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https://www.dresden.de/de/stadtraum/planen/stadtentwicklung/stadterneuerung/efre/johannstadt/efre-gebiet-johannstadt_Sanierung-Torhaus-Lingnerallee.php 20.06.2022 12:57:40 Uhr 01.10.2022 22:53:50 Uhr
Im Bild ist die Zeichnung einer Fotografie der beiden historischen Torhäuser von 1960 zu sehen.
© Prugger Landschaftsarchitekten

Torhaus an der Lingnerallee

Sanierung des Gebäudes und Wiederbelebung durch soziale Angebote

Steckbrief

  • Projekt: Sanierung Torhaus Lingnerallee EFRE Stadtteilentwicklungsprojekt Dresden Johannstadt/Pirnaische Vorstadt im Handlungsfeld „Armutsbekämpfung“
  • Vorhabenträger: Landeshauptstadt Dresden 
  • Förderzeitraum: Dezember 2018 – Dezember 2020
  • Kostenrahmen: ca. 384.000 EURO (davon: 80 Prozent Fördermittel, 20 Prozent Eigenmittel der Stadt) 
  • Förderung durch EFRE-Mittel: ca. 307.000 Euro
  • Eigenmittel der Stadt: ca. 77.000 Euro



    

Geschichte

Als eines von ursprünglich zwei Häusern wurde das Torhaus 1888 am prunkvollen Hauptzugang zum Blüherpark – damals noch nicht geteilt durch Hygiene-Museum und Robotron-Kantine – im Barockstil erbaut. Nach dem zweiten Weltkrieg ließ die Landeshauptstadt Dresden das rechte Torhaus zugunsten des Kantinenbaus abreißen. Der verbleibende Bau wurde bis 1990 als Umspannstation genutzt und stand danach leer. In den folgenden Jahren litt das Torhaus unter Vandalismus und einer fehlenden Funktion.

Sanierung und neue Funktionen

Von 2018 bis Herbst 2021 sanierte das Amt für Hochbau und Immobilienverwaltung das Gebäude. Die Kosten der Sanierung betrugen 460.000 Euro, davon stammten etwa 370.000 Euro aus Fördermitteln.

Oberstes Ziel der denkmalgerechten Sanierung stellte die Wiedernutzbarmachung dar. So findet sich heute ein kostenfreies niedrigschwelliges Angebot sozialer Arbeit mit Bezug zur Skateranlage: Seit April 2021 betreibt die Treberhilfe e. V. das Torhaus und versorgt interessierte Jugendliche mit Leihausrüstung und Selbstreparaturangeboten für den Rollsport, um Armutsfolgen entgegen zu wirken und soziale Benachteiligung abzuschwächen. Im Erdgeschoss steht eine barrierefreie, öffentliche und kostenfreie Toilette zur Verfügung. 

Hintergrund

Das Amt für Stadtplanung und Mobilität sowie das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft finanzierten die Erneuerung des nördlichen Blüherparks sowie des anliegenden Torhauses mit Geldern aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Die beiden Projekte gehören im Rahmen der Stadterneuerung zum „EFRE-Fördergebiet Johannstadt/Pirnaische Vorstadt“, dessen Laufzeit von 2014 bis 2020 ging. Die Maßnahmen konnten im Herbst 2021 abgeschlossen werden.

Zu sehen sind die Förderlogos, das heißt vom Europäischen Fond für Regionalentwicklung, von der Europäischen Union und der Landeshauptstadt Dresden
Förderlogos
 

Erreichte Ziele des Projekts  

Die umgesetzten Maßnahmen bringen die Belange von Sport und Freizeit mit den Erfordernissen des Denkmalschutzes und einer nachhaltigen Gebietsentwicklung in Einklang.

Mit der Gebäudesanierung und- umnutzung als Skateverleih sowie der Bereitstellung einer öffentlichen Toilette werden mit der EFRE-Förderung vor allem soziale, aber auch städtebauliche, wirtschaftliche und umweltschutzbezogene Ziele verfolgt. Zu diesen zählen z. B.:

  • Inklusion und Minderung von Armutsfolgen durch Leihangebot von Skaterausrüstung direkt an der Skateranlage und damit Ermöglichen der Teilnahme alle Interessierten am Freizeitsport
  • Verbesserung des Freizeitangebots im Fördergebiet, insbesondere für junge Menschen unabhängig von ihrer sozialen Lage 
  • neue Funktionen des bestehenden Gebäudes
  • Dauerhafte Stärkung und Stabilisierung des Skaterparks Lingnerallee durch das ergänzende Angebot
  • Verbesserung der Aufenthaltsqualität des Umfeldes
  • Anpassung der städtischen Infrastruktur an die spezifischen Bedürfnisse von Familien, Menschen aller Altersklassen und Menschen mit Behinderungen sowie Verbesserung des öffentlichen Raums durch das Bereitstellen einer öffentlich zugänglichen Toilette
  • langfristige Sicherung des Kulturdenkmals durch denkmalgerechte Sanierung
  • Erhalt des Torhauses als prägendes Einzelgebäude im Blüherpark Nord und entlang der Achse Lingnerallee, sowie Gestaltung der umliegenden unbebauten Freiflächen

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