharmaka und Eckert & Ziegler die Zusammenarbeit der wichtigsten Akteure der Branche in Sachsen.
„Von der Grundlagenforschung bis zur Behandlung von Patienten – Dresden vereint die gesamte Innovationskette der Radiopharmazie an einem Standort.“
Netzwerke schaffen Innovationen
Die enge Vernetzung von Forschungseinrichtungen, Unternehmen und medizinischen Einrichtungen sorgt dafür, dass Innovationen schneller den Weg in die klinische Anwendung finden.
Ein wichtiger Baustein ist das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Dresden, das gemeinsam mit dem NCT Heidelberg die Krebsforschung in Deutschland maßgeblich mitgestaltet. Ergänzt wird dieses Ökosystem durch das Else Kröner Fresenius Zentrum für Digitale Gesundheit. Dort entwickeln Wissenschaftler der Technischen Universität Dresden, des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus sowie verschiedener Helmholtz- und Fraunhofer-Institute gemeinsam neue digitale Anwendungen, intelligente Assistenzsysteme und robotergestützte Operationsverfahren für die Medizin von morgen.
Interdisziplinäre Kooperationen sind entscheidend
Während SEMECO das Potenzial moderner Halbleitertechnologien für innovative medizintechnische Anwendungen erschließt, konzentriert sich SaxoCell auf Zell- und Gentherapien sowie deren Verbindung mit Zukunftsfeldern wie Künstlicher Intelligenz und Robotik.
Auch das sächsische Biotechnologie-Netzwerk biosaxony e.V. trägt wesentlich zur erfolgreichen Entwicklung der Branche bei. Es vernetzt Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Start-ups und fördert den Wissens- und Technologietransfer innerhalb der gesamten Life-Science-Branche.