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https://www.dresden.de/de/stadtraum/umwelt/umwelt/klima-und-energie/Stadtklima.php 06.10.2015 14:33:23 Uhr 25.06.2017 05:42:57 Uhr
Silhouette von Dresden aus westlicher Richtung (Foto: Umweltamt)

Stadtklima

Das vorherrschende Klima bestimmt maßgeblich das Wohlbefinden des Menschen. Die Intensität der stadtklimatischen Veränderungen prägt daher nicht nur die Attraktivität und Lebensqualität einer Stadt, sondern spielt auch für die Gesundheit der Stadtbewohner eine wichtige Rolle.

Unter dem Begriff Klima versteht man die Gesamtheit der an einem Ort über einen längeren Zeitraum auftretenden atmosphärischen Zustände. Diese ergeben sich aus der geographischen Lage des Ortes, seiner Höhenlage, der Orographie sowie der Beschaffenheit der Erdoberfläche. Anthropogene Veränderungen der Landschaft beeinflussen die Wechselwirkungen zwischen Erdoberfläche und Atmosphäre und damit das natürliche Klima eines Ortes.

In einer Stadt sind diese Veränderungen am größten. Bebauung, Flächenversiegelung und Emissionen charakterisieren die Stadtlandschaft, in der sich ein vom unbebauten Umland abweichendes Klima einstellt – das sogenannte Stadtklima.

Geringere Windgeschwindigkeiten und erschwerte Durchlüftung der Stadtstrukturen sind die Folge erhöhter Oberflächenrauigkeit und Gebäudeanordnung. Höhere durchschnittliche und maximale Lufttemperaturen ergeben sich im Stadtgebiet z. B. aufgrund von Abwärme aus Industrie, Verkehr und Haushalten sowie durch einen veränderten Strahlungshaushalt infolge versiegelter Flächen, hoher Wärmespeichervermögen der Baumaterialien, und Reflexionen zwischen Gebäuden. Der Mangel an Versickerungsflächen und der dadurch bedingte schnelle Oberflächenabfluss des Niederschlagswassers führen zu Veränderungen des Wasserhaushaltes. Das Verdunstungspotenzial ist herabgesetzt und die Luftfeuchte im Stadtraum reduziert. Die Grundwasserneubildung ist erheblich eingeschränkt.

Typisch für Städte sind der Wärmeinseleffekt, welcher sich besonders bei windschwachen Wetterlagen im Sommer einstellt, und die Ausbildung einer Dunstglocke bei Inversionswetterlagen v. a. im Winter. Die stärkste sommerliche Überwärmung ist im Allgemeinen in den am dicht bebautesten Stadtteilen zu finden, die einen hohen Anteil versiegelter Fläche und einen geringen Anteil an Vegetations- und Wasserflächen aufweisen.

Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Stadtbewohner durch sommerliche Hitze bis hin zu Hitzestress sind in diesen Räumen insbesondere bei Risikogruppen nicht zu unterschätzen. Als Hauptlebensraum des Menschen bedarf die Stadt mit ihrem spezifischen Stadtklima daher einer vorsorgenden Stadtplanung, um die klimatischen Verhältnisse in einem für den Bewohner erträglichen Rahmen zu halten.

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