Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de

https://www.dresden.de/de/stadtraum/umwelt/umwelt/hochwasser/eigenvorsorge/Waehrend_des_Hochwassers.php 29.06.2016 10:08:19 Uhr 19.09.2018 04:13:49 Uhr

Während des Hochwassers

Bürgertelefone und Koordinierungsstelle

Im Notfall schaltet die Stadt ein Bürgertelefon unter der Rufnummer

  • (03 51) 4 88 76 66

Auch eine Koordinierungsstelle für die Bürgerhilfe wird eingerichtet. Die dortigen Mitarbeiter vermitteln und koordinieren sowohl Hilfsangebote als auch Hilfebedarfe.

Betroffene haben im Notfall wenig Zeit, um effektiv reagieren zu können. Umso wichtiger ist es, bereits im Voraus zu wissen, welchen konkreten Risiken man ausgesetzt sein kann und welches Verhalten im Notfall sinnvoll ist.

Informieren Sie sich über die aktuelle Lage

Die Behörden informieren die Bürger im Fall eines Hochwassers über verschiedene Medien über die aktuelle Lage. Auf den folgenden Internetseiten finden Sie aktuelle Informationen und weitere Informationsquellen:

Hochwasserwarnung mit Sirenen

Bei akuten Hochwassergefahren kann das Sirenenwarnsystem der Landeshauptstadt Dresden ausgelöst werden. Achten Sie auf Signaltöne und eventuelle Durchsagen.

Bei besonderer Gefahr: Notruf Feuerwehr 112

Bei besonderer Gefahr rufen Sie die Notrufnummer an! Sorgen Sie rechtzeitig dafür, dass kranke und pflegebedürftige Personen möglichst bei Verwandten und Freunden untergebracht werden.

Bei Störungen: Entstördienste anrufen

Die Versorger haben zentrale Nummern, bei denen Sie Störungen melden können:

  • Elt-Störungen Telefon (03 51) 2 05 85 86 86
  • Gas-Störungen Telefon (03 51) 2 05 85 33 33
  • Fernwärme-Störungen Telefon (03 51) 2 05 85 61 61
  • Wasser-Störungen Telefon (03 51) 2 05 85 22 22
  • Abwasser-Störungen Telefon (03 51) 8 40 08 66

Hören Sie den Ansagedienst des Rathauses ab

Der automatische Ansagedienst des Rathauses vermittelt Ihnen an über 60 Anschluss-Stellen die wichtigsten Informationen zu den Geschehnissen und gibt Verhaltensempfehlungen.

  • Ansagedienst Telefon (03 51) 4 88 11 99

Melden Sie Schäden an Gewässern

Hinweise auf Schäden an Gewässern, wasserwirtschaftlichen Anlagen und Bauwerken sowie auf Wildbewuchs und Müllan- und -ablagerungen an den Ufern der Gewässer nimmt das Umweltamt entgegen.

  • Telefon (03 51) 4 88 62 45
  • Telefon (03 51) 4 88 62 47

Betreten Sie keine Hochwasserschutzanlagen

Das Betreten der Deiche und der mobilen Hochwasserschutzelemente ist lebensgefährlich und behindert die Arbeit der Einsatzkräfte. Deshalb ist es verboten, die Deiche und sonstigen Hochwasserschutzanlagen im Hochwasserfall zu betreten und zu befahren. Deiche und Hochwasserschutzanlagen können brechen. Deshalb wird i. d. R. ein Schutzstreifen eingerichtet, den Sie auf keinen Fall betreten sollten.

Warnen Sie Kinder

Warnen Sie Kinder vor den Gefahren bei Hochwasser und untersagen Sie ihnen den Aufenthalt im unmittelbaren Uferbereich sowie in überschwemmten Gebieten!

Verzichten Sie auf unnötige Fahrten mit dem PKW

Die Bevölkerung wird gebeten auf unnötige Fahrten mit dem PKW zu verzichten und die Einsatzfahrzeuge nicht zu behindern. Bitte respektieren Sie die von den Einsatzkräften errichteten Straßensperrungen.

Informieren und helfen Sie sich gegenseitig

Wenn Sie erst kürzlich in ein hochwassergefährdetes Gebiet zugezogen sind und zum ersten Mal ein Hochwasser erleben, lassen Sie sich durch alteingesessene Anwohner beraten und nutzen Sie deren Erfahrungen. Setzen Sie Ihre Eigeninitiative und -leistungen während des Hochwasserverlaufs fort. Helfen Sie auch Ihren Nachbarn.

Keller und tiefliegende Räume kontrollieren und ggf. ausräumen

Höhere Wasserstände lassen das Grundwasser ansteigen, deshalb sind selbst weiter von Gewässern entfernte, tiefliegende Gebäudeteile gefährdet. Kontrollieren Sie deshalb rechtzeitig Ihre Kellerräume und treffen Sie Vorsorgemaßnahmen. Sofern in tiefliegenden Räumen Wassereinläufe vorhanden sind, sind diese zu verschließen bzw. die Rückstauklappen auf Funktionstüchtigkeit zu überprüfen. Räumen Sie früh genug Keller, Garagen und tiefliegende Räume und von vornherein so, dass nicht mehrmals das gleiche Mobiliar in die Hand genommen werden muss. Die Feuerwehr kann nur in Ausnahmefällen helfen. Gehen Sie jedoch nicht in überflutete Keller - Stromschlaggefahr!

Strom abschalten

Sorgen Sie dafür, dass der Strom in überfluteten Räumen abgeschaltet wird. Sorgen Sie für Notbeleuchtung. Treffen Sie mit Ihrem Nachbarn eine Vereinbarung für den Fall, dass Ihr Telefon ausfällt.

Heizungsanlagen ausschalten

Schützen Sie Ihre Heizungsanlage. Schalten Sie Brenner, Thermen usw. rechtzeitig ab, damit diese im abgekühlten Zustand ausgebaut werden können. Vergessen Sie bei Gasheizungen nicht, die Gasventile zu schließen.

Öltanks sichern

Sichern Sie Öltanks und Anschlussleitungen umgehend durch eine fachgerechte Befestigung (z. B. Verankerung) gegen Auftrieb. Im Notfall sollten die Tanks geflutet werden.

Umweltgefährdende Stoffe entfernen

Öl und andere wassergefährdende Stoffe verschmutzen nicht nur das Wasser und Ihre Räume, sondern auch Ihre Umgebung und Umwelt. Sollten trotz aller Sicherungen umweltgefährdende Stoffe austreten, verständigen Sie unverzüglich die Feuerwehr. Jede Zeitverzögerung verschlimmert den Schaden um ein Vielfaches. Entfernen Sie Behälter mit Altöl, Chemikalien, Farben, Lacken, Wasch- und Reinigungsmitteln usw. aus hochwassergefährdeten Räumen. 

Fahrzeuge wegfahren

Fahren Sie PKW und sonstige Fahrzeuge aus Ihren hochwassergefährdeten Garagen und Grundstücken, verlassen Sie auch hochwassergefährdete Parkplätze. Fahren Sie nicht durchs oder ins Wasser, da es im Motorraum erhebliche Schäden verursacht. Bitte achten Sie darauf, dass ihr Fahrzeug keine Rettungswege blockiert.

Baustellen sichern

Baustellen in Uferbereichen, an den Flutrinnen und in hochwassergefährdeten Gebieten müssen beräumt und gesichert werden. Mobile Verkaufseinrichtungen u. ä. müssen rechtzeitig und vollständig beräumt werden.

Eigene Gebäude vor eindringendem Wasser schützen

Hauseigentümer sind zur Eigenvorsorge verpflichtet, d.h. auch dazu, eigene Gebäude selbst vor eindringendem Wasser zu schützen. Dichten Sie also gefährdete Türen und Fenster sowie Abflussöffnungen ab. Dazu können Sie Schalbretter, wasserfeste Sperrholzplatten und Silikon zum Abdichten von Türen und Fenstern sowie zusätzlich Sandsäcke nutzen. Die öffentliche Abgabe von Material kann nur in dem Rahmen erfolgen, in dem gewährleistet ist, dass Feuerwehr und Einsatzkräfte ausreichend versorgt sind. Hinweise zum korrekten Sandsackverbau finden Sie auf folgender Internetseite:

Achten Sie auch auf Grundwasser

Grundsätzlich ist im Nahbereich der Flüsse aber auch in entfernten Gebieten mit oberflächen- oder flurnahen Grundwasserständen zu rechnen. Den aktuellen Grundwasserspiegel können Sie hier abrufen:

Kritisch wird es, wenn das Grundwasser bis auf ein Niveau kurz vorm Erreichen des Kellerfußbodens steigt. Dann ist nicht nur mit der Durchfeuchtung von Kellerwänden und Kellerfußböden zu rechnen. Im ungünstigen Fall dringt Wasser durch Bodeneinläufe, Abflüsse oder Toiletten des Kellers ein. Deshalb:

  • Überprüfen Sie die Funktionstüchtigkeit der vorgeschriebenen Rückstauklappen und schließen Sie diese!
  • Beräumen Sie Kellerräume früh genug und von vornherein so, dass nicht mehrmals das gleiche Mobiliar in die Hand genommen werden muss!
  • Schalten Sie rechtzeitig den Strom in überflutungsgefährdeten Räumen ab!
  • Schützen Sie Ihre wertvolle Haustechnik, insbesondere die Heizungsanlage!
  • Prüfen Sie, ob die Öltanks ordnungsgemäß gegen Auftrieb gesichert sind!

Steigt das Grundwasser schließlich so hoch, dass das Gebäude Auftrieb bekommen kann, dann ist notfalls eine Flutung ratsam, um das gesamte Haus zu schützen. Das Leerpumpen von Kellern kann ansonsten die Statik ernsthaft gefährden. Besonders gefährdet sind hier Neubauten mit sogenannter "weißer Wanne". Hauseigentümer sind verpflichtet, eigenverantwortlich - gegebenenfalls unter Hinzuziehung eines Statikers - die Sicherheit der Häuser zu gewährleisten.

Bei akuter Überschwemmungsgefahr

Bitte beachten Sie die Hinweise auf dieser Internetseite:

Evakuierungen

Über Evakuierungen entscheidet der Katastrophenstab der Stadt. Die Betroffenen werden im Fall einer bevorstehenden Evakuierung rechtzeitig informiert. Für Pflegebedürftige, Kranke oder liegend zu transportierende Personen wird der Transport mit Rettungs- und Krankenwagen organisiert.

Unterstützung der Einsatzkräfte

Im Hochwasserfall treffen Behörden und Einsatzleitung alle zur Bewältigung der Situation notwendigen Maßnahmen. Ihnen stehen dazu zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Technischen Hilfswerkes, der Rettungsdienste und wenn nötig auch der Bundeswehr mit der entsprechenden Ausrüstung und Erfahrung zur Verfügung. Sollten darüber hinaus freiwillige Helfer benötigt werden, wird umgehend darüber informiert.

Seelsorgeangebote für Hochwasserbetroffene

Für vom Hochwasser betroffene Bürgerinnen und Bürger stehen folgende Krisen- und Seelsorgeangebote zur Verfügung:

  • 0800-1110111 

Informationen zum Ausdrucken

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