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https://www.dresden.de/de/stadtraum/planen/stadtentwicklung/stadterneuerung/efre/johannstadt/efre-gebiet-johannstadt_Besucherzentrum-Trinitatisfriedhof.php 07.08.2020 10:57:06 Uhr 15.08.2020 18:25:37 Uhr

Besucherzentrum Trinitatisfriedhof

Verbesserung des kulturhistorischen Angebots

Handlungsfeld Umwelt

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Im Bild ist das Luftbild von Südost mit Tinitatiskirche und gelb umrahmt der Aufbahrungshalle zu sehen.
Luftbild von Südost mit Tinitatiskirche und gelb umrahmt der Aufbahrungshalle
Im Bild ist das Luftbild vom Trinitatisfriedhof und Neuen Jüdischen Friedhof im Hintergrund zu sehen.
Luftbild von Trinitatisfriedhof und Neuen Jüdischen Friedhof im Hintergrund
Im Bild ist die Vorderansicht der Aufbahrungshalle zu sehen.
Vorderansicht der Aufbahrungshalle
Im Bild ist die Gebäuderückseite der Aufbahrungshalle mit ´Grabmal von Carus, im Hintergrund Trinitatiskirche, zu sehen.
Gebäuderückseite der Aufbahrungshalle mit Grabmal von Carus, im Hintergrund Trinitatiskirche

Der Trinitatisfriedhof nimmt stadtgeschichtlich und kulturhistorisch eine Sonderstellung ein. Die Besonderheit der - nach den Napoleonischen Kriegen des Jahres 1813 begonnen - Planung liegt in der Gestaltung nach künstlerischen Gesichtspunkten in naturnaher Umgebung und demonstriert damit den Wandel vom Kirchhof zum Friedhof. Der Trinitatisfriedhof spiegelt wie kaum ein anderer die bürgerliche Lebenskultur Dresdens im 19. Jahrhundert beispielhaft wider. 

Die historische Anlage zeigt sich heute als gewachsene Einheit aus künstlerischer Gestaltung von hohem kulturellen Wert und einer Vielzahl individuell gestalteter Grabmale und Denkmale. Bedeutende Persönlichkeiten wie Caspar David Friedrich und Ernst Rietschel ruhen auf dem Trinitatisfriedhof und sind Anziehungspunkte für Besucher. Als bedeutende Kultur- und Gartendenkmale Dresdens bilden der Trinitatisfriedhof und der direkt anschließende Neue Jüdische Friedhof die größte Grün- und Freifläche der Stadtteil Johannstadt Nord und Süd. 

Die Friedhofsanlage wird sowohl von Dresdnern als auch von Touristen gleichermaßen rege frequentiert. Die Besucher erleben den Friedhof vor allem selbstständig oder im Rahmen von Führungen und öffentlichen Veranstaltungen. Neben regelmäßigen Führungen werden u.a. historische Führungen, Themenführungen, Sonderveranstaltungen, Aktionen zum Tag des Offenen Denkmals und zum Tag des offenen Friedhofs angeboten. Der Trinitatisfriedhof befindet sich im Eigentum des Ärars des Elias-, Trinitatis- und Johannisfriedhofes zu Dresden. Die Verwaltung der baulichen Anlagen obliegt dem Friedhofsvorstand des Elias-, Trinitatis- und Johannisfriedhofs. 

Aktuelle Informationen zu Veranstaltungen sind im Internetauftritt der Verwaltung des Elias,- Trinitatis und Johannisfriedhofes unter johannisfriedhof-dresden.de/veranstaltung/trinitatisfriedhof zu finden.

Projekt 

Am Haupteingang zum Trinitatisfriedhof befinden sich zwei spiegelgleich gestaltete Verwaltungsgebäude. Es handelt sich um das Aufbahrungsgebäude und die Feierhalle. Als einstige Totengräberhäuser hatten die Gebäude die Funktionen als Leichenhaus und Unterkunftshaus inne. Das Aufbahrungsgebäude wird seit vielen Jahren in seiner ursprünglichen Funktion als Aufbahrungsort für Verstorbene kaum noch nachgefragt. Zunehmend werden andere Verabschiedungsformen gewünscht. 

Mit der aktuellen Innenaufteilung bestehend aus mehreren kleinen Räumen kann das Gebäude keine andere Funktion übernehmen. Des Weiteren sind die in einem Gebäudeteil befindlichen Sanitäranlagen für Besucher des Friedhofs nicht barrierefrei und in einem schlechten baulichen Zustand. 

Räume, die ein witterungsgeschütztes Informieren über die Geschichte und die bestatteten Persönlichkeiten sowie ein Verweilen vor und nach Veranstaltungen ermöglichen, stehen nicht zur Verfügung.  

Die Maßnahme beinhaltet im Zuge der notwendigen Sanierung die sensible Umgestaltung der historischen Aufbahrungshalle in ein öffentliches und kostenfreies Besucherzentrum. Mit dem Umbau wird eine neue nachhaltige und bedarfsorientierte Nutzung ermöglicht, angepasst an den sich wandelnden Bedarf. Zeitgemäße und barrierefreie sanitäre Anlagen sind dabei Voraussetzung für die angemessene Durchführung von Veranstaltungen und eine Bereicherung für alle Besucher des Friedhofes. 

Mit der Umnutzung des Gebäudes entsteht eine kulturelle Einrichtung, die sich bestens in die vorhandene historisch wertvolle und städtebauliche prägende Struktur des Trinitatisfriedhofs eingliedert und diese bereichert.

Ziele  

Mit der neuen Nutzung als Besucherzentrum wird das kulturtouristische Potenzial des Trinitatisfriedhofs einer größeren Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Entwicklung dieser kulturellen Einrichtung ermöglicht die Erhöhung der Besucherzahlen der gesamten historisch bedeutsamen Anlage. Die damit verbundene Verbesserung des kulturtouristischen Angebots im Stadtquartier liefert einen Beitrag zur Steigerung der Attraktivität für Touristen und der Identifikation bei den Einheimischen mit ihrem Stadtteil. 

Zielsetzungen dieser Maßnahme sind u.a.:

  • Etablierung des Kulturtourismus im Fördergebiet als Beitrag zur Stärkung des wirtschaftlichen Potentials und zum Abbau vorhandener Benachteiligungen im Gebiet
  • Steigerung der Besucherzahlen
  • Erschließung neuer Besuchergruppen durch die Ausweitung der Nutzungsmöglichkeiten
  • Substanzerhaltung und –sicherung des kulturhistorisch wertvollen Gebäudes als prägendes Einzelgebäudes
  • Modernisierung der Sanitäranlagen, Herstellung von Barrierefreiheit
  • die bedarfs- und denkmalgerechte Anpassung des Innenraums

Bei der EFRE-Förderung des Trinitatisfriedhofs werden über das Handlungsfeld hinaus u.a. auch städtebaulich und soziale Ziele verfolgt. Zu diesen zählen z.B.:

  • Verstärkte Eingliederung des Friedhofs ins städtebauliche Umfeld
  • Gedankliche Verankerung des Friedhofs bei Besuchern und Bewohnern des Stadtteils
  • Stärkung der Außenwirkung des Friedhofsgebäudes, Identitätsstiftung

Steckbrief

Projekt:

Besucherzentrum Trinitatisfriedhof EFRE Stadtteilentwicklungsprojekt Dresden Johannstadt/Pirnaische Vorstadt im Handlungsfeld „Umwelt“

Vorhabensträger:

Landeshauptstadt Dresden

Förderzeitraum:

Dezember 2018 - Juni 2020 

Kostenrahmen:

ca. 357.000 Euro
(davon: 80% Fördermittel, 10% Eigenmittel Friedhof, 10% Eigenmittel der Stadt) 

Förderung mit EFRE-Mitteln:

ca. 287.000 Euro

Eigenmittel Friedhof:

ca. 35.000 Euro

Eigenmittel der Stadt:

ca. 35.000 Euro

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