Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de

https://www.dresden.de/de/stadtraum/verkehr/verkehrsplanung/04/050_Verkehrserhebung_SrV.php 14.06.2018 14:29:16 Uhr 21.10.2019 11:36:27 Uhr

Ergebnisse der Verkehrserhebung SrV 2013

Geänderte Rahmenbedingungen 2013

Die Rahmenbedingungen der Befragung haben sich seit 2008 zum Teil maßgeblich verändert. Vor allem ist ein Einwohnerwachstum um circa 30 000 Menschen zu verzeichnen. Die erfreulich hohe Geburtenrate führte dazu, dass sich im Vergleichszeitraum die Anzahl der Kitaplätze um 40 Prozent (+ 8 000) erhöht hat. Dadurch erhöht sich aber auch die Anzahl Hol- und Bringewege zu und von den Kitas und es entstehen neue Wegerelationen. Hinzu kommt, dass sich die Zahl der täglichen Auspendler aus Dresden zu Arbeitsstätten außerhalb um 13 Prozent erhöht hat. Dies deutet darauf hin, dass die Stadt Dresden als Wohnort auch für außerhalb beruflich Tätige deutlich attraktiver geworden ist und die Anzahl der Arbeitsplätze in der Region eine positive Entwicklung aufzeigen.
Titelseite SrV 2013

SrV 2013 Dresdner Kennwerte

2008 2013
Befragte Haushalte: 1.467 1.786
Befragte Personen: 2.641 3.225
Wege pro Person und Tag: 3,39 3,55
Entfernung pro Weg: 6,3 km 5,8 km
Dauer pro Weg: 23 min 22 min
Zeit im Verkehr pro Tag: 68 min 77 min
Kfz / 1.000 Einwohner: 433 473
Fahrräder / 1.000 Einwohner: 750 884

Ergebnisse für die Landeshauptstadt Dresden

Eine der häufigsten Fragen ist die nach den Anteilen der Verkehrsarten am Gesamtverkehrsaufkommen. Die Dresdner gaben an, dass sie 27 Prozent aller täglichen Wege zu Fuß erledigen, 12 Prozent mit dem Fahrrad, 22 Prozent mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und 39 Prozent mit privaten motorisierten Verkehrsmitteln. Das heißt, dass die oft als „Umweltverbund" bezeichneten Verkehrsträger erstmals seit den 1990er Jahren wieder mehr als 60 Prozent Verkehrsanteil auf sich vereinen - trotz des von 2008 zu 2013 gestiegenen Kfz-Bestandes (2008: 433 Kfz/1000 Einwohner / 2013: 473 Kfz/1000 Einwohner). Im Vergleich dazu ist der Fahrradbestand pro 1000 Einwohner von 750 Fahrrädern im Jahre 2008 auf 884 Fahrräder im Jahre 2013 gestiegen.

Verkehrsmittelwahl

Die mittlere Wegelänge ist seit 2008 rückläufig. Das bedeutet, dass mehr kurze Wege unternommen werden. Hingegen ist die mittlere Wegeanzahl leicht gestiegen. Insbesondere die erfassten Wege zu Fuß sind gestiegen.

Wirft man einen Blick auf die Pkw-Ausstattung der Haushalte, so ist 2013 festzustellen, dass 31 Prozent aller Haushalte keinen Pkw besitzt, 53 Prozent haben einen Pkw und 15 Prozent besitzen zwei oder mehr Pkw. Differenzierungen ergeben sich insbesondere in Betrachtung der Haushaltsgröße und der Altersgruppen. So haben Einpersonen-Haushalte in der Altersgruppe ab 65 Jahre zu 64 Prozent keinen Pkw. Auch die Nutzung der so genannten „neuen" Mobilitätsangebote wie Carsharing und Leihfahrräder wurde abgefragt. Vier Prozent der Befragten nutzen Carsharing. Die Nutzer sind im Durchschnitt 31 Jahre alt. Die Leihfahrrad-Nutzer sind im Durchschnitt 47 Jahre alt, machen aber nur einen Prozent der Befragten aus.

Modal-Split-Entwicklung 2003 zu 2013

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass der Umweltverbund (Fußverkehr, Fahrradverkehr und ÖPNV) mit 61 Prozent den größten Anteil aller Wege am Gesamtverkehrsaufkommen ausmacht. Die zurückgelegten Kilometer wachsen mit der Zahl der Einwohner, aber nur im Umweltverbund. Im motorisierten Individualverkehr (Pkw etc,) sind sie kontinuierlich zurückgegangen. Über 50 Prozent aller Wege sind kürzer als 3 km. Die Kfz-Verfügbarkeit steigt weiter an, aber die Nutzungshäufigkeit von Kfz sinkt. Besonders Fußverkehr und ÖPNV haben an Attraktivität stark zugelegt, während der Fahrradverkehr (vor allem wetterbedingt) Schwankungen unterworfen ist. Neue Mobilitätsangebote (insbesondere Carsharing) sind noch in Entwicklung begriffen und sprechen vorwiegend ein junges Klientel an.

Der vollständige Vortrag aus der Pressekonferenz am 26.01.2015 kann hier nachgelesen werden:

Die Ergebnisse des Systems repräsentativer Verkehrsbefragungen (SrV) für das Jahr 2013 liegen jetzt auch in prägnanten Formulierungen und verschiedenen grafischen Formaten als Broschüre "Gut gelaufen, gern gefahren" auf 28 Seiten für Interessierte und die Öffentlichkeit zum Download bereit:

Zusätzlich liegen die Ergebnisse des Systems repräsentativer Verkehrsbefragungen (SrV) für das Jahr 2013 auch in einer Fachveröffentlichung vor, die in der bekannten Darstellungsform von Kreis- und Balkendiagrammen als komprimierte Zusammenstellung der Fakten für den fachkundigen Leser aufbereitet wurde:

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