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https://www.dresden.de/de/stadtraum/verkehr/bruecken/hafenbruecke/die-sanierung.php 15.02.2021 13:59:29 Uhr 24.10.2021 13:51:19 Uhr

Die Sanierung

Am Dienstag, den 24. November 2020, wurde die Hafenbrücke nach zweieinhalb Jahren Sanierungszeit wieder für den Rad- und Fußgängerverkehr geöffnet. Seit 3. April 2018 sanierte die Stadt Dresden die Brücke, um eine Sperrung für den Radverkehr aufgrund starken Rostbefalls an tragenden Teilen zu verhindern. Radfahrer fuhren in der Zwischenzeit über eine Behelfsbrücke. Die Hafenbrücke überführt den Elberadweg zwischen Ostragehege und Flügelwegbrücke.

Besonderen Wert wurde bei den Sanierungsarbeiten auf den Denkmalschutz gelegt. Möglichst viele Originalteile wurden erhalten und wiederverwendet. So fand zum Beispiel eine Verlegung der erhaltenswürdigen Geländer nach innen statt. Diese sicherten zuvor den Gehweg außen an der Brücke, welcher aufgrund des weggefallenen Nutzens abmontiert wurde.
Statement des Bauleiters nach Eröffnung der Hafenbrücke

Neu und Alt lassen sich gut unterscheiden, finden sich aber gleichzeitig in einem harmonischen Gesamtbild zusammen. Während alle erhaltenen Stahlteile der 1893 errichteten Brücke nun in ihrem ursprünglichen hellblauen Anstrich erstrahlen, hebt sich die neue und schmalere Fahrbahnkonstruktion innerhalb, wie eine eigene kleine Brücke, in schwarz ab.

Während der Arbeiten ergab sich eine sehr erfreuliche Überraschung: Anders als in der Planung angenommen, konnten die markanten Buckelbleche, welche ursprünglich verdeckt unter der alten Fahrbahn lagen, durch eine Aufarbeitung erhalten werden. Diese historische und heute nicht mehr verwendete Bauweise bleibt nun beidseits neben der neuen Fahrbahn dauerhaft sichtbar. Dies freut nicht nur Denkmalschützer und verbessert die Statik, sondern verleiht der Brücke auch einen besonderen Charme.

Dicke Rost- und Schmutzkrusten erschwerten die Bauplanung erheblich. Häufig konnten erst nach deren Beseitigung Festlegungen für die Instandsetzung der einzelnen Stahlbauteile erfolgen. Zahlreiche Stahlteile wurden ausgewechselt und verstärkt und die alten Rollenlager gereinigt. Für Korrosionsschutz- und Stahlbauarbeiten war ein staub- und wasserdichtes Gerüst notwendig. Auch schwer zugängliche Teile der Brücke konnten so erreicht werden. Bereits zum Baubeginn musste, anders als erwartet, festgestellt werden, dass unter der Gerüstlast unzulässige Verformungen an der alten Brücke auftraten. Um eine Überlastung zu vermeiden, wurde die Brücke nicht komplett eingerüstet. Die Durchführung der Arbeiten erfolgte daher in zwei Abschnitten.

Etwa 8 000 Quadratmeter Stahloberfläche wurden mit neuem Korrosionsschutz versehen. Die gewonnenen Erfahrungen für die Durchführung von Korrosionsschutzarbeiten sollen nun auch auf die Arbeiten am Blauen Wunder übertragen werden. Für den Radweg auf der Brücke verbauten die Arbeiter 22 Tonnen Stahl und 200 Quadratmeter Asphalt.

Die Gesamtkosten betrugen 3,5 Millionen Euro. Das Ingenieurbauwerk und der Radweg erhielten eine Förderung vom Freistaat Sachsen mit jeweils 90 Prozent aus der Förderrichtlinie Kommunaler Straßenbau.

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