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https://www.dresden.de/de/wirtschaft/arbeiten/arge/arbeitgeber/teilhabechancengesetz.php 11.04.2019 10:34:55 Uhr 22.09.2019 05:06:30 Uhr

§16i SGB II - Teilhabe am Arbeitsmarkt

Um sozialversicherungspflichtige Beschäftigung von sehr arbeitsmarktfernen Personen zu fördern, wurde zum 01.01.2019 mit dem § 16i SGB II ein neues Instrument „Teilhabe am Arbeitsmarkt“ eingeführt. Gefördert werden Arbeitsverhältnisse mit erwerbsfähigen leistungsberechtigten Personen. Neben der Eröffnung von Teilhabechancen bleibt der Übergang aus der geförderten Beschäftigung in eine ungeförderte Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt mittel-und langfristiges Ziel. Aus diesem Grund werden eine ganzheitliche beschäftigungsbegleitende Betreuung, Weiterbildung und betriebliche Praktika während der Förderung ermöglicht.

Zielgruppe

Eine erwerbsfähige leistungsberechtigte Person ist förderfähig, wenn:

  • sie das 25. Lebensjahr vollendet hat,
  • sie für insgesamt mindestens sechs Jahre innerhalb der letzten sieben Jahre Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem Sozialgesetzbuch II erhalten hat. Bei schwerbehinderten Menschen und Personen mit einem Kind im Haushalt, bedarf es fünf Jahre in den letzten sieben Jahren
  • sie in dieser Zeit nicht oder nur kurzzeitig sozialversicherungspflichtig oder geringfügig beschäftigt oder selbstständig tätig war und
  • für sie Zuschüsse an Arbeitgeber noch nicht für eine Dauer von fünf Jahren erbracht worden sind.

Lohnkostenzuschuss

Der Zuschuss beträgt:

  • in den ersten beiden Jahren des Arbeitsverhältnisses 100 Prozent,
  • im dritten Jahr des Arbeitsverhältnisses 90 Prozent,
  • im vierten Jahr des Arbeitsverhältnisses 80 Prozent,
  • im fünften Jahr des Arbeitsverhältnisses 70 Prozent

Geförderte Maßnahmeträger können darüber hinaus eine Pauschale zur Förderung der Sach- und Verwaltungskosten auf Grundlage der Fachförderrichtlinie des Sozialamtes beantragen. Berechtigt sind nur Arbeitgeber, die nicht gewinnorientiert arbeiten, insbesondere Organisationen der freien Wohlfahrtspflege.

Weitere Informationen zum Antragsverfahren finden Sie auf der Seite des Sozialamts.

Ganzheitliche Betreuung während der Förderung

Während einer Förderung soll eine erforderliche ganzheitliche beschäftigungsbegleitende Betreuung erbracht werden. Im ersten Jahr der Beschäftigung in einem Arbeitsverhältnis hat der Arbeitgeber die Arbeitnehmerin oder den Arbeitnehmer in angemessenem Umfang für eine ganzheitliche beschäftigungsbegleitende Betreuung unter Fortzahlung des Arbeitsentgelts freizustellen.

Qualifizierung

In angemessenem zeitlichen Umfang sollen erforderliche Weiterbildungen unter Fortzahlung des Arbeitsentgelts erfolgen können. Weiterbildungskosten können je gefördertem Arbeitsverhältnis in Höhe von insgesamt bis zu 3.000 Euro übernommen werden. Die Förderung von Weiterbildungskosten erfolgt auf vorherigen Antrag des Arbeitgebers. Es werden alle Arten von Qualifizierungen (auch in Teilzeit) gefördert. Eine Zulassung nach AZAV ist weder für den Träger noch für die Maßnahme erforderlich.

Praktika

In angemessenem zeitlichen Umfang werden erforderliche betriebliche Praktika bei einem anderen Arbeitgeber gefördert. Ein betriebliches Praktikum soll die Beschäftigungsfähigkeit verbessern.

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Bereich Teilhabechancen

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