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https://www.dresden.de/de/stadtraum/planen/hochbau/abgeschlossen/07/romain_rolland_gymnasium.php 06.05.2015 12:48:58 Uhr 19.06.2019 04:13:10 Uhr

Umbau und Erweiterung des Romain-Rolland-Gymnasiums

Bauvorhaben

Umbau und Erweiterung des Romain-Rolland-Gymnasiums mit Erweiterungsbauten als 4-zügiges Gymnasium sowie Neubau einer Zweifeldsporthalle und Außenanlagen
Weintraubenstr. 3 in 01099 Dresden

Bauherr

Landeshauptstadt Dresden

Schulverwaltungsamt

Bauzeit

  • Planung: Aug. 2005 bis Jan. 2009
  • Ausschreibung/Vergabe: Febr. 2009 bis Dez. 2009
  • Durchführung: Juli 2009 bis Juli 2011  

Baukosten (brutto)

  • Gesamtsumme: ca. 21.000.000 EUR

davon Fördermittel:  

  • Freistaat Sachsen:   2.181.755,00 EUR
  • Europäische Union:   7.118.865,60 EUR
  • Gesamtsumme:        9.300.620,60 EUR

Diese Maßnahme wird mit Zuwendungen des Freistaates Sachsen sowie aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt.

Baubeschreibung          

Das Romain Rolland Gymnasium als bisher 3-zügiges Gymnasium mit sprachlichem und vertieft sprachlichem Profil mit einem Schulteil am Oberen Kreuzweg erfuhr durch sein spezifisches Bildungsangebot starken Schülerzulauf aus dem gesamten Dresdner Stadtgebiet. Das Abendgymnasium in zentraler Stadtlage bietet Erwachsenen die Möglichkeit, die allgemeine Hochschulreife zu erwerben. Für das Abendgymnasium stehen die Klassen- und Fachräume des Gymnasiums ab 17:00 Uhr zur gemeinsamen Nutzung zur Verfügung. Das von Stadtbaurat Hans Erlwein entworfene und im Jahr 1915 eingeweihte Gebäude bot in seiner bisherigen Form nicht die notwendigen Kapazitäten zur Führung eines 4-zügigen Gymnasiums und des Abendgymnasiums. Der bauliche Zustand des denkmalgeschützten Altbaus bedurfte ebenso umfassender Instandsetzungsmaßnahmen. 

Das Vorhaben bestand aus insgesamt 7 Teilobjekten, davon 5 Gebäuden, die auf den Grundstücken Weintraubenstraße 3 und Diakonissenweg angeordnet sind und wie folgt unterschieden werden:

Teilobjekt 1: Neubau Gebäuderiegel Carusufer (Haupteingang, Fachkabinette)                         
Teilobjekt 2:

Neubau Zweifeldsporthalle

Teilobjekt 3: Bestandsgebäude Denkmalgeschützter Altbau (Erlweinbau) mit Klassen- und Verwaltungsräumen
Teilobjekt 4: Neubau Gebäuderiegel Melanchthonstraße
Teilobjekt 5:

Freianlagen Weintraubenstr. 3  

Teilobjekt 6: Neubau Funktionsgebäude (Sportfreianlagen)
Teilobjekt 7:  Sportfreianlage Diakonissenweg

Auf dem Grundstück Weintraubenstraße 3 wurden im Umfeld des bestehenden 5-geschossigen Schulgebäudes drei neue Gebäudeteile errichtet. Im Anschluss an das Bestandsgebäude wurde in die vorhandene Baulücke Melanchthonstraße ein 4-geschossiger, im Erdgeschoss aufgeständerter Gebäuderiegel (Teilobjekt 4) eingefügt, der die ehemalige Kontur des Straßenverlaufs wiederherstellt. Darin wurden die zusätzlichen Klassenräume in direktem Bezug zum Altbau durch die Verbindung auf allen Geschossen untergebracht. Im Bereich des aufgeständerten Erdgeschosses wird die Fläche als überdachte Pausenfläche genutzt.

Im angrenzenden südlichen Teil des Grundstücks mit Bezug zum Carusufer wurde ein weiterer Neubaukörper (Teilobjekt 1) angefügt. Darin befinden sich die öffentlichen Bereiche, wie Foyer, Pausenhalle, Speiseraum, im größtenteils verglasten Erdgeschoss. Darüber wurden in zwei Geschossen die Fachkabinette Biologie, Chemie, Physik eingeordnet. Die Einordnung im Neubau ermöglichte eine bestmögliche Flexibilität der Nutzung.

Der denkmalgeschützte Altbau wurde somit nicht durch aufwändige technische Einbauten (wie Lüftungsanlagen für Chemiekabinette) beeinträchtigt. Im Bestandsgebäude (Teilobjekt 3) befinden sich im Wesentlichen die Kurs- und Verwaltungsräume sowie Aula und Bibliothek.

Dem Teilobjekt 1 zugeordnet befindet sich heute an der Weintraubenstraße die Zweifeldsporthalle (Teilobjekt 2). Die notwendigen Nebenräume unterlagern hierbei das Teilobjekt 1. Die Höheneinordnung der Sporthalle mit Bezug zum Untergeschoss der Teilobjekte 1 und 3 sowie die Zuordnung der Nebenräume zur Schule hin ermöglichen die optimale funktionale Verbindung und die städtebaulich bestmögliche Ensemblebildung im Bezug zum Einzeldenkmal Bestandsgebäude. Die Anforderungen an den Raumbedarf wurden gemäß Musterraumprogramm erfüllt.

Das Schulgrundstück ist dreiseitig, d.h. von der Weintraubenstraße, der Melanchthonstraße und dem Carusufer, zugängig gemacht. Die Einordnung des neuen Haupteingangs der Schule im Teilobjekt 1, in der Achse des Eingangsfoyers und des künftigen Hauptzuganges an der Weintraubenstraße, ermöglicht nunmehr einen barrierefreien Zugang zu allen Gebäudeteilen. Hierzu wurde die Freifläche zwischen den Bauteilen entsprechend modelliert. Im Altbau wurde ein rollstuhlgerechter Aufzug eingeordnet.

Da die geplanten Erweiterungen auf dem zur Verfügung stehenden Grundstück bereits ein Optimum darstellten, wurden die Sportfreiflächen als Teilobjekt 7 auf dem Grundstück Diakonissenweg hergestellt. Dafür wurd der vorhandene und baulich dringend erneuerungsbedürftige Sportplatz der 4. Grundschule als Allwetterplatz, d.h. mit einem Polyurethan-Belag, ausgebildet. Das Kleinspielfeld ist für gängige Mannschaftsballsportarten geeignet. Der Sportplatz wurde durch eine 75 m-Laufbahn sowie eine Kugelstoß- und Weitsprunganlage ergänzt. Da das frühere Umkleidegebäude weder den baulichen/ hygienischen noch den funktionellen Anforderungen entsprach, wurde es durch ein neues Funktionsgebäude (Teilobjekt 6) ersetzt. Die Nutzung der Sportfreianlage erfolgt gemeinsam mit der 4. Grundschule.

Die tragenden Außenwände der Neubauten wurden in Stahlbeton mit hinterlüfteter Vorhangfassade und mineralischer Dämmung errichtet. Die Fassaden der Sporthalle sind zudem mit einer umlaufenden, den Geländeverlauf aufnehmenden Verglasung betont. Für die Neubauten wurde der Einsatz moderner, aber robuster und dauerhafter Materialien vorgesehen.

Da es sich beim bestehenden Altbau in seiner Art und Prägnanz um eines der wenigen vollständig verbliebenen Gebäude Erlweins im Stadtgebiet Dresden handelt, wurden insbesondere an die Fassade sowie Aula und Flure hohe denkmalpflegerische Anforderungen gestellt. Dazu zählen u.a. die Farbgestaltung entsprechend der restauratorischen Befunderkundung und die Erhaltung bestandshistorischer Bauteile, wie Saalfenster, -beleuchtungskörper, Trinkbrunnen.

Beteiligte Planungsbüros 

Gebäude-/ Freianlagenplanung:  ARGE Junk & Reich / Hartmann + Helm, Weimar

Tragwerksplanung:  Staupendahl & Partner GmbH, Dresden

Techn. Ausrüstungen:  Scholze Ingenieurgesellschaft mbH, Dresden

Baugrundgutachter:  Baugrund Dresden Ing. gesellsch. mbH, Dresden

Ingenieurbauwerke:  ARGE Junk & Reich / Hartmann + Helm, Weimar

Bauphysik: IB Schallschutz/ Consulting Dr. Fürst, Dresden

Brandschutzkonzept : IB Arnhold & Müllenberg, Weimar

Restaur. Befundunters. :  Restauratoren ARGE A. Mai/ U. Sommer/ M.Gruner, Dresden

Denkmalpfl. Zielstellung:  Arch. Anke Indra, Gießen

Vermessung:  Vermessungsbüro Henschke, Dresden

Projektsteuerung: Arcadis Deutschland GmbH, Dresden

Beteiligte Baufirmen

65 beteiligte Baufirmen 

Ansprechpartner

Landeshauptstadt Dresden
Hochbauamt
Projektleiterin:
Frau Heike Sick


Besucheranschrift

Lingnerallee 3
01069 Dresden


Telefon 0351-488 3841
Fax 0351-488 3805
E-Mail hsick@dresden.de


Postanschrift

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