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https://www.dresden.de/de/stadtraum/umwelt/umwelt/hochwasser/oeffentlich/risikomanagement-gewaesser-zweiter-ordnung.php 22.02.2019 11:15:53 Uhr 26.08.2019 10:15:01 Uhr

Hochwasserrisikomanagement Gewässer 2. Ordnung

Hochwasserrisikomanagement

Das Ziel des Hochwasserrisikomanagements ist es, die hochwasserbedingten Risiken für die menschliche Gesundheit, die Umwelt, die Kulturgüter und die wirtschaftliche Tätigkeit zu verringern und zu bewältigen. Der erarbeitete Plan ist dann die Grundlage für die Festlegung konkreter Maßnahmen. Hochwasserrisikomanagementpläne sind in einem Zyklus von sechs Jahren zu überprüfen und – falls erforderlich – zu aktualisieren.

Auf der Grundlage der Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie (EU-Richtlinie 2007/60/EG vom 23. Oktober 2007) sowie des Wasserhaushaltgesetzes des Bundes (WHG vom 31. Juli 2009 in der Fassung vom 18. Juli 2017) werden vom Umweltamt der Landeshauptstadt Dresden für ausgewählte Gewässer zweiter Ordnung, von denen signifikante Hochwassergefahren ausgehen, Hochwasserrisikomanagementpläne erarbeitet.

Die Offenlage dieser Dokumente für den Schullwitzbach, den Kaitzbach und den Blasewitzer-Grunaer Landgraben/Koitschgraben/Leubnitzbach (kurz BGL) sowie die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange erfolgte vom 14. Januar bis 15. Februar 2019. Derzeit werden die eingegangenen Stellungnahmen gesichtet und abgewogen. Die hier veröffentlichten Dokumente werden im Ergebnis dieses Prozesses und nach Beschluss des Stadtrates ggf. aktualisiert.

Weitere Hochwasserrisikomanagementpläne, wie für den Lotzebach und den Prießnitz-Unterlauf, werden gegenwärtig erarbeitet.


Der Bearbeitungsstand einzelner Maßnahmen des Hochwasserrisikomanagements ist im Themenstadtplan abrufbar:

Hochwasserrisikomanagementplan Schullwitzbach

Durchbrochener Wegdamm am Wiesengräbchen nach dem Hochwasserereignis am 16. August 2010

Die Anlieger des Schullwitzbaches waren in der Vergangenheit oft Gefahren durch Hochwasser ausgesetzt. Seit 2002 wurde mit mehreren Maßnahmen im Umfang von rund 2,5 Millionen Euro der vorsorgende Hochwasserschutz wesentlich verbessert. Dass dies nicht ausreichte, zeigten die Schäden in Schullwitz und Eschdorf infolge des Hochwassers vom August 2010. Dieses Ereignis war Anlass für das Umweltamt, gemeinsam mit der Bürgerschaft die Erarbeitung eines Hochwasserrisikomanagementplanes Schullwitzbach zu beginnen.

Nachfolgend finden Sie die erarbeiteten Dokumente des Hochwasserrisikomanagementplanes für den Schullwitzbach, bestehend aus Bericht und Anlagen. Im Bericht erwähnte Anhänge, wie geodätische Grundlagen und Modellberechnungen, können bei Bedarf im Umweltamt eingesehen werden.

Hochwasserrisikomanagementplan Kaitzbach

Überstau des Hochwasserrückhaltebeckens "Kaitzbach 1, Hugo-Bürkner-Park" am 27. Mai 2014

Nach dem Hochwasser von 2002 am Kaitzbach wurden im Rahmen des Plans Hochwasservorsorge Dresden (PHD) verschiedene Maßnahmen des Hochwasserrisikomanagementes entwickelt und größtenteils bereits umgesetzt. Dazu zählen u.a. der Bau und die Erweiterung von Hochwasserrückhaltebecken (HWRB) an Kaitzbach und Nöthnitzbach, die Beseitigung verschiedener hydraulischer Engstellen sowie die Errichtung von Treibgut- und Geschiebefängen.

Trotz dieser Maßnahmen kam es bei den Hochwasserereignissen 2013 und 2014 im Mittel- und Unterlauf zu Überschwemmungen. Dazu zählen Überschwemmungsflächen in Kleingartenvereinen und die Notentlastung am HWRB Hugo-Bürkner-Park mit großflächigen Überschwemmungen des sich anschließenden stark urban geprägten Gebietes sowie der Überlastung einiger Verrohrungen und Brücken im weiteren Gewässerverlauf, wodurch Teile des Großen Gartens längere Zeit unter Wasser standen.

Der Hochwasserrisikomanagementplan für den Kaitzbach wurde auf Grundlage des Stadtratsbeschlusses V0431/10 zum PHD vom 12.08.2010 beauftragt und unter Einsatz von Fördermitteln des Landes Sachsen realisiert. Nachfolgend finden Sie den Bericht und die Anlagen des Hochwasserrisikomanagementplanes Kaitzbach. Im Bericht erwähnte Anhänge, wie Regendaten, können bei Bedarf im Umweltamt eingesehen werden.

Hochwasserrisikomanagementplan Blasewitzer-Grunaer Landgraben/Koitschgraben/Leubnitzbach

Einstau am Treibgutfang am Spielplatz Heiligenbornstraße am 3. Juni 2013

Trotz einer beträchtlichen Anzahl von fertiggestellten und laufenden Maßnahmen der Hochwasservorsorge konnte nicht an allen Abschnitten des Gewässersystems Blasewitzer-Grunaer Landgraben/Koitschgraben/Leubnitzbach (kurz BGL) ein vollumfänglicher Hochwasserschutz hergestellt werden.

Bereits im Plan Hochwasservorsorge von 2010 wurde auf die bestehenden besonderen Gefährdungen durch Bodenerosion am Oberlauf und das dadurch verursachte Zusetzen von Brücken, Verrohrungen und Rechen hingewiesen. Weiterhin ist es notwendig, einen Umgang mit den bestehenden Regenwassereinleitungen zu finden.

Die dem Hochwasserrisikomanagementplan entsprechenden Untersuchungen für den BGL wurden mit dem Stadtratsbeschluss V0431/10 vom 12.08.2010 zum PHD beauftragt und unter Einsatz von Fördermitteln des Landes Sachsen realisiert.

Der Hochwasserrisikomanagementplan Blasewitzer-Grunaer Landgraben/Koitschgraben/Leubnitzbach, bestehend aus Bericht sowie Anlagen und Anhängen (Stand: jeweils Juni 2013), steht nachfolgend zum Download zur Verfügung. Die Maßnahmen sind außerdem in einer tabellarischen Übersicht (Stand: Dezember 2018) dargestellt.

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