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https://www.dresden.de/de/stadtraum/planen/stadtentwicklung/stadterneuerung/efre/esf-gebiet-dresden-Johannstadt.php 27.05.2019 07:56:56 Uhr 06.12.2019 06:49:52 Uhr

ESF-Gebiet Dresden-Johannstadt

Kurzbeschreibung des Gebietes

Im Bild ist die Gebietskarte zu sehen.

Das Gebiet „Dresden‐Johannstadt“ bildet eines der größten und am dichtesten bevölkerten Wohngebiete der Landeshauptstadt Dresden.

Das Gebiet Dresden‐Johannstadt befindet sich östlich des Stadtzentrums zwischen Elbe und Großen Garten. Die Gebietsgrenze im Osten liegt zwischen dem Thomas‐Müntzer‐Platz, dem Trinitatisfriedhof und dem Neuen Jüdischen Friedhof sowie der Fetscherstraße. Im Süden bilden der Große Garten und die Grunaer Straße die Grenze. Die St.‐Petersburger‐Straße begrenzt das Gebiet im Westen, während im Norden das Käthe‐Kollwitz‐Ufer den Abschluss bildet (Straßenliste zur Gebietsabgrenzung). Die Gebietskulisse umfasst Bereiche der Stadtteile Pirnaische Vorstadt, Johannstadt-Nord und Johannstadt-Süd.

Das Gebiet hat eine Größe von 234 Hektar und 23.151 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 2014).

Das Gebiet Dresden-Johannstadt ist überwiegend von industriell gefertigten Wohngebäuden (Plattenbauten) geprägt.
Gemeinsam mit angrenzenden Wohngebieten aus den 1950er und 1960er Jahren hat sich hier aufgrund der städtebaulichen, wiirtschaftlichen und sozialen Problemkonzentrationen ein Schwerpunkt der Stadterneuerung in der Landeshauptstadt Dresden herausgebildet. Die bauliche und stadtstrukturelle Benachteiligung der Johannstadt und der Pirnaischen Vorstadt spiegelt sich deutlich in der Sozialstruktur wieder. So erhalten 18,8 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner Leistungen nach SGB II (Stand 2014). Der gesamtstädtische Durchschnitt liegt mit 11,2 Prozent deutlich darunter. Noch stärker wird die prekäre Situation bei dem Anteil an SGB II‐Empfängerinnen und Empfängern im Alter von 0 bis 14 Jahren deutlich. Mit 34,7 Prozent liegt der Wert weit über den 17,2 Prozent der Landeshauptstadt Dresden.

Von Oktober 2015 bis Juni 2016 wurde das Projektgebiet umfassend analysiert und als Ergebnis im Gebietsbezogenen Integrierten Handlungskonzept (GIHK) festgehalten. 

Der Fokus lag vor allem auf der Sozialanalyse, deren Ergebnisse hier mittels der Kurzcharakteristik angerissen werden:

  • deutlich erhöhter Anteil an SGB II‐Empfängerinnen und Empfängern sowie Kindern, die auf Leistungen nach SGB II angewiesen sind
  • deutliche Segregation von sozial Benachteiligten im Gebiet
  • lange Tradition im Umgang und der Integration von Asylsuchenden
  • enorme Anzahl und Vielfalt an Bildungseinrichtungen

Weiterführende Informationen zum Handlungskonzept finden sie unter folgendem Link:

GIHK Dresden-Johannstadt zum Herunterladen (ohne Anlagen)

Hinweis: Die Beschreibung von „geplanten ESF-Maßnahmen“ im GIHK bedeutet keine Gewähr für deren tatsächliche Umsetzung, da jede einzelne Maßnahme einer separaten Beantragung und Bewilligung bedarf.

Im GIHK sind in Zusammenarbeit mit lokalen Trägern, Vereinen, Akteuren und den Fachämtern der Stadt Dresden zahlreiche Projekte zur Umsetzung des Handlungskonzeptes entwickelt worden. 

Mithilfe des Europäischen Sozialfonds (ESF) sollen niedrigschwellige Projekte zur Förderung von Bildung, Beschäftigungsfähigkeit und sozialer Eingliederung in dem sozial benachteiligten Stadtgebiet Dresden-Johannstadt initiiert werden. Über alle aktuellen Projekte wird auf den nächsten Seiten informiert. 

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