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https://www.dresden.de/de/stadtraum/planen/stadtentwicklung/Tag-der-Staedtebaufoerderung_2019.php 28.05.2019 07:07:55 Uhr 19.09.2019 22:24:22 Uhr

Tag der Städtebauförderung 2019

Tag der Städtebauförderung im fertiggestellten Entwicklungsgebiet Nickern

Liegestühle zum Tag der Städtebauförderung
Liegestühle zum Tag der Städtebauförderung

Den zu Beginn nassen Außenbedingungen zum Trotz herrschte am Ende des am 11. Mai von der Landeshauptstadt Dresden und der STESAD GmbH organisierten Tages der Städtebauförderung Zufriedenheit. Etwa 200 Besucher versammelten sich im Verlauf der Veranstaltung am Nachmittag auf dem an diesem Tag extra für ein Frühlingsfest gesperrten zentralen Platz in Nickern an der Ecke Heinz-Bongartz-Straße/Nickerner Weg. Weil das in den vergangenen 24 Jahren durch die STESAD im Auftrag des Stadtplanungsamtes entwickelte Wohngebiet nun fertiggestellt ist, entschied die Landeshauptstadt, die 5. Auflage des deutschlandweiten Tages der Städtebauförderung nach Nickern zu geben.

In relativ kurzer Zeit und in enger Abstimmung zwischen Stadtverwaltung und STESAD gelang es, viele lokale Akteure unentgeltlich für den Nachmittag zu gewinnen. So folgten dem Aufruf – trotz vieler dichter Wolken – der Gartenbaubetrieb Hauptmann, die ortsansässige Kita Krea(k)tiv, eine Kinderschminkerin, die Imkerin Kathrin Sobe, die Feuerwehr Lockwitz mit einer Wissensstraße und ihrer Jugendabteilung, der Sportverein SG Gebergrund Goppeln samt Torwand sowie die Betreiber einer Gulaschkanone. Auch das örtliche Café Tortuga hatte geöffnet. Aufgrund des Wetters musste zwar auf Zuckerwatte und Riesenseifenblasen verzichtet werden, dennoch gab es für die kleinen und großen Gäste viel zu erleben.

Im Mittelpunkt des Interesses stand dabei der überdachte Pavillon von Stadtplanungsamt und STESAD. In diesem gab es zahlreiche historische Bilder aus dem Entwicklungsgebiet zu bestaunen, lagen die druckfrischen Broschüren „Nickern - Leben zwischen Stadt und Land" sowie viel weiteres Informationsmaterial für die Besucher zum Mitnehmen parat, wovon diese reichlich Gebrauch machten. Zudem hatte die STESAD die an diesem Tag im Birkenhain enthüllten Stelen als Druckversion im Pavillon aufgehängt, um die Neugierde der Anwohner auf die vier Schautafeln unterhalb des ehemaligen Stabsgebäudes noch zu steigern.

Bei Wurst, Fischbrötchen, Erbsensuppe oder Kuchen von der Bäckerei Gehre aus Altnickern kamen interessierte Anwohner, Stadtplaner, Architekten, Offizielle und weitere Akteure ins Gespräch. Bis zum späten Nachmittag wurde so der ursprünglich erhoffte Volksfestcharakter erreicht, was sicher auch an den ersten Sonnenstrahlen gelegen hatte, die doch tatsächlich vereinzelt durch die Wolken drangen. Somit wurden die extra bestellten Liegestühle mit den Logos der Städtebauförderung zunehmend gerne genutzt.  

Noch in der verregneten Phase wurde der offizielle Teil des Tages kurz nach 14 Uhr gestartet. Begrüßt wurden die Bewohner durch den Amtsleiter des Stadtplanungsamtes Stefan Szuggat, den Stadtbezirksamtsleiter Jörg Lämmerhirt und den STESAD-Geschäftsführer Axel Walther. Letzterer betonte in seiner Rede den Stolz auf die in den letzten 24 Jahren auf der ehemaligen Militärbrache erreichte Entwicklung. Immerhin habe das Gebiet die STESAD während ihrer gesamten Unternehmensgeschichte beschäftigt. „Es sind 57 Hektar Fläche entwickelt worden. Das ist etwa so groß wie der Stadtteil Pieschen", erläuterte Walther die Dimension des ehrgeizigen Unterfangens. Es seien im Verlauf der Jahre viele Problemfelder aufgetaucht, die es zu lösen galt. So habe man in den ersten beiden Jahren der 1995 gestarteten Umstrukturierung ausschließlich mit Abbruch- und Beräumungsmaßnahmen zu tun gehabt. In Nickern sei über die Jahre ein sehr lebenswerter, grüner und wunderschöner Lebensraum entstanden, wo heute 2 000 Menschen wohnhaft sind.  

Stadtplanungsamtschef Szuggat dankte den Besuchern für ihr Kommen und erinnerte an die Pressekonferenz im Dresdner Rathaus am Vortrag des Frühlingsfestes. Darin hatten Dresdens Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontaine, Sachgebietsleiter Thomas Pieper aus dem Stadtplanungsamt, STESAD-Chef Axel Walther und STESAD-Abteilungsleiter Markus Kluge auf das Geschaffte zurückgeblickt. Hierbei betonte auch Stefan Szuggat, dass eine „Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme“ nach Baugesetzbuch in Dresden nur einmal genutzt wurde - nämlich in Nickern. Es sei eine alles andere als gewöhnliche Aufgabe gewesen, zumal nach 1994 die Nachfrage nach Wohnungen – anders als heute – relativ gering war.

Das Frühlingsfest zum Tag der Städtebauförderung besuchten neben vielen Häuserbauern aus dem Gebiet auch ehemalige Mitarbeiter der STESAD. So freute sich STESAD-Abteilungsleiter Markus Kluge über ein Wiedersehen mit seinem einstigen Vorgänger Carsten Henkel. Dieser war extra aus Senftenberg angereist, wo er heute als Chef der Bauverwaltung tätig ist.

Insgesamt schätzten Gäste und Initiatoren die Veranstaltung als positiv ein. Jeder Mitwirkende dürfte durch das im Tagesverlauf gestiegene Interesse der Nickerner sein Kommen nicht bereut haben.

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