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https://www.dresden.de/de/tourismus/sehen/kunstundkultur/ausstellungen/jahre-canaletto.php 15.06.2022 10:18:02 Uhr 07.07.2022 13:16:32 Uhr
Bernardo Bellotto, Dresden vom rechten Elbufer unterhalb der Augustusbrücke, 1748
© Gemäldegalerie Alte Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Elke Estel/Hans-Peter Klut

300 Jahre Canaletto

Die Ausstellung

Zauber des Realen. Bernardo Bellotto am sächsischen Hof

Bernardo Bellotto, Der Neumarkt in Dresden vom Jüdenhofe aus
Bernardo Bellotto, Der Neumarkt in Dresden vom Jüdenhofe aus

Die Ausstellung feiert den venezianischen Künstler Bernardo Bellotto anlässlich seines 300. Geburtstags. Bellotto, der sich wie sein Onkel auch Canaletto nannte, gilt als einer der wichtigsten Maler von Stadtansichten im 18. Jahrhundert. Bis heute geben uns seine Gemälde einen einzigartigen Einblick in Architektur, Alltag und Repräsentation der sächsischen Residenzstadt.

Mit rund 140 Exponaten eröffnet die Schau in der Gemäldegalerie Alte Meister einen einzigartigen Blick auf das Leben und Wirken Bellottos und nimmt dabei die wichtigsten Stationen seines künstlerischen Schaffens in den Blick. Bellotto malte für den sächsischen Kurfürsten, polnischen König und Großherzog von Litauen Friedrich August III und den polnischen König Stanislaus II. August Poniatowski zahlreiche Veduten.

Bernardo Bellotto, gen. Canaletto, Der Marktplatz von Pirna, 1753-1754
Bernardo Bellotto, Der Marktplatz von Pirna
Bernardo Bellotto, Pirna von Copitz aus, 1754/1756
Bernardo Bellotto, Pirna von Copitz aus

Eine königliche Sänfte kennzeichnet Bellottos Ankunft am Dresdner Hof und leitet zu den Gemälden seiner ersten Schaffensphase in Sachsen über. Die hier entstandenen Veduten zeichnen ein eindrückliches Bild der Residenzstadt mit ihren Gebäuden und eröffnen anhand vieler Details ein breites Spektrum menschlichen Lebens und Miteinanders. Zu sehen ist auch das Gemälde „Dresden vom rechten Elbufer unterhalb der Augustusbrücke“, besser bekannt als der berühmte Canaletto-Blick, das bis heute den Blick auf Dresden in der Welt prägt.

Die Präsentation setzt sich im zweiten Obergeschoss der Gemäldegalerie fort. Zahlreichen Ansichten der Festungen Königstein und Sonnenstein und der Stadt Pirna sind hier zu sehen.Neben Gemälden werden Zeichnungen sowie eigenhändige Radierungen Bellottos aus dem Dresdner Kupferstich-Kabinett gezeigt, wo das grafische Schaffen des Künstlers in außergewöhnlicher Vollständigkeit vorhanden ist. In der Gesamtschau mit den Gemälden zeigt sich die ganze Bandbreite von Bellottos Innovationskraft. Dem Verlustinventar seiner Dresdner Wohnung mit Gemälden, kunsthandwerklichen Gegenständen, Porzellanen und seiner großen Bibliothek ist ein eigener Raum gewidmet.

Die Schau in der Gemäldegalerie Alte Meister ist zugleich der Schlusspunkt eines langen Restaurierungsprojekts der SKD und präsentiert deren mit 36 Gemälden weltweit größten Bestand an Gemälden Bellottos. Internationale Leihgaben kommen unter anderem aus dem Königlichen Schloss in Warschau, dem J. Paul Getty Museum in Los Angeles, dem Kunsthistorischen Museum Wien und der National Gallery in London.

Der aus Venedig stammende Künstler Bernardo Bellotto (1722–1780), der sich wie sein Onkel und Lehrer ‒ Antonio Canal ‒ Canaletto nannte, gilt als einer der wichtigsten Maler von Stadtansichten, sogenannten Veduten, im 18. Jahrhundert.

Fotospot Canaletto-Blick

Canalettoblick im Lauf der Jahreszeiten



Der Künstler Bernardo Bellotto entdeckte einst Dresden als eines seiner beliebtesten Motive. Der Blick auf Dresdens Altstadt, vom Königsufer aus über die Elbe, hat sich dabei so in den Herzen und vor allem in den Augen der Menschen verfangen, dass man diese Blickachse noch heute als Canaletto-Blick bezeichnet.

Wer seinen individuellen Canaletto-Blick festhalten möchte, kann dies am nördlichen Elbufer ganz einfach tun. Bei einem Spaziergang am Königsufer, südlich des Japanischen Palais, entdeckt man sofort einen roten Stahlrahmen, der den historischen Blick des Künstlers auf Dresden markiert. Nun ist Kreativität gefragt: ob Foto oder Zeichnung, Landschaftsaufnahme oder Selfie, die Möglichkeiten sind unendlich.

Tourist fotografiert den 'Canalettoblick' mit Frauenkirche

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