Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de

https://www.dresden.de/de/stadtraum/planen/hochbau/abgeschlossen/07/c_028.php 28.05.2015 15:56:58 Uhr 19.06.2019 04:12:17 Uhr

Neubau einer Sporthalle für die 64. Mittelschule

Bauvorhaben

64. Mittelschule »Ersatzneubau Einfeldsporthalle«
Linzer Str.1 in 01279 Dresden

Bauzeit

  • Planung: von März 2005 bis November 2005
  • Ausschreibung/Vergabe: von November 2005 bis März 2006
  • Durchführung: von März 2006 bis August 2006

Grundsteinlegung am 21.03.2006 durch den OB
Feierliche Übergabe des Bauvorhabens durch Schulbürgermeister Winfried Lehmann an den Nutzer am 05.10.2006

Baukosten (brutto)

  • Planung: ca. 172.400 EUR
  • Durchführung: ca. 1.010.600 EUR
  • Gesamtsumme: ca. 1.183.000 EUR

(davon 70 % Fördermittel Bund/Freistaat und 30 % Eigenmittel)

Baulose

Erdarbeiten, Entwässerungskanalarbeiten, Rohbau, Zimmerarbeiten, Gerüstbauarbeiten, Dachdeckerund Klempnerarbeiten, Wärmedämmverbundsystem, Fliesen und Plattenarbeiten, Tischlerarbeiten,Malerarbeiten, Bodenbelagsarbeiten, Trockenbauarbeiten, Sportboden, Prallwände, Alu-GlasElemente, Freianlagen, Hochwasserschotte, HLS, ELT

Baubeschreibung

Die Sporthalle wurde hinsichtlich ihrer Architektur und Funktionalität klar und einfach in zwei Baukörper – Hallenteil (Einfeldhalle) und Anbau (Geräte- und Funktionsräume) – gegliedert.
Die Sporthalle entspricht den Forderungen für behindertengerechtes Bauen.
Für den Baukörper wurde eine massive Bauweise als Mischbauweise in Beton und Kalkstein gewählt, wobei die tragenden Außenwände aus monolithischen Stahlbetonwänden (Dreischichtplatten) mit außen liegendem Wärmedämmverbundsystem, die Innenwände aus Kalksandstein als Sichtmauerwerk hergestellt werden.
Als Dachkonstruktion sind Flachdächer mit einer Leimholztragkonstruktion vorgesehen. Die Dachhaut für das Hallendach besteht aus kerngedämmten Sandwichelementen mit unter- und oberseitig endbeschichtetem Metallblech. Für das Dach des Funktionsanbaues ist eine oberseitige Verschalung auf der Tragkonstruktion mittels OSB-Platten vorgesehen, die Dachfläche soll bekiest werden, um eine harte Bedachung entsprechend Brandschutz zu erreichen.
Das Bauvorhaben liegt im Überschwemmungsgebiet der Elbe, die Hochwasserlinie HQ 100 befindet sich ca. 1,05 m über Oberkante Fertigfußboden. Aus diesem Grunde musste eine effiziente Lösung zur Behandlung des Hochwasserschutzes gefunden werden. Die Ausbildung des gesamten Gebäudes bis in eine Höhe von 1,50 m wurde in Form einer sogenannten „Weißen Wanne“ aus wasserundurchlässigem Beton mit einer rissbegrenzenden Bewehrung vorgenommen.
Im Falle eines Hochwassers sind die Gebäudeöffnungen mittels mobiler Schotte zu verschließen. Somit wäre das Gebäudeinnere gegen das Eindringen des stark kontaminierten Wassers geschützt. Um von innen einen Gegendruck gegen den Wasserdruck und dem starken Auftrieb zu erzeugen, wird im Hochwasserfall die Halle mit sauberem Trinkwasser geflutet. Für alle Bauteile bzw. Baustoffe wurden Materialien gewählt, die abtrocknen bzw. austrocknen können.
Durch die Einordnung der Sporthalle auf dem Schulgelände entsteht ein Hofraum. Der Baumbestand wurde im Wesentlichen erhalten.
Die gesamte Medienversorgung erfolgt über das bestehende Schulgebäude.Zur Wassererwärmung und Beheizung kommt eine Solaranlage zum Einsatz.Das Schmutzwasser wird über eine neu zu errichtende separate Abwasserleitung zur Linzer Straße entwässert.
Für die Regenwasserentsorgung wird eine Versickerungsanlage gebaut.
Eine Gestaltung der Außenanlagen erfolgt nur für die Einbindung der Sporthalle in das Schulgelände, das heißt Schaffung der Zugängigkeit durch Anlegen von befestigten Flächen, Ergänzung des Zaunes, Neuansaat von Rasen.
Die Bauzeit der Halle betrug lediglich 5 Monate. So wurde das Bauvorhaben zwar im März 2006 begonnen; da der Winter 2006 jedoch sehr lange anhielt, kam es schon zu Baubeginn zu einem Bauverzug von 4 Wochen und die Arbeiten konnten erst im April beginnen. Der entstandene Bauverzug konnte jedoch mit größtem Engagement und Arrangement aller am Bau Beteiligten wieder aufgeholt werden. Somit konnte die Einfeldhalle pünktlich zum neuen Schuljahresbeginn übergeben werden.

Beteiligte Planungsbüros

  • Architektur: Ing. Büro Gerd Schmiedel, Dresden
  • Statik: Ing. Büro Michael Gerstmeyer, Dresden
  • HLS: Ing. Büro Körner, Dresden
  • ELT: Ing. Büro Friedrich, Dresden

Beteiligte Baufirmen

  • Erdarbeiten: Fa. Frauenrath GmbH, Bretnig
  • Rohbau: Fa. Swietelsky mbH, Meißen
  • Zimmerarbeiten: Fa. Moser, Hirschfeld
  • Gerüstbauarbeiten: Fa. Richter, Dresden
  • Dachdecker: Fa. Schüngel Metall System, Altenburg
  • Wärmedämmverbundsystem: Fa. Bauunternehmen Morgenrot GmbH, Großenhain
  • Fliesen- u. Plattenarbeiten: Fa. PFT-Bau Meissen GmbH, Meißen
  • Tischlerarbeiten: Fa. Bauelemente & Montagebetrieb Schneider, Priestewitz
  • Malerarbeiten: Fa. Wulf Mothes, Dohna
  • Trockenbauarbeiten: Fa. Plesch & Seidel GmbH, Klingenthal
  • Sportboden: Fa. Top-Sport GmbH, Rietberg
  • Prallwände: Fa. VHB Pfalzer & Vogt GmbH
  • Alu-Glas-Elemente: Fa. Metec GmbH, Schkopau
  • Freianlagen: Fa. Beiersdorfer GmbH, Lawalde
  • Hochwasserschotte: Fa. Max Aicher, Bischofswerda
  • Abdichtungsarbeiten: Fa. Haenes, Dresden
  • Elektro: Fa. Hantzsche GmbH
  • Heizung/Sanitär: Fa. Lehmann, Bad Gottleuba

Ansprechpartner

Landeshauptstadt Dresden
Hochbauamt
Projektleiter
Torsten Pfeil


Telefon 0351-488 3868
E-Mail TPfeil@Dresden.de


Postanschrift

Postfach 120020
01001 Dresden

Drucken

Partner