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https://www.dresden.de/de/stadtraum/planen/stadtentwicklung/stadterneuerung/efre/esf-gebiet-dresden-nord.php 27.05.2019 07:48:53 Uhr 21.10.2019 11:37:39 Uhr

ESF-Gebiet Dresden-Nord

Kurzbeschreibung des Gebietes

Im Bild ist die Gebietskarte zu sehen.

Das Programmgebiet „Dresden‐Nord“ erstreckt sich nördlich der Elbe und reicht nahezu bis an die Ausläufer der Dresdner Heide. Es wird im Osten begrenzt durch die Bahntrasse in Richtung Dresden‐Klotzsche, im Südwesten zunächst durch die Leipziger Straße und im weiteren Verlauf durch die Elbe. Im Nordwesten stellen die Kleingartenanlagen am Sachsenbad den Abschluss dar. Im Nordosten bilden der St. Pauli Friedhof und der Hechtpark den Abschluss (Straßenliste zur Gebietsabgrenzung). Die Gebietskulisse „Dresden‐Nord“ umfasst einen Großteil der Gründerzeitbereiche, welche sich nördlich der Elbe und westlich der Bahnstrecke nach Dresden‐Klotzsche befinden. Sie umfasst Teile des Stadtteils Pieschen, der Leipziger Vorstadt einschließlich des Hechtviertels. 

Das Gebiet hat eine Größe von 523 Hektar und 30.670 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 2014). 

Das ESF-Gebiet Dresden‐Nord beinhaltet Stadtquartiere, welche bis 1990 stark vernachlässigt wurden und in den vergangenen Jahren bzw. vergangenen zwei Jahrzehnten in den Fokus der Stadterneuerung gerückt sind. Auf Grund der verhältnismäßig geringen Mieten haben sich in der Vergangenheit insbesondere Einkommensschwache und sozial Benachteiligte in diesen Stadtteilen niedergelassen. Es handelt sich dabei vorwiegend um Familien mit mehreren Kindern sowie jüngere Bevölkerungsgruppen zum Beispiel Studierende. In Folge dieser Entwicklung weisen die Sozialdaten im Gebiet erhöhte Defizitwerte auf. In einzelnen Quartieren des Gebietes erreicht der Anteil an SGB II‐Empfängerinnen und Empfängern sogar Werte, die zum Teil doppelt so hoch sind wie der gesamtstädtische Durchschnitt. Zum Beispiel sind über 24 Prozent der Kinder (0-14 Jährige) auf Leistungen nach SGB II angewiesen (gesamtstädtischer Durchschnitt 17,2 Prozent). 

Von Oktober 2015 bis Juni 2016 wurde das Projektgebiet umfassend analysiert und das Ergebnis im Gebietsbezogenen Integrierten Handlungskonzept (GIHK) festgehalten. 

Der Fokus lag vor allem auf der Sozialanalyse, deren Ergebnisse hier mittels der Kurzcharakteristik angerissen werden: 

  • überdurchschnittlich hoher Anteil an SGB II Leistungsempfängerinnen und ‐empfängern
  • räumlich sehr unterschiedliche Verteilung der sozial Bedürftigen
  • zum Teil hohe Bildungsqualifikation, welche jedoch nicht gleichermaßen über das gesamte Gebiet verteilt sind
  • Segregationsansätze bzgl. der Konzentration einkommensschwacher Personen für die Teilgebiete Pieschen‐Süd sowie Leipziger Vorstadt und bei der Konzentration von Menschen mit Migrationshintergrund für das Teilgebiet Hechtviertel

Weiterführende Informationen zum Handlungskonzept finden Sie unter folgendem Link:

GIHK Dresden-Nord zum Herunterladen (ohne Anlagen)

Hinweis: Die Beschreibung von „geplanten ESF-Maßnahmen“ im GIHK bedeutet keine Gewähr für deren tatsächliche Umsetzung, da jede einzelne Maßnahme einer separaten Beantragung und Bewilligung bedarf. 

Im GIHK sind in Zusammenarbeit mit lokalen Trägern, Vereinen, Akteuren und den Fachämtern der Stadt Dresden zahlreiche Projekte zur Umsetzung des Handlungskonzeptes entwickelt worden. 

Mithilfe des Europäischen Sozialfonds (ESF) sollen niedrigschwellige Projekte zur Förderung von Bildung, Beschäftigungsfähigkeit und sozialer Eingliederung in dem sozial benachteiligten Stadtgebiet Dresden-Nord initiiert werden. Über alle aktuellen Projekte wird auf den nächsten Seiten informiert.

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