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https://www.dresden.de/de/stadtraum/planen/hochbau/abgeschlossen/07/c_01.php 28.05.2015 15:56:54 Uhr 20.06.2019 22:26:27 Uhr

Umbau und Sanierung BSZ Bau und Technik I

Bauvorhaben

Umbau und Sanierung
Berufliches Schulzentrum Bau und Technik I
Güntzstr. 3
01069 Dresden

Baubeschreibung

Bestand

Das Gebäude des Beruflichen Schulzentrums für Bau und Technik wurde 1953 in Massivbauweise errichtet und stellte somit eines der ersten Schulneubauten in Dresden nach dem 2. Weltkrieg dar. Das Schulgebäude wird als Einzeldenkmal in der Denkmalschutzliste des Landes Sachsen geführt. Denkmalgeschützt ist die Fassade als auch die Innenraumgestaltung. Nach 50 Jahren Nutzung war das Gebäude sowie die haustechnischen Anlagen in einem stark sanierungsbedürftigem Zustand.

Aufgabenstellung

Die Aufgabenstellung lautete das Schulgebäude umfassend instandzusetzen und zu modernisieren unter der besonderen Berücksichtigung der denkmal-pflegerischen Forderungen.
Für die zukünftige Nutzung des Gebäudes als Berufsschule, Berufliches Gymnasium und Fachoberschule für den Bereich Bau und Technik mit ca. 800 Schülern waren die raumprogrammatischen Anforderungen zu realisieren.
Die Entwicklung von optimierten Sanierungsstrategien zur Sicherstellung eines kostenbewussten Sanierungserfolges.

Realisation

Um den erforderlichen Raumbedarf für den Schulbetrieb sicherzustellen wurden im Wesentlichen die Ausweitung des Werkstattbereiches im KG, der Aufbau von Computerkabinetten in den Geschossen EG bis 3.OG und die Neustrukturierung sämtlicher Sanitärräume erforderlich.
Sämtliche Haustechnischen Einrichtungen und Anlagen wurden modernisiert. Brandschutz - und Sicherheitstechnik des Gebäudes wurden gemäß den gesetzlichen Anforderungen umgesetzt.
Es erfolgte die komplexe Sanierung und Instandsetzung des Gebäudes, bei maximalem Erhalt funktionstüchtiger Ausbauten.

Denkmalpflege

Um die denkmalpflegerischen Forderungen nach weitgehendem Erhalt der Fassaden und des innenräumlichen Ausbaues zu gewährleisten, erfolgten dezidierte Abstimmungen mit dem Landesamt für Denkmalpflege.
Die Fassade mit dem Spruchbandrelief wurde instandgesetzt und in zurückhaltendem und in Annäherung an das ursprüngliche Erscheinungsbild der Schule angepasstem Farbkonzept ausgeführt. Durch den Einbau von absturzsichernden Verglasungen in Fenstern konnten Geländeranlagen vermieden und der Erhalt der ursprünglichen Fassadenansichten realisiert werden. Für die Fenster der Südfassade wurde ein außenliegender Sonnenschutz behutsam integriert. Die Treppenanlagen aus Kunststein wurden erhalten und aufgearbeitet.
Sämtliche Holzinnentüren und Wandvitrinen wurden erhalten und aufgearbeitet. Neue Raumtüren, Brandschutztüren und raumbildenden Glasanlagen wurden entsprechend dem Erscheinungsbild des Bestandes nachgebildet oder angepasst.
Das ursprüngliche Beleuchtungskonzept der Foyerbereiche EG und 1. OG wurde anhand historischer Photographien mittels zeitgemäßer Technik wiederhergestellt.
Ein Klassenraum im 1.OG wurde nach dem Farb- und Materialkonzept der denkmalpflegerischen Erkundungen realisiert. Die Bestandskastenfenster und andere Ausbauten wurden hier erhalten.

Giftstoffsanierung

Im Rahmen der Sanierungsarbeiten erfolgte die Untersuchung der verbauten Dichtungspappen im Gebäude. Diese waren größtenteils auf Teerbasis und beinhalteten hochkonzentrierte PAK- Giftstoffe. Es erfolgte baubegleitend eine umfassende Giftstoffsanierung.

Architektur

Aus der architektonischen Grundhaltung der behutsamen Sanierung eines Einzeldenkmales, unter Berücksichtigung von kostenoptimierten Lösungen resultierte der sparsame Einsatz neuer und zeitgemäßer Ausbaumaterialen.
Das Farbkonzept folgt einer hellen und würdigen Gestaltung der öffentlichen Zonen. Die Unterrichtsräume strahlen eine freundliche und warme Atmosphäre aus.

Ausblick

Die nächste Etappe zur Entwicklung dieses Schulstandortes ist die Errichtung eines Verbindungsgebäudes zum benachbarten – dann ebenfalls sanierten Schulgebäude, Güntzstraße 5.

Termine

  • Planung: von 05/2001 bis 02/2002
  • Ausschreibung/Vergabe: von 04/2003 bis 10/2003
  • Durchführung: von 10/2003 bis 12/2004

Kosten (brutto)

  • Planung: 490.000 EUR
  • Durchführung: 2.760.000 EUR
  • Gesamtsumme: 3.250.000 EUR
  • davon Fördermittel EU: 2.200.000 EUR

Baulose6 Lose

Beteiligte Planungsbüros

  • Architekt: Dr. Klimes, Dresden
  • Architekt/Bauüberwachung: Freier Architekt, T.Renk, Dresden
  • Planung/Bauüberwachung Haustechnik: Büro DIH, Dresden
  • Sige-Koordination, Tiefbau, Statik: Büro Baucon, Dresden

Beteiligte Baufirmen

  • Bauhauptarbeiten: Saksonia-Prinz GmbH, Bärwalde
  • Außenanlagen/Tiefbau: Frauenrath Landschaftsbau GmbH, Bretnig
  • Gerüstbauarbeiten: Richter Gerüstbau, Dresden
  • Tischlerarbeiten: Tischlerei Waicsek, Berbisdorf
  • Trockenbauarbeiten: Gebrüder Mielke, Dresden
  • Fliesenarbeiten: Fa. Winkler, Dippoldiswalde
  • Bodenbelagsarbeiten: ORA GmbH, Dresden
  • Malerarbeiten: Malerbetrieb Hähnel, Dohna
  • Fassadenarbeiten: Dresdner Baugesellschaft, Dresden
  • Estricharbeiten: Lautenschlager + Kopp, Dresden
  • Dachdecker/-klempner: Fa. Kaiser, Nerchau
  • Schlosserarbeiten: Schlosserei Preißler, Dresden
  • Ausstattung: Fa. BZH, Büroausstattung, Halle
  • Heizung/Lüftung/Sanitär: Firma Müller GmbH, Frauenstein/Burkersdorf
  • Elektroinstallation: DUALIS GmbH, Schmiedeberg/OT Obercarsdorf
  • Schadstoffsanierung: Fa. SanTech, Chemnitz

Ansprechpartner

Landeshauptstadt Dresden
Hochbauamt
Projektleiter
Ulrich Bayer


Telefon 0351-4883342
E-Mail UBayer@Dresden.de


Postanschrift

Postfach 120020
01001 Dresden

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