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https://www.dresden.de/de/stadtraum/planen/stadtentwicklung/stadterneuerung/efre/johannstadt/efre-gebiet-johannstadt_blueherpark.php 07.08.2020 09:13:48 Uhr 30.09.2020 23:00:19 Uhr

Blüherpark Nord

Entgegenwirken von Überwärmungstendenzen

Handlungsfeld Energieeffizienz

Gefördert durch
Übersicht zum Projektgebiet Blüherpark Nord
Übersicht zum Projektgebiet Blüherpark Nord

Der grüne Charakter des Nördlichen Blüherpark soll aufgrund seiner garten- und kulturhistorischen sowie stadtklimatischen Bedeutung gestärkt werden. Geplant sind attraktive Gehölzpflanzungen und die Sanierung und Neuanlage von Wegen für die Dresdener Bevölkerung und Besucher*innen der Stadt.

Situation

Zwischen Altstadt und Großem Garten befindet sich der Blüherpark. Die einst historisch sehr bedeutsame Parkanlage hat seit ihrer Entstehung im 17. Jahrhundert eine wechselvolle Geschichte vom barocken Garten über englischen Garten zum Volkspark durchlaufen.

Mit dem Bau des Deutschen Hygiene-Museums von 1927 bis 1930 im Zentrum der Parkanlage entstand eine Trennung des Parks in zwei Teile. Heute stehen beide Teilbereiche nach Sächsischem Denkmalschutzgesetz unter Schutz.

Der südliche Teil des Blüherparks ist bereits in Teilbereichen neu gestaltet. Der aktuell wenig gestaltete nördliche Teil des Blüherparks hat große Defizite im Vegetationsbestand und in der Nutzbarkeit aufgrund des hohen Versiegelungsgrads von einst grüngeprägten Teilbereichen.

Es bestehen jedoch vielfältige Funktionsansprüche an den Park, da er aufgrund seiner langen Geschichte und zentralen Lage zur Innenstadt zu den wichtigsten Komponenten des Grünflächensystems Dresdens gehört. Der Blüherpark erfüllt aktuell kaum dies Ansprüche und wird nicht als eigenständiger park wahrgenommen.

Parkfläche mit Deutschen Hygienemuseum im Hintergrund
Blick in den Blüherpark Nord Richtung Anlieferbereich des Deutschen Hygienemuseums
Parkfläche mit Deutschen Hygienemuseum im Hintergrund
Blick in den Blüherpark Nord in Richtung Deutsches Hygienemuseum

Projekt

Für den gesamten Blüherpark wurde 2012 eine Konzeption vom Landschaftsarchitekturbüro Prugger entwickelt. Im südlichen Teilbereich wurde die historische Hauptachse im Rahmen des EU-Projektes GREENKEYS 2008 wiederhergestellt. Für den Nördlichen Teil des Blüherparkes sind folgende Planungsziele verankert (Auswahl):

  • Erhalt der Parkanlage als künstlerisch gestaltete Sachgesamtheit mit ihren erhaltenen, historischen Elementen, dazu zählen u.a. Torhaus von 1888, Baumrondell von ca. 1904, Baumbestand
  • Zusammenführung des nördlichen und südlichen Teiles in Inhalt und Gestaltung als grüne Einheit
  • Verbesserung der Aufenthaltsqualität

Als Ansatz der Gestaltung werden historische Gestaltungsprinzipien wie Sichtachsen, Gehölzanordnung sowie Wegeführung aus den zeitlichen Gestaltungsepochen aufgegriffen.

Pflanzungen

Der Baumbestand hat ein Alter von bis zu 130 Jahren. Überdurchschnittliche alte und besonders wertvolle Gehölze werden erhalten und um neue Baum- und Strauchpflanzungen ergänzt.

Die Pflanzungen führen die beiden Teilflächen des Parks und das Hygienemuseum zu einem großen grünen Erholungsraum zusammen und stärken die Aufenthaltsqualität im Park.

Wege

Die bestehenden Wege werden barrierefrei saniert. Darüberhinaus entstehen neue Wege. Das Wegesystem wird an die Anschlusspunkte Lingnerallee, Blüherstraße und Hygienemuseum angebunden. Befestigte Bereiche am Hygienemuseum sollen entsiegelt und als Grünfläche dem Park angegliedert werden. Notwendige Versorgungsflächen des Hygienemuseums werden dabei berücksichtigt.

Ziele

Die Maßnahme dient der Aufwertung des nördlichen Teils des Blüherparks entsprechend seiner kulturhistorischen und stadtklimatischen Bedeutung. Dabei wird die klimatische Ausgleichfunkti­on der Parkanlage gestärkt und die in der Historie angelegten Qualitäten des Parks wieder aufgegriffen.

Das Vorhaben umfasst, unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes, die Entsiegelung von Teilbereichen, die umfangreiche Neubepflanzung bzw. Ergänzung von Grünstrukturen sowie die Verbesserung der Fuß- und Radwegebeziehungen.

Mit dieser Qualifizierung steht der Blüherpark Nord für die Bewohner der angren­zenden Stadtteile und für Touristen als attraktive Naherholungsfläche mit hoher Nutzbarkeit zur Verfügung. Die Maßnahme leistet mit ihrer zentralen Lage im kompakten Stadtgefüge einen hohen Beitrag zur CO2-Minderung und wirkt der innerstädtischen Überwärmung entgegen. Die zusätzliche Vegetationsmasse trägt zur Minderung von Schadstoffen bei und stellt ein Trittsteinbiotop dar.

Bei dieser EFRE-Förderung werden v.a. umweltschutzbezogene Ziele verfolgt. Zu diesen zählen u.a.:

  • Dauerhafte Reduzierung des CO2-Ausstoßes im Stadtquartier
  • Entgegenwirken von Überwärmungstendenzen in der Pirnaischen Vorstadt und Altstadt: Wirkung als klimatische Ausgleichsfläche, Abkühlung der Luft in heißen Sommertagen
  • Reduzierung der Lärmbelastungen und Bindung von Luftschadstoffen
  • Beitrag zur Erhalt und Steigerung der Biodiversität und Ökosystemqualität

Steckbrief

Projekt:

Gestaltung Blüherpark Nord

Handlungsfeld „Energieeffizienz“

Vorhabensträger:

Landeshauptstadt Dresden

Förderzeittraum:

Dezember 2018 – März 2021

Kostenrahmen:

 ca. 990.000 Euro
(davon: 80% Fördermittel, 20% Eigenmittel der Stadt) 

Förderung mit EFRE-Mitteln:

ca. 790.000 Euro

Eigenmittel der Stadt:

ca. 200.000 Euro

Kontakt

Stadterneuerung (Abt.)

Landeshauptstadt Dresden
Stadtplanungsamt

Freiberger Straße 39
Etage/Raum 5/5323
01067 Dresden

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