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https://www.dresden.de/de/stadtraum/planen/stadtentwicklung/weitere-beteiligungsmoeglichkeiten/ehemalige-stephanienstrasse.php 20.04.2021 07:38:46 Uhr 27.10.2021 04:34:53 Uhr
Luftbild der nördlichen Johannstadt mit der ehemaligen Stephanienstraße
© Gerhard Otto, Luftbildvertrieb Niederwillingen

Herstellung und Gestaltung der ehemaligen Stephanienstraße

Die Herstellung und Gestaltung der ehemaligen Stephanienstraße ist eine Maßnahme im Integriertem Entwicklungskonzept gemäß § 171 e BauGB (als fort geschriebenes Feinkonzept) für das Fördergebiet „Nördliche Johannstadt", welches der Stadtrat in seiner Sitzung am 1. Juni 2017 beschlossen hat.

Die Entwicklung des brachgefallenen Stadtraumes zwischen dem Bereich des ehemaligen Plattenwerks und dem Wohnungsstandort Hopfgartenstraße stellt einen weiteren Schwerpunkt der Gebietsentwicklung dar. Mit der infrastrukturellen Aufwertung im Verlauf der ehemaligen Stephanienstraße soll unter anderem die Verbindung zwischen dem Zentrum des Gebietes „Nördliche Johannstadt“ und dem Stadtteil Johannstadt-Süd verbessert werden.



Die künftige Verkehrsfläche liegt im Geltungsbereich des Bebauungsplanes Nr. 295, Dresden-Altstadt II Nr. 11 Gerokstraße (Satzung der Landeshauptstadt Dresden vom 18. März 2005).

Der Bebauungsplan Nr. 295, Dresden Altstadt II Nr. 11, Gerokstraße beinhaltet Festsetzungen zur zukünftigen Entwicklung der Brachfläche des ehemaligen Plattenwerkes Johannstadt und zur Verbesserung der straßenseitigen Anbindung des Gebietes „Nördliche Johannstadt“ nach Süden.

Mit der Herstellung der ehemaligen Stephanienstraße wird für Fußgänger und Radfahrer eine wichtige und direkte Verbindung von der südlichen Johannstadt in Richtung Elbe geschaffen und die Situation für Fußgänger und Radfahrer durch die Schaffung barrierefreier Geh- und Radwege enorm verbessert. Im Radverkehrskonzept der Stadt Dresden ist die Strecke als Hauptradroute IR III ausgewiesen, somit als wichtige innerstädtische Verbindung zwischen Stadtbereichen mit besonders hoher Wohn- oder Arbeitsplatzdichte.

Darüber hinaus dient die Herstellung der ehemaligen Stephanienstraße der Erschließung des geplanten Wohngebietes entsprechend dem Bebauungsplan Nr. 295 sowie der Anbindung der der ehemaligen Schokofabrik.

Im Juli 2017 wurde das Büro Verkehrsplanung Köhler und Taubmann GmbH (Dresden) mit der Vorplanung beauftragt. Als Grundlage für die weiteren Planungsphasen war eine Vorplanung mit folgenden Randbedingungen zu erarbeiten:

  • Erarbeitung von drei Planungsvarianten, das Gestaltungsprinzip soll sich an den Vorgaben des Bebauungsplanes orientieren,
  • Beachtung der Straßenanschlussbereiche,
  • Berücksichtigung des vorhandenen Defizits an Pkw-Parkständen im Untersuchungsraum und
  • im nördlichen Abschnitt, welcher im B-Plan als Fuß- und Radweg ausgewiesen ist, soll optional eine Fläche für einen Sport-, Spiel- oder anderweitig zu gestaltenden Bereich eingeordnet werden.

Die erarbeitete Vorzugsvariante wurde am 11. September 2019 im Stadtbezirksbeirat Altstadt vorgestellt und bestätigt. Die Planung folgt dem Bebauungsplan Nr. 295 und gliedert sich in drei Teile:

Teilbereich 1 zwischen der Gerokstraße und der geplanten Verlängerung der Hopfgartenstraße wird als Anliegerstraße ausgebaut.

  • symmetrische Querschnittsaufteilung
  • Straßenbreite von 5,50 m
  • beidseitige Einordnung der Bäume mit großen Baumscheiben
  • beidseitige Einordnung zwischen den Bäumen von insgesamt ca. 30 Pkw-Stellplätzen als Querparker
  • beidseitige Einordnung von insgesamt ca. 20 Fahrradbügeln
  • beidseitige Einordnung von Gehwegen mit einer Breite von 3,50 m
  • öffentliche Beleuchtung
  • Tempo: 30km/h-Zone

Teilbereich 2 zwischen der künftigen Verlängerung der Hopfgartenstraße und der Pfeifferhannsstraße wird als Geh- und Radweg ausgebaut.

  •  symmetrische Querschnittsaufteilung
  • beidseitige Einordnung der Bäume mit großen Baumscheiben
  • öffentliche Beleuchtung
  • mittig zwischen den Bäumen eingeordnete Fläche (ca. 800 m²) für Gestaltung

Teilbereich 3, südlicher Abschnitt der Pfeifferhannsstraße. Dieser Abschnitt wird grundsaniert. 

  • Gestaltungsprinzip von ehemaliger Stephanienstraße wird aufgenommen
  • symmetrische Querschnittsaufteilung
  • beidseitige Einordnung von 8 Bäume mit großen Baumscheiben
  • beidseitige Einordnung zwischen den Bäumen von insgesamt ca. 48 Pkw-Stellplätzen als Querparker
  • beidseitige Einordnung von Gehwegen mit einer Breite von 2,75 m
  • Einordnung von zwei Wertstoffcontainern
  • Sackgasse

Der gesamte Verlauf erhält eine zweireihige Baumallee. Der Bau soll voraussichtlich Ende 2021 beginnen und Ende 2022 abgeschlossen sein.

Bürgerbeteiligung zur Neugestaltung im Teilabschnitts 2

Für den Teilbereich zwischen Hopfgartenstraße und Pfeifferhansstraße suchte die Landeshauptstadt Dresden im Rahmen einer Bürgerbeteiligung Vorschläge für die Gestaltung von Spiel- und Sportangeboten, Aufenthaltsmöglichkeiten, Grünanlagen oder Kunst- und Kreativangeboten.

Ergebnisse der Bürgerbeteiligung vom 24. September bis 18. Oktober 2020:

An der Befragung beteiligten sich insgesamt 267 Menschen. Das Durchschnittsalter der Teilnehmenden lag bei 38,5 Jahren. Durch die Kombination aus Offline- und Online-Formaten wurden Menschen aller Altersgruppen erreicht. Der weitaus größte Teil der Teilnehmenden nutzte die Wegeverbindung bereits in der Vergangenheit häufig zu Freizeitzwecken und als wichtigen Durchgangsweg. Wichtigster Aspekt für die Umgestaltung ist den Teilnehmenden die Grüngestaltung, die von 84 Prozent der Befragten als „wichtig“ oder „sehr wichtig“ benannt wurde. Zweitwichtigster – für die Gruppe der Jugendlichen sogar wichtigster – Aspekt sind Aufenthaltsmöglichkeiten (64 Prozent). Es schließen sich Spielangebote (58 Prozent) und Sportangebote (55 Prozent) an. Kunst und Kreativangebote waren 43% der Befragten „wichtig“ oder „sehr wichtig“.

Für die Gestaltung der Freifläche zwischen Pfeifferhannsstraße und künftiger Einmündung der Hopfgartenstraße wurden knapp 500 konkrete Vorschläge und Ideen eingebracht. Besonders häufig genannt wurden Wünsche nach Sitzgelegenheiten, Fitnessgeräten und Tischtennisplatten, Möglichkeiten zum urbanen Gärtnern, Mülleimern sowie einem Springbrunnen oder Wasserspiel. Ein wichtiges Anliegen waren vielen Befragten darüber hinaus Bäume als Sonnen-, Regen- und Windschutz, wobei auch innovative Ideen wie die Pflanzung einer „Allee der Partnerstädte“ durch Bewohner eingebracht wurden. Besonders Jugendliche sprachen sich für eine Hügelstrecke für Fahrrad und Scooter, Klettermöglichkeiten, Graffitiwände und einen wettergeschützten Unterstand/Pavillon aus. Auch die Anlage einer bienenfreundlichen Blumenwiese sowie eines Minifußball- oder Basketballkäfigs wurde vorgeschlagen. Darüber hinaus gab es zahlreiche interessante Einzelvorschläge, darunter eine festinstallierte Fahrradpumpe, eine Kulturfläche für Tanz- und andere Veranstaltungen, in Tische integrierte Brettspiele oder ein Entdeckerpfad mit Stationen für kleine Experimente. Neben den konkreten Vorschlägen zur Gestaltung der Freifläche wurden auch Anregungen zur Planung insgesamt vorgetragen, etwa der Wunsch nach Pkw-Stellplätzen auch für nicht in Johannstadt wohnende Angestellte der Einrichtungen im Umfeld.

Welche der zahlreichen Vorschläge auf der Fläche realisiert werden können und wie diese in die Planung eingearbeitet werden können, entscheiden die verantwortlichen Ämter der Stadtverwaltung bis Ende des Jahres. Im Rahmen der Informationsveranstaltung „Soziale Stadt Nördliche Johannstadt“ stellen Stadtplanungsamt und Quartiersmanagement die Ergebnisse vor und informieren über den weiteren Ablauf der Baumaßnahme. Pandemiebedingt muss der Termin auf Juni 2021 verschoben werden. 

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