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https://www.dresden.de/de/stadtraum/planen/stadtentwicklung/aktuelle-buergerbeteiligungen/ehemalige-stephanienstrasse.php 14.02.2022 10:49:02 Uhr 24.05.2022 09:07:55 Uhr
Luftbild der nördlichen Johannstadt mit der ehemaligen Stephanienstraße
© Gerhard Otto, Luftbildvertrieb Niederwillingen

Herstellung und Gestaltung der ehemaligen Stephanienstraße

Hintergrund

Die Herstellung und Gestaltung der ehemaligen Stephanienstraße (nach Fertigstellung Lili-Elbe-Straße) ist eine Maßnahme des Integrierten Entwicklungskonzepts gemäß § 171 e BauGB als fortgeschriebenes Feinkonzept für das Fördergebiet „Nördliche Johannstadt", welches der Stadtrat in seiner Sitzung am 1. Juni 2017 beschlossen hat.

Die Entwicklung des brachgefallenen Stadtraumes zwischen dem Bereich des ehemaligen Plattenwerks und dem Wohnungsstandort Hopfgartenstraße stellt einen weiteren Schwerpunkt der Gebietsentwicklung dar. Mit der infrastrukturellen Aufwertung im Verlauf der ehemaligen Stephanienstraße soll unter anderem die Verbindung zwischen dem Zentrum des Gebietes „Nördliche Johannstadt“ und dem Stadtteil Johannstadt-Süd verbessert werden.

Die künftige Verkehrsfläche liegt im Geltungsbereich des Bebauungsplanes Nr. 295, Dresden-Altstadt II Nr. 11 Gerokstraße (Satzung der Landeshauptstadt Dresden vom 18. März 2005). Dieser beinhaltet Festlegungen zur zukünftigen Entwicklung der Brachfläche des ehemaligen Plattenwerkes Johannstadt und zur Verbesserung der straßenseitigen Anbindung des Gebietes „Nördliche Johannstadt“ nach Süden.

Mit der Gestaltung der ehemaligen Stephanienstraße wird eine wichtige und direkte Verbindung von der südlichen Johannstadt in Richtung Elbe geschaffen und die Situation für Fuß- und Radverkehr durch barrierefreie Geh- und Radwege enorm verbessert. Im Radverkehrskonzept der Landeshauptstadt Dresden ist die Strecke als Hauptradroute IR III ausgewiesen und gilt somit als wichtige Verbindung zwischen Stadtbereichen mit besonders hoher Wohn- oder Arbeitsplatzdichte.

Die Vorplanung wurde am 11. September 2019 vom Stadtbezirksbeirat Altstadt bestätigt.

Ergebnisse der Bürgerbeteiligung zur Gestaltung der Freifläche

Für den Teilbereich zwischen Hopfgartenstraße und Pfeifferhansstraße sammelte die Landeshauptstadt Dresden im Rahmen einer Bürgerbeteiligung im Herbst 2020 Vorschläge für die Gestaltung von Spiel- und Sportangeboten, Aufenthaltsmöglichkeiten, Grünanlagen oder Kunst- und Kreativangeboten. Insgesamt wurden knapp 500 konkrete Vorschläge und Ideen eingebracht. Besonders häufig genannt war der Wunsch nach Sitzgelegenheiten, Fitnessgeräten, Tischtennisplatten, Mülleimern, Springbrunnen, Wasserspielen aber auch die Möglichkeit zum "Urban Gardening" (deutsch: Stadtgärtnern). Vielen Befragten waren darüber hinaus Bäume als Sonnen-, Regen- und Windschutz wichtig.

Detaillierte Informationen zu den Ergebnissen der Beteiligung finden Sie in der Dokumentation zur Bürgerbeteiligung zur ehemaligen Stephanienstraße (2020).

Die Planung wurde im September 2021 abgeschlossen. Das Bauvorhaben gliedert sich in drei Abschnitte.

Abschnitt 1: Erstmalige Erschließung der ehemaligen Stephanienstraße zwischen Gerokstraße und Pfeifferhannsstraße

Teilabschnitte A 1.1 und A 1.2:

Diese beiden Teilabschnitte werden als Anliegerstraße ausgebaut. Dem Gestaltungsprinzip des Bebauungsplanes Nr. 295, Dresden Altstadt II Nr. 11, Gerokstraße folgend, wird die Straße im Querschnitt symmetrisch ausgebaut sein, d.h. es werden beidseitig breite Gehwege, großkronige Weißeschen mit ringsum bepflanzten Baumscheiben, öffentliche Beleuchtung, Pkw-Stellplätze und Fahrradbügel eingeordnet. Die Gehwege werden mit Betonpflaster und die 5,50 m breite Fahrbahn mit einer Asphaltdecke versehen.

Ein Teil des anfallenden Oberflächenwassers von den mit Ökopflaster befestigten Stellplätzen wird insbesondere bei Starkregen in die Baumscheiben entwässert.

Teilabschnitt A 1.3:

Dieser Teilabschnitt ist lediglich dem Fuß- und Radverkehr vorbehalten. Das Gestaltungsprinzip der Anliegerstraße wird mit beidseitig breiten Außenwegen, mittelgroßkronigen Eschen und öffentlicher Beleuchtung fortgesetzt. Der mittlere Bereich wird innerhalb der bestehenden Verkehrsfläche als Aufenthaltsfläche mit kleinen Sport- und Spielangeboten gestaltet. Eine Vielzahl an Sitzmöglichkeiten sowie Sträucher, z.B. Sommerflieder, Spiere, Schneeball oder Strauchrosen, Staudenpflanzungen in Gelb- und Blautönen und bodendeckende Gehölze laden zum Verweilen ein. Ein Sprudelbrunnen mit neun Bodendüsen bringt neben großen Bäumen, Sträuchern, Gehölzen und Stauden zusätzliche Abkühlung an heißen Sommertagen.

Ein Teil des anfallenden Regenwassers wird in die Pflanzflächen entwässert. Außerdem ist in diesem Teilabschnitt eine automatische Baumbewässerung vorgesehen. Hierfür dienen zwei miteinander verbundene, geschlossene Zisternen mit einem Fassungsvermögen von insgesamt 30 m³. Diese werden an ein neu zu verlegendes Baumbewässerungssystem angeschlossen.

Die zahlreichen Vorschläge und Ideen zur Gestaltung des Geh- und Radweges (Abschnitt A 1.3) wurden von den Fachämtern der Stadtverwaltung auf eine mögliche Umsetzung geprüft und bewertet. Die Übersicht „Abwägung der Ergebnisse der Bürgerbeteiligung“ zeigt, welche der eingebrachten Gestaltungsvorschläge in die Planung aufgenommen wurden und welche Ideen nicht bzw. nur teilweise zur Umsetzung kommen können.

In den Abschnitten A 1.1, A 1.2 und A 1.3 wird zur Sicherung des östlichen Gehweges ein Stützbauwerk auf einer Länge von 182 m erforderlich, da trotz intensiver Bemühungen der Landeshauptstadt Dresden keine Einigung auf eine günstigere Variante mit den anliegenden Eigentümern erzielt werden konnte. Die Ansichtshöhe der Stützwand variiert je nach Höhe des Geländesprunges zwischen 0,3 m und 1,20 m. Sie wird als Spundwand aus Baustahl-Leichtprofilen ausgeführt.

Abschnitt 2: Neuordnung und Sanierung der Pfeifferhannsstraße

Der symmetrische Straßenquerschnitt besteht auch in diesem Abschnitt aus beidseitig angelegten Gehwegen, großkronigen Weißeschen, Pkw-Stellplätzen und der mittig liegenden Fahrbahn. Die Fahrbahn wird mit Asphalt, die Gehwege mit beigefarbenem Betonpflaster befestigt. Für die Pkw-Stellplätze wird das aus der Fahrbahn ausgebaute Granitgroßpflaster wiederverwendet.

Abschnitt 3: Bushaltestelle Pfotenhauerstraße

Die Haltestelle wird an vorhandener Position barrierefrei grundhaft ausgebaut.

Baudurchführung

Die Baumaßnahmen beginnen am 16. Februar 2022 und werden voraussichtlich im Dezember 2022 abgeschlossen sein. Die erforderlichen Baumfällungen zur Baufeldfreimachung erfolgten im November 2021.

Die Baukosten für die Gesamtmaßnahme betragen rund 3,44 Mio. Euro. Für den Abschnitt 1 kommen rund 1,0 Mio. Euro Städtebaufördermittel zum Einsatz. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes. Für das Teilprojekt „Baumallee und Brunnen“ werden weitere Fördermittel in Höhe von 331.000 Euro aus dem Förderprogramm „Nachhaltig aus der Krise“ eingesetzt.

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