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https://www.dresden.de/de/stadtraum/planen/stadtentwicklung/stadterneuerung/efre/johannstadt/efre-gebiet-johannstadt_Neuer-Juedischer-Friedhof.php 12.07.2019 12:01:53 Uhr 21.11.2019 22:35:08 Uhr

Neuer Jüdischer Friedhof

Verbesserung des kulturhistorischen Angebots

(Handlungsfeld Umwelt)

Bild zeigt Logo EFRE
Im Bild ist der Neue Jüdische Friedhof zu sehen.
Neuer Jüdischer Friedhof
Im Bild ist der Gesamtplan des Neuen Jüdischen Friedhofs zu sehen.
Gesamtplan des Neuen Jüdischen Friedhofs

Der Neue Jüdische Friedhof ist heute neben anderen Gedenkstätten ein bedeutender Ort für die Erinnerungskultur an die Geschichte der Jüdischen Gemeinde und der Jüdischen Bevölkerung in Dresden. In erster Linie ist der größte jüdische Friedhof Sachsens ein bis heute genutzter Beerdigungsort. Berühmte Persönlichkeiten wurden auf dem Friedhof bestattet und sind heute noch Anziehungspunkt für viele Besucher.

Die Friedhofsmauer, an dessen Nord- und Südseite sich die Grabstätten vieler Persönlichkeiten und deren Familien befinden, stellt das zentrale Element des Friedhofs dar. Sie teilt die Anlage des neuen jüdischen Friedhofs in einen alten und einen neuen Bereich. Ein breiter Mittelweg, gesäumt von Kastanienbäumen, verbindet die beiden nördlich und südlich der Mauer gelegenen Bereiche.

Im weiteren Sinne übernimmt der Friedhof auch eine Bildungsfunktion. Für diesen Zweck finden regelmäßige Führungen auf dem Friedhof statt. Die Führungen finden ganzjährig auf Nachfrage statt und werden vom Verein Hatikva e. V., der Bildungs- und Begegnungsstätte für Jüdische Geschichte und Kultur in Sachsen, durchgeführt.

Weitere Informationen zur Jüdischen Gemeinde in Dresden finden Sie unter:

http://jg-dresden.org/ und zum Verein Hativka e.V. unter: https://www.hatikva.de

Der Neue Jüdische Friedhof befindet sich im Eigentum der Jüdischen Gemeinde zu Dresden, die den Friedhof auch selbst verwaltet.

Projekt 

An der Friedhofsmauer und an den anliegenden Grabmalen sind aufgrund von Alterung und Verwitterung massive Schäden entstanden. Die Mittelwand dient als Stützwand für die Grabmale und ihr Zustand ist vor allem im oberen Bereich desolat, da hier die Witterung ungehindert eindringen kann. Die Standsicherheit ist teilweise nicht mehr gegeben. Aufgrund der Tatsache, dass die Mittelwand der Mauer bedeutend älter ist als die sie umgebenden Grabmale, sind auch die Grabmale bereits stark geschädigt und zerfallen zunehmend. Wichtige jüdische Kulturgüter sind damit gefährdet und sollten schnellstmöglich gesichert und wiederhergestellt werden.

Die zentrale Mauer bedarf einer dringenden Instandsetzung, um sie und damit die Grabmale vor weiterem Verfall zu sichern.

Ziel der Maßnahme ist es, die zentrale Friedhofsmauer und die an ihr befindlichen Grabmale denkmalgerecht zu sanieren. Damit werden die an der Mauer befindlichen Gräber wieder zugänglich gemacht und in einen würdigen Zustand versetzt. 

Ziele  

Die Sanierung der Friedhofsmauer bietet die Chance, die derzeitig abgesicherten und abgesperrten Grabstellen wieder erreichbar zu machen und den Besuchern zu zeigen. Die Führungen müssen derzeitig auf die Präsentation dieses wesentlichen Teils des Friedhofes verzichten. Durch die Erneuerung der Mauer kann eine höhere Besucherzahl erreicht werden, da die Führungen qualitativ aufgewertet werden. Eine Erhöhung der Besucherzahlen wird maßvoll angestrebt.

Bei der EFRE-Förderung werden v.a. soziale und städtebauliche Ziele verfolgt. Zu diesen zählen u.a.:

  • Wiederherstellung und langfristiger Erhalt kulturhistorischer wertvoller Bauformen und Einzelelemente vor dem Verfall
  • Die Aufwertung der Nutzung des Friedhofs als Bildungsstätte durch die wiederhergestellte Zugänglichkeit der ungesicherten Bereiche für Führungen
  • Die Stärkung des kulturtouristischen Angebots des Neues Jüdischen Friedhofs und damit des Stadtquartiers durch die Gestaltung der Friedhofsmauer in deren ursprünglichen Erscheinungsbild
  • Das Bestreben der Erhöhung der Zahl der Besucher in einem angemessenen Maß. Eine gezielte Ansprache von Zielgruppen nach der Fertigstellung der Instandsetzung erfolgt über gezielte Öffentlichkeitsarbeit
  • Verbesserung des gesamten Erscheinungsbilds des Friedhofes

 Steckbrief

Projekt:

Neuer Jüdischer Friedhof EFRE Stadtteilentwicklungsprojekt Dresden Johannstadt/Pirnaische Vorstadt im Handlungsfeld „Umwelt“

Vorhabensträger:

Landeshauptstadt Dresden

Förderzeitraum:

Dezember 2018 – März 2021

Kostenrahmen:

ca. 162.000 EURO
(davon: 80% Fördermittel, 20% Eigenmittel der Stadt) 

Förderung mit EFRE-Mitteln:

ca. 130.000 Euro

Eigenmittel der Stadt:

ca. 32.000 Euro

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