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https://www.dresden.de/de/stadtraum/umwelt/umwelt/hochwasser/oeffentlich/risikomanagement-elbe-gewaesser-erster-ordnung.php 27.01.2021 12:33:40 Uhr 20.06.2021 03:17:38 Uhr

Hochwasserrisikomanagement – Elbe und Gewässer 1. Ordnung

+++ Öffentlichkeitsbeteiligung +++

Die Internationale Kommission zum Schutz der Elbe (IKSE) hat den Entwurf der Aktualisierung des A-Teils des „Internationalen Hochwasserrisikomanagementplans für die Flussgebietseinheit Elbe“ (Stand 18. Dezember 2021) für den Zeitraum 2022 - 2027 veröffentlicht und zur Anhörung der Öffentlichkeit bis 22. Juni 2021 aufgerufen.

Zum Aufruf der IKSE


Auch die Flussgebietsgemeinschaft Elbe (FGG Elbe) ruft zur Anhörung der Öffentlichkeit auf: Stellungnahmen zum Entwurf „Hochwasserrisikomanagementplan für den deutschen Teil der Flussgebietseinheit Elbe“ (Stand Dezember 2020) für den Zeitraum von 2021 bis 2027 gemäß § 75 WHG sowie zu den Ergebnissen der Strategischen Umweltprüfung zum Hochwasserrisikomanagementplan Elbe können ebenfalls bis zum 22. Juni 2021 eingereicht werden.

Zum Aufruf der FGG Elbe

Hochwasserrisikomanagement

Das Ziel des Hochwasserrisikomanagements ist es, die hochwasserbedingten Risiken für die menschliche Gesundheit, die Umwelt, die Kulturgüter und die wirtschaftliche Tätigkeit zu verringern und zu bewältigen. Der erarbeitete Plan ist dann die Grundlage für die Festlegung konkreter Maßnahmen. Hochwasserrisikomanagementpläne sind in einem Zyklus von sechs Jahren zu überprüfen und – falls erforderlich – zu aktualisieren.

Auf der Grundlage der Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie (EU-Richtlinie 2007/60/EG vom 23. Oktober 2007) sowie des Wasserhaushaltsgesetzes des Bundes (WHG vom 31. Juli 2009 in der Fassung vom 18. Juli 2017) wurden von den zuständigen Institutionen – Internationale Kommission zum Schutz der Elbe (IKSE), Flussgebietsgemeinschaft Elbe (FGG Elbe) und Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) – Dokumente der Hochwasserrisikomanagementplanung erarbeitet und veröffentlicht.

Die von IKSE und FGG Elbe erarbeiteten Dokumente (A- und B-Ebene) wurden auf der 7. Elbeministerkonferenz am 30. November 2015 verabschiedet bzw. in Kraft gesetzt. Die von der Landestalsperrenverwaltung im Auftrag des SMUL erstellten Dokumente (C-Ebene) wurden mit Bekanntmachung des SMUL vom 18. Dezember 2015 veröffentlicht und behördenintern für verbindlich erklärt.

Diesen Dokumenten vorausgegangen war die Veröffentlichung von Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten der internationalen Flussgebietseinheit Elbe. Die daran beteiligten Staaten (Deutschland, Tschechische Republik, Österreich und Polen) nahmen eine vorläufige Bewertung des Hochwasserrisikos vor und bestimmten anhand der Ergebnisse die Gebiete mit einem potentiellen signifikanten Hochwasserrisiko. Für diese Gebiete und Gebiete, für die bereits früher die Erstellung von Gefahren- und Risikokarten beschlossen wurde, wurden bis Ende 2013 Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten erstellt.

Innerhalb der internationalen Flussgebietseinheit Elbe wurden für insgesamt 10 250 Kilometer Gewässer, davon 2 048 Kilometer in der Tschechischen Republik und 8 202 Kilometer in Deutschland Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten erstellt. Für die flächenmäßig sehr kleinen polnischen und österreichischen Teile des Einzugsgebiets der Elbe wurden keine derartigen Karten erarbeitet.

In den interaktiven Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten der internationalen Flussgebietseinheit Elbe lassen sich Gebiete oder Orte, z. B. Dresden, markieren. Es öffnet sich dann ein Informationsfenster mit Links zu Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten des jeweiligen Staates bzw. Bundeslandes.

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