Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de

https://www.dresden.de/de/stadtraum/umwelt/abfall-stadtreinigung/mitmachen/mehrwegbecher.php 19.10.2018 14:39:38 Uhr 13.11.2018 09:12:09 Uhr

Neue Kampagne für die Nutzung von Mehrwegbechern

Mit der Kampagne „Mehrweg ist mein Weg“ wirbt die Landeshauptstadt Dresden für eine stärkere Nutzung von Mehrwegbechern. Dresdens Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen betont: „Wir wollen mit unserer Kampagne Mehrwegbecher mehr in den Fokus der Verbraucher rücken. Es ist ärgerlich, wenn Einwegbecher Papierkörbe überlaufen lassen. Wir wollen das Stadtbild schrittweise von diesen Wegwerfbechern befreien und dabei für eine nachhaltige Lebensweise werben.“ Partner des Projektes sind die Stadtreinigung Dresden, das Studentenwerk Dresden, das Citymanagement Dresden und die Dresden Information.
Zwei Fahrzeuge der Stadtreinigung werben für Mehrwegbecher. Sechs Monate lang wird Herr Bohne mit ihnen in Dresden unterwegs sein.

Pressetermin zum Auftakt der Kampagne
© Presseamt M. Beger
Plakat zur Kampagne
Plakat zur städtischen Kampagne
© Kampagner Werbeagentur

„Pro Jahr werfen die Dresdnerinnen und Dresdner etwa zehn Millionen To-go-Becher weg. Aneinandergereiht kommt man damit von Dresden bis zum Kap Arkona und auch wieder zurück.
Einweg ist kein Weg. Mehrweg ist mein Weg.“

Herr Bohne, Leitfigur der städtischen Kampagne

„Wussten Sie schon, dass …?“
  • alle Dresdnerinnen und Dresdner pro Jahr etwa zehn Millionen To-go-Becher wegwerfen.
  • alle jährlich in Dresden weggeworfenen Einwegbecher aneinandergereiht die Strecke Dresden–Kap Arkona–Dresden ergeben.
  • mit der jährlichen Menge Einwegbecher der Innenraum der Dresdner Frauenkirche in sieben Jahren komplett gefüllt wäre.
  • die jährlich in Dresden verbrauchten Einwegbecher so schwer wie fast 9 Tatrawagen der DVB sind.
  • für die Herstellung der jährlich in Dresden benötigten To-go-Becher 154 Bäume gefällt werden müssen.
  • mit dem Wasser, das für die Herstellung der jährlich in Dresden weggeworfenen Einwegbecher benötigt wird,
    auch zwei Schwimmbecken gefüllt werden könnten.

Abfall vermeiden

Der Kaffee zum Mitnehmen ist eine Erscheinung unserer Zeit. Nahezu jeder Bäcker und jedes Café bietet ihn an. Nach wenigen Minuten ist der mit einem Deckel aus Kunststoff versehene und beschichtete Pappbecher leer getrunken. Anschließend landet er im nächsten Papierkorb oder gar achtlos am Gehwegrand.
Laut der Deutschen Umwelthilfe sind es in Deutschland jedes Jahr 2,8 Milliarden Einweg-Kaffeebecher, die zu 40 000 Tonnen Abfall werden. Bei ihrer Herstellung werden 29 000 Tonnen Papier, 10 900 Tonnen Kunststoff, 1,5 Milliarden Liter Wasser und 320 Millionen kWh benötigt und es fallen dabei 111 000 Tonnen CO2-Emissionen an.

Die bessere Alternative: Verwendung eines Mehrwegbechers!

Langlebige Mehrwegbecher schonen Ressourcen, reduzieren Abfälle, überquellende Papierkörbe und verschmutzte Straßen.
Sie halten den Kaffee länger warm und sind auslaufsicher.
Immer mehr Cafés und Bäcker geben Rabatt auf den Kaffee, den sie in mitgebrachte Mehrwegbecher füllen.
Geschäfte, die die Nutzung von Mehrwegbechern unterstützen, kommen gut bei den umweltbewußten Kunden an.

Hygieneempfehlungen für Gastronomiebetriebe

"Ich und mein Mehrwegbecher" - Fragen an Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen

Damit Kaffee oder Tee auch während der gesamten Stadtratssitzung warm bleiben, nutzt Eva Jähnigen ihren Mehrwegbecher.
© LHD

Wann und warum nutzen Sie privat einen Mehrwegbecher?
Wenn ich früh mit der Straßenbahn ins Rathaus oder zu einem Termin fahre, bringe ich mir gerne mal einen Tee oder Kaffee mit. Was der Mehrwegbecher nicht ersetzen kann ist, sich mal in Ruhe in ein Café zu setzen und einen Moment Pause zu machen.

Hat es jemand auch schon einmal abgelehnt, Ihren Becher zu befüllen?
In letzter Zeit habe ich nur Bäckereien und andere Anbieter getroffen, die sich gefreut haben, meinen Becher zu befüllen. Früher war das tatsächlich manchmal komplizierter.

War Ihr Mehrwegbecher schon einmal Anlass für einen bemerkenswerten Kontakt oder ein besonderes Gespräch?
Da die Mehrwegbecher leider noch so selten sind, komme ich tatsächlich immer wieder ins Gespräch zu Nachhaltigkeit, zu viel Müll aber auch die Hektik unserer Zeit.

Welche Hindernisse stehen dem noch häufigeren Einsatz des Mehrwegbechers im Wege?
Der eigene Kopf. Denn man muss daran denken, ihn mitzunehmen.

Wie wichtig sind Ihnen Material, Form, Aufdruck des Bechers für die regelmäßige Nutzung des Bechers?
Auslaufsicher soll er sein und meinen Tee warm halten. Das war es eigentlich schon.

Partner der Kampagne

© SRD

„Unsere Ressourcen sind endlich. Ein extrem gutes Beispiel für Nachhaltigkeit ist der Mehrwegbecher. Ein Mehrwegbecher kann über seinen 'Lebenszyklus' tausende Einwegbecher vermeiden. Im Arbeitsalltag begegnen uns tagtäglich tausende Einwegbecher, die vor allem die Papierkörbe verstopfen und überquellen lassen. Um diese Flut an Abfall zu verringern, unterstützen wir als Stadtreinigung Dresden GmbH die Kampagne 'Mehrweg ist mein Weg'. Auch unsere Kollegen nutzen im Arbeitsalltag Mehrwegbecher, vor allem auf den Touren. So bleibt das Getränk länger warm und es kann nichts in den Fahrzeugen verschüttet werden. Das ist neben der Müllproblematik auch ein großer Vorteil gegenüber dem Einwegbecher.“

(Frank Siebert, Geschäftsführer der Stadtreinigung Dresden)

© SWD

Viele Heißgetränke – auch zum Mitnehmen – werden in den Mensen und Cafeterien des Studentenwerks Dresden verkauft. Bei Verwendung von Mehrwegbechern senkt sich der Verbrauch an Einwegbechern, so dass sich der Abfall vermindern wird. Bei der Vorstellung der MensaCups kamen überwiegend positive Rückmeldungen. Auch die Anzahl der verkauften Becher zeigt, dass der MensaCup gut bei den Gästen ankommt. Eine nette Geschichte zu einem unserer Becher, der die Aufschrift „Cup der guten Hoffnung“ trägt, wurde mir erzählt: Eine junge Frau hatte diesen Becher von einer Freundin geschenkt bekommen und schickte ihr eine Weile später ein Foto vom „Cup der guten Hoffnung“ am Kap der Guten Hoffnung.

(Julia Leißner, Projektverantwortliche Mehrwegbecher beim Studentenwerk Dresden)

„Einwegbecher sind von gestern. Wer als Café etwas auf sich hält, unterstützt die Aktion.“

(Jürgen Wolf, Citymanager)

„Die stadtweite Umstellung auf Mehrwegbecher ist ein wesentlicher Schritt, um Müll entgegen zu wirken. Diesen nachhaltigen Ansatz unterstützen wir mit einem eigenen Mehrwegbecher aus Bambus in einem modernen, schönen Dresden-Design im Sortiment. Den Becher gibt es in den Touristinformationen. Mit ihm sprechen wir die Gäste unserer Stadt direkt an, etwas Gutes für die Umwelt zu tun.“

(Lars Knüpfer, Geschäftsführer der Dresden Information)

Aufkleber "Mehrwegbecher willkommen"

Damit die Bürgerinnen und Bürger sowie Besucher der Stadt schnell erkennen können, ob ihr Becher beim nächsten Café, Bäcker oder Restaurant befüllt wird, verteilt die Landeshauptstadt Dresden den Aufkleber „Mehrwegbecher willkommen“ an alle interessierten Geschäfte.

Des Weiteren sind alle Geschäfte, die in der Umfrage angegeben haben Mehrwegbecher zu befüllen, im Themenstadtplan der Landeshauptstadt Dresden zu finden.

Unternehmen, die gerne mit aufgenommen werden möchten oder Interesse am Aufkleber haben, können sich über das Abfall-Info-Telefon oder per E-Mail an das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft wenden.

Thema im Themenstadtplan öffnen

Aufkleber "Mehrweg willkommen"
Aufkleber © Kampagner

Noch Fragen?

Abfall-Info-Telefon


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