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https://www.dresden.de/de/stadtraum/umwelt/umwelt/klima-und-energie/stadtklima/Zukunftsorientierte_Stadtplanung.php 28.12.2021 15:45:59 Uhr 16.05.2022 13:48:49 Uhr

Anpassen an das Klima

+++ HeatResilientCity gewinnt Deutschen Nachhaltigkeitspreis +++

Das Projekt HeatResilientCity hat den Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie Forschung gewonnen. Die Preisverleihung fand am 3. Dezember 2021 in Düsseldorf sowie als Online-Veranstaltung statt. HeatResilientCity ist damit das Top-Forschungsprojekt in Deutschland, das sich mit den Themen nachhaltiger Anpassung an den Klimawandel und Umgang mit Extremwetterereignissen in Städten und Regionen befasst.

Zur Begründung: "Die Jury würdigt den Fokus auf die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner und insbesondere der vulnerablen Gruppen. Eine Artikulation ihrer Bedürfnisse sei vielfach nicht eigenständig gegeben. Die Breite der Forschungsdisziplinen ebenso wie die Vielfalt der bisherigen Umsetzung in den Quartieren spiegele die Breite der Handlungsbedarfe wider und trage so zur Bewusstseinsbildung für das Thema bei. Die Verknüpfung von Messdaten mit Simulationen einerseits und der Fokus auf die Temperaturwirkungen von Anpassungsmaßnahmen auf den Innenraum andererseits werden als besonders innovativ eingeschätzt."

Die Freude über die Auszeichnung mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ist im Projektteam riesengroß. Die Auszeichnung macht deutlich, wie wichtig die Forschung zu nachhaltiger Hitzeanpassung in Stadtquartieren ist.

HeatResilientCity – Hitzeresilienter Stadtumbau

Aktuell beteiligt sich die Landeshauptstadt Dresden als Praxispartner am Forschungsprojekt „HeatResilientCity“ - zu Deutsch: hitzerobuste Stadt. Innerhalb des vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektes wird in den Beispielquartieren Dresden Gorbitz und Erfurt Oststadt erforscht, wo es in den Stadtgebieten im Sommer besonders heiß wird und ob Sommerhitze für die Bewohnerinnen und Bewohner ein Problem darstellt. Außerdem wird untersucht, wie Stadtviertel und Gebäude gestaltet werden müssen, damit das Leben dort auch bei sommerlichen Höchsttemperaturen angenehm bleibt. Besonders wirksame und von den Bewohnerinnen und Bewohnern akzeptierte Maßnahmen sollen dann für zukünftige Planungen empfohlen und auf andere Städte übertragen werden.
Das Projekt wird vom BMBF als Vorhaben der „Leitinitiative Zukunftsstadt“ im Themenbereich „Klimaresilienz durch Handeln in Stadt und Region“ gefördert.

Zeichnung einer grün bewachsenen Haltestelle mit einer Person, die auf der Bank sitzt
Grün, ja grün - so könnten Dresdner Haltestellen in Zukunft aussehen.

Umfrage: Heiße Haltestellen in der Stadt

Heiß, heißer, Haltestelle? Im Mai und Juni 2020 führte das Team von „HeatResilientCity“ eine Online-Umfrage zur sommerlichen Hitzebelastung an Dresdner Haltestellen durch. Insgesamt 1210 Bürgerinnen und Bürger aus Dresden und dem Stadtteil Dresden-Gorbitz haben an der Befragung teilgenommen. Das Projektteam freut sich über die rege Teilnahme und bedankt sich für das engagierte Mitwirken.

Online-Umfrage „Heiß, heißer, Haltestelle?“ – Auswertungsbericht (*.pdf, 10 MB)

Teilnehmende der Online-Befragung hatten die Möglichkeit, Fragen zu stellen:

Online-Umfrage „Heiß, heißer, Haltestelle?“ – Fragen und Antworten (*.pdf, 1 MB)

Zeichnung einer Haltestelle mit zwei bewachsenen Haltestellen, einem Baum dazwischen und wartenden Personen
Entwurf einer hitzeresilienten Gestaltung der Haltestelle Julius-Vahlteich-Straßein in Dresden-Gorbitz.

Ziel der Befragung ist es, herauszufinden, wie Haltestellen in Zukunft hitzeangepasst verändert werden können, um das Warten bei sommerlichen Höchsttemperaturen angenehmer zu machen. In Dresden liegt der Untersuchungsschwerpunkt auf der Haltestelle „Julius-Vahlteich-Straße“ der Linie 6 und 7 in Gorbitz. Die Projektgemeinschaft Blaurock/Dietzel Landschaftsarchitekten entwickelte Vorschläge, wie mit Begrünungsmaßnahmen die Verschattung erhöht werden kann. Die Dresdnerinnen und Dresdner konnten diese Ideen bewerten und angeben, wie stark sie sich durch Hitze an den Haltestellen beeinträchtigt fühlen.

Die Ergebnisse fließen in die laufende Planung zur hitzeangepassten Gestaltung der Haltestelle Julius-Vahlteich-Straße ein. Wenn sich die Maßnahmen dort bewähren – Aktzeptanz , Optik, Pflege – plant die DVB weitere Haltestellen entsprechend umzugestalten. Wichtig ist allen Projektpartnern, dass die Lösungen von den Betroffenen – also den Gorbitzer Anwohnern und Fahrgästen des ÖPNV – akzeptiert werden.

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