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https://www.dresden.de/de/stadtraum/planen/hochbau/abgeschlossen/07/Sporthalle_101._Mittelschule_Neubau.php 04.07.2019 09:30:11 Uhr 26.08.2019 10:25:30 Uhr

Neubau der 3-Feld-Sporthalle 101. Mittelschule

Bauvorhaben

Neubau 3-Feld-Sporthalle 101. Mittelschule
Pfotenhauer Straße 42-44 in 01307 Dresden

Bauherr

Landeshauptstadt Dresden
Schulverwaltungsamt 

Bauzeit

Planung: von 11/2007 bis 10/2010
Ausschreibung/Vergabe: von 11/2009 bis 03/2011
Durchführung: von 01/2010 bis 05/2011

Baukosten (brutto)

Planung: 780.800,00   EUR
Durchführung: 4.296.450,00   EUR
Gesamtsumme: 5.077.250,00   EUR
davon Fördermittel: 4.051.371,80   EUR

Fördermittelgeber

Das Bauvorhaben wurde mit Mitteln des Bundes und des Freistaates Sachsen unterstützt. Die Mittel stammten u.a. aus dem Bildungsinfrastrukturfonds des Konjunkturpaketes II des Bundes. 

Baubeschreibung

Standortbeschreibung

Das Baugrundstück befindet sich in Dresden, Johannstadt-Nord an der Pfotenhauerstraße 42-44. Für das Gebiet existiert ein bestätigter Bebauungsplan Nr. 79. Auf dem Grundstück steht eine Schule vom Typ „Dresden". Die Schule wurde als 5-zügige Mittelschule ausgebaut und mit einem neuen Haupteingangsgebäude versehen. In der Schule werden 835 Schüler unterrichtet und es arbeiten dort 45 Lehrer.

Städtebau

Die neue Dreifeldsporthalle ersetzt zwei bestehende Einfeldsporthallen auf dem südöstlichen Grundstücksteil und orientiert sich mit der Längsseite zur östlich verlaufenden Arnoldstraße.

Absenkung des Baukörpers

Um die behindertengerechte Erschließung der beiden Sporthallengeschosse mit dem Erd- und Untergeschoss des bestehenden  Schulgebäudes gewährleisten zu können, wurde der Baukörper etwa 1,60 m tief in die Erde eingegraben. Dadurch erscheint die Sporthalle nicht so hoch gegenüber der benachbarten Schule und sie fügt sich gut in die Umgebung ein. Das Aushubmaterial verblieb zu einem Teil auf dem Grundstück und wurde zur Modellierung und Gestaltung der Freiflächen herangezogen. Der Grundwasserhöchststand von 2002 mit 111,45 m ü. NHN wurde bei der Planung berücksichtigt. Die Halle ist nur soweit abgesenkt, das zusätzliche Rückverankerungsmaßnahmen  gegen Auftrieb bei Grundhochwasser nicht notwendig waren. Der Fertigfußboden der Sporthalle liegt 10 cm unterhalb des Grundwasserhöchststandes. Im Grundhochwasserfall werden die Zugangsöffnungen zur Halle über die Fluchttreppe und den Verbindungsgang mit mobilen Hochwassersteckschotts gesichert.

Anbindung an die Schule

Die Sporthalle ist über zwei Eingänge von außen und direkt von der Schule zu erreichen. Die Nebenraumspange der Sporthalle ist auf zwei Etagen mit dem Schulgebäude über einen unterirdischen Gang bzw. über eine verglaste Überdachung verbunden. Die 6 Umkleideräume befinden sich im Altbau und ersetzten den räumlich unbefriedigenden vorhandenen Speisesaal mit der Küche, dem Lager und der Speiseausgabe. Die entfallenen Räume wurden in der Sporthalle neu nachgewiesen. Der neue, ebenerdig angeordnete Speisesaal orientiert sich nach Südwesten zum Schulhof. Eine kleine Austrittmöglichkeit ins Freie wurde vorgesehen. Das Dach kragt in diesem Bereich aus und verschattet den dahinterliegenden großzügigen Gemeinschaftsbereich.

Sporthalle

Die Sporthalle kann in 3 Bereiche unterteilt werden. Jedem Hallenteil ist ein Geräteraum und zwei Hallenteilen ein Lehrerumkleideraum zugeordnet. Die Außengeräte befinden sich in einem kleinen Außengeräteraum, der den Außensportanlagen zugeordnet ist. Als Tribünen ist eine mobile Konstruktion vorgesehen, die bei Bedarf aufgebaut werden kann und in einem der Geräteräume gelagert wird. Die Halle ist über Oberlichter gleichmäßig belichtet. Die Fenster in der Fassade sind aufgrund der unerwünschten Blendung beim Sportbetrieb reduziert und dienen in erster Linie der Orientierung. Die Sporthalle wird tagsüber von den Schülern der 101. Mittelschule genutzt und abends den Vereinen in Dresden zur Verfügung gestellt. Die Hallenhöhe beträgt im Lichten 7.00 m. Die Halle wird nicht für Wettkämpfe benutzt. Da die Schule über keine Aula verfügt, ist vorgesehen, die Halle auch für Schulfeste oder Feiern zu nutzen. Damit gilt auch in abgeminderter Form die Versammlungsstättenverordnung, die in das Brandschutzkonzept mit eingefloss.

Die Sporthalle wurde als Betonfertigteilhalle geplant. Halle und Nebenräume sind dabei gestalterisch zusammengefasst, sodass ein einziger gestaffelter Baukörper entstand. Die Südwestseite zum Schulhof ist großzügig verglast. Der Höhenversprung zum Schulhof wird mit wenigen Sitzstufen übergeleitet, die eine hohe Aufenthaltqualität für die Schüler bieten.  Die Entlüftungsanlage der Sporthalle befindet sich im Untergeschoss des Nebentraktes. Auf kurzem Wege gelangen die Lüftungsrohre an die Decke der Halle und es wird vorkonditionierte Außenluft (Erdkanal) eingeblasen.  Die Dachflächen sind bekiest.

Hallen Be- und Entlüftung

Eine mechanische Be- und Entlüftung war auf Grund der Nutzung der Sporthalle durch Vereinssportler in den Abendstunden und der damit verbundenen Lärmemmission der umliegenden Wohnbebauung notwendig. Außerdem gab es aus energetischer Sicht die Empfehlung für eine solche Anlage vom beratenden Ingenieurbüro für Bauphysik. Durch eine mechanische Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung werden Wärmeverluste die bei einer natürlichen Be- und Entlüftung entstehen, minimiert. Die Zuluft wird im Bereich des vorhandenen Baumbestandes an der nordöstlichen Gebäudeseite zur Arnoldstrasse angesaugt, in einem Erdkanal vorkonditioniert und in den Hallenbereich eingeblasen. Im Sommer gelangt somit vorgekühlte Außenluft in die Sporthalle. Der im Erdgeschoss liegende Speisesaal wird über das gleiche Lüftungsgerät (Splitting) be- und entlüftet.

Außengeräte

In der Nähe der Außensportanlagen wurde ein Außengeräteraum geplant. Dieser ist geteilt und nimmt auch die Gerätschaften des Hausmeisters für die Außenanlagenpflege auf. Stellplätze

Es sind 23 Stellplätze auf dem Grundstück nachgewiesen. Dabei wurde eine Doppelnutzung zugrunde gelegt. Tagsüber für die Unterrichtnutzung und abends für den Vereinssport.

Gründungsarten

Durch das beauftragte Ingenieurbüro für Tragkonstruktionen wurden verschiedene Gründungsvarianten untersucht, wobei sich die ausgewählte als die kostengünstigste erwiesen hatte. Aufgrund der Auffüllungen  im Bereich der Sporthalle waren unter den tragenden Außenwänden der Sporthalle in einem Abstand von 6 m Einzelfundamente 3 x 3 m notwendig. Nebenräume und Verbindungsgang sind auf Streifenfundamenten gegründet. Hohlräume im Untergrund (verfüllte Keller) wurden mit Kies bzw. mit Magerbeton aufgefüllt. Die Bodenplatte und die Wände in einer Höhe von 50 cm wurden in WU-Qualität ausgeführt, damit eine Wiederholung des Grundwasserhöchststandes von 2002 keinen Schaden im Gebäude anrichtet. Die Fluchttüre aus der Sporthalle und der Verbindungsgang zur Schule können im HW-Fall abgeschottet werden.

Außenwände

Die Sporthalle wurde aus einzelnen Stahlbetonfertigteilelementen mit Kerndämmung erstellt und miteinander kraftschlüssig vergossen.  Die Fertigteilbauweise der Außenwände ist aufgrund der schnelleren Erstellungszeit und der Herstellung einer fertigen Außenfassade wirtschaftlich günstig herzustellen. Die Verkleidung mit einer zusätzlichen äußeren Fassadenschicht war nicht notwendig. Die eingefärbte Betonoberfläche außen wurde gesäuert und erhielt dadurch ein samtiges und homogenes Erscheinungsbild. Die Fassade ist robust und wartungsfrei. Die Fugen wurden mit farblich angepasstem Silikon geschlossen und besandet. Innen ist die Oberfläche gespachtelt und gestrichen worden. Die Fensteröffnungen in der Sporthalle sind mit einer Isolierverglasung versehen, die Westseite ist großzügig mit einer Pfosten-Riegelkonstruktion verglast und öffnet sich Schulhof hin. Ein auskragendes Dach dient als Sonnenschutz. Der Verbindungsgang zur Schule ist ein einfacher, unbeheizter, einscheibenverglaster Kaltgang mit offenen Fugen, der lediglich als Witterungsschutz für die Schüler dient.

Innenwände

Die tragenden Innenwände im 2-geschossigen Gebäudeteil der Sporthalle sind aus Stahlbeton und wurden gespachtelt und gestrichen. Die Oberflächen in den Geräte- und Technikräumen blieben unbehandelt und in Sichtbeton. Die Sporthalle erhielt umlaufend eine ca. 3 m hohe Prallwand, wobei der obere Teil als Schalabsorptions- fläche ausgeführt wurde und perforiert ist. Die Sanitärräume erhielten Installationswände aus gefliestem Trockenbau. Zwei motorisch betriebene Trennvorhänge unterteilen die Halle in drei annährend gleichgroße Hallenabschnitte. Der Speise- und Mehrzweckraum kann durch eine flexible Faltschiebewand mit dem angrenzenden Gruppenraum zusammen- geschlossen werden. Im bestehenden Schulgebäude wurden die Innenwände gemauert bzw. als Trockenbauinstallationswände für die zahlreichen Sanitärgegenstände erstellt. Diese sind gespachtelt und gestrichen, in den Dusch- und WC-Räumen wurde türhoch gefliest.

Decken

Die Geschossdecken wurde als unterzugsfreie Stahlbetondecken ausgeführt. Der Speise- und Mehrzweckraum, der Erschließungsgang im Erdgeschoss und der Gruppenraum erhielten aus raumakustischen Gründen eine abgehängte Decke. Sonst blieb die Deckenunterseiten sichtbar und wurde gespachtelt und gestrichen. Lediglich in den hochinstallierten innen liegenden Räumen im UG, die be- und entlüftet werden müssen, wurde die Decke in Trockenbau abgehängt. Im Altbau sind begrenzte Deckenbereiche mit Unterhangdecken oder Deckensegeln versehen. Ansonsten blieben die Bestandsdecken sichtbar.

Dächer

Für das Dachtragwerk wurden verschiedene Varianten untersucht. Diese berücksichtigten unterschiedliche Hauptträgerabstände (5,0 m oder 7,5 m), Konstruktionen mit Nebenträgern und ohne Nebenträger, sowie unterschiedliche Konstruktionsmaterialien wie z.B. Brettschichtholzkonstruktionen. Die gewählte Variante mit Stahlhauptbindern, Stahlnebenträgern und Trapezblech hatte sich als die wirtschaftlichste Lösung erwiesen. Das Trapezblech wurde gelocht und verbessert dadurch erheblich die Akustik. Lichtkuppeln sorgen für eine gleichmäßige indirekte und natürliche Belichtung der Sporthalle. Sämtliche Deckenelemente wurden farblich gleich behandelt. Das Dach der Nebenräume mit dem Speisesaal ist als Flachdach mit einem  Mindestgefälle von 2% ausgebildet. Die tragende Schale ist aus Stahlbeton. Sämtliche Dächer wurden bekiest.

Konstruktive Einbauten

Die Schulsporthalle ist mit den üblichen Sportgeräten wie Tore, Basketball Korbanlagen, Volleyball- und Badmintonanlage,  Kletterstangenanlage, Doppelsprossenleitern, Gitterleiter, und den dafür notwendigen Halterungen und Bodenhülsen ausgestattet. Für Sportfeste oder Aufführungen ist eine transportable Bühne vorgesehen, die zusammengeklappt in einem der Geräteraum gelagert werden kann und nur bei Bedarf aufgebaut wird. Die Räumlichkeiten der Austeilküche und Lagerräume wurden mit den dafür notwendigen Geräten, Arbeitsflächen und Tresen ausgestattet. Die Umkleideräume im Keller des Schulgebäudes erhielten Bänke und Kleiderhaken. Im Sanitätsraum ist eine Liege vorhanden.

Außenanlagen

Die Fortschreibung des Schulnetzplanes der Landeshauptstadt Dresden sieht vor, die 6. Mittelschule in die 101. Mittelschule im Stadtteil Dresden - Johannstadt aufzunehmen. In der 6. Mittelschule sind z. Zt. ca. 25 Schüler mit unterschiedlichen Behinderungen in Regelklassen integriert. Durch die Zusammenlegung beider Schulen müssen im Gebäude der 101. Mittelschule Bedingungen für die Integration der behinderten Schüler geschaffen werden. Dazu wurden Umbauten und Erweiterungen am Gebäude notwendig. Gleichzeitig sind auch im Außenbereich entsprechende Bedingungen und Bewegungsmöglichkeiten zu schaffen. Nach Fertigstellung der Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen am Gebäude im August 2008 erhöht sich die Kapazität der 101. Mittelschule deutlich. Damit wird es notwendig die zwei vorhandenen Sporthallen, die sich in einem desolaten Zustand befinden, durch eine neue 3-Feld-Halle zu ersetzen. Im Zusammenhang des Sporthallen-Neubaus erfolgt auch die Umgestaltung der Freiflächen (Pausenhof).

Die Fläche des Pausenhofes hat eine Größe von ca. 8.500 m². Sie wird von der  Pfeifferhannsstraße, der Arnoldstraße, dem Schulgebäude sowie dem vorhandenem Schulsportplatz begrenzt. Der Gestaltungsbereich umfasst die Flurstücke 83/7, 647a und 653a in der Gemarkung Dresden - Altstadt II, welche zum städtischem Besitz gehören. Der Pausenhof ist derzeit überwiegend versiegelt. Die Befestigung besteht weitgehend aus Bitumenbelag und quadratischen Betonplatten. Entlang der Fassade des Schulgebäudes wurden Pflanzbeete angelegt. Nördlich der vorhandenen Sporthallen befindet sich ein Hochbeet mit Sträuchern. Auf dem Schulhof gibt es außerdem eine große Anzahl gut erhaltener Großgehölze. Als Abschirmung zu den Schulsportflächen wurde ein ca. 4m breiter Strauch- und Baumstreifen angelegt. Danach schließt sich südlich eine Rasenfläche an. Zu den vorhandenen Ausstattungselementen gehören Jugendbänke aus Holz, Tischtennisplatten und mobile Fahrradständer. Das Gelände weist kaum Höhenunterschiede auf. Die Schulhoffläche ist nicht öffentlich zugänglich und wird von einem ca. 1,50 m hohen Zaun umgrenzt.

Zusammenfassend muss festgestellt werden, dass sich ein Großteil der befestigten Flächen, die Einfassung des Hochbeetes sowie die Ausstattungselemente in einem sehr desolaten Zustand befinden und die Neugestaltung dringend notwenig ist.

Der neugestaltete Pausenhof ist in allen Bereichen barrierefrei zugänglich und erfüllt somit die Anforderung an die 101. Mittelschule mit ihrem Schwerpunkt der Integration von Kindern mit Behinderungen.

Die gesamte neue Schulhoffläche wird künftig einheitlich mit Pflasterbelag versehen. Westlich des Turnhallenneubaus gibt es einen Höhenversatz von ca. 80cm, damit ein ebenerdiger Zugang zum Schulgebäude möglich ist. Der Höhenunterschied wird im Freiraum mittels einer schiefen Ebene überwunden. Das Gelände steigt über ca. 45m Länge vom Süden noch Norden leicht an, und ist somit auch für gehbehinderte Kinder barrierefrei überwindbar. Die westliche Seite der schiefen Ebene wird durch eine Betonmauer abgefangen, die auch als Sitzmöglichkeit fungiert. Eine parallel dazu errichtete Mauer gliedert die Fläche in verschiedene Bereiche und dient ebenfalls als Sitzmöglichkeit. Die farbig gestalteten Mauern stehen durch ihren parallelen Verlauf in Beziehung zum Turnhallenneubau.Um den Höhenunterschied direkt vor dem Turnhallenneubau zu überwinden, wird entlang der Westseite eine Stufenanlage vorgesehen. Diese wird aus Betonelementen errichtet und erfüllt einerseits die Funktion einer Stützmauer und andererseits die einer Sitzmöglichkeit. Hier können die Schüler während Ihrer Pausen oder auch nach dem Unterricht im Schatten großer Bäume verweilen.

Der Baumbestand wird weitgehend erhalten und durch eine Vielzahl neugepflanzter Großgehölze ergänzt. Das grüne Erscheinungsbild des Schulhofes wird auch durch intensive Strauch- bzw. Bodendeckerpflanzungen entlang des Schulgebäudes und der Sporthalle noch verstärkt. Die Bäume spenden den Schülern im Sommer Schatten und verbessern die kleinklimatischen Verhältnisse auf dem Pausenhof.

An der westlichen Giebelseite des Schulgebäudes wird ein „Grünes Klassenzimmer" entstehen, hier ist Lernen im Freien möglich. Es wird damit insbesondere in den Sommermonaten eine Ausweichmöglichkeit zu den überhitzten Klassenräumen geboten. An dieser Giebelseite ist auch ein Verbindungsweg zum Vorplatz vorgesehen, der aber nur eine untergeordnete Rolle spielt. Der Übergang zwischen Pausenhof und den südlich angrenzenden Schulsportflächen ist fließend und ein Durchgang zu den Sportflächen ist über die gesamte Fläche möglich. Der vorhandene Grünstreifen wird ausgelichtet, dabei werden die Sträucher gerodet, die Großgehölze bleiben jedoch erhalten. Nördlich dieser Rasenfläche, innerhalb der Pflasterfläche, werden sportliche Aktionen angeboten, so z.B. Streetball, Tischtennis- oder Schachspielen. Im östlichen Teil des Schulhofgeländes (südlich und nördlich des Turnhallenneubaus) entstehen 2 Parkplätze. Der nördliche Parkplatz wird durch die Zugangsrampe der Turnhalle vom Pausenhof getrennt. Der südliche Parkplatz ist durch ein Türchen im Zaun vom Pausenhof aus erreichbar. Ingesamt stehen in diesen Bereichen 23 PKW-Stellplätze zur Verfügung, wobei davon 2 Stellplätze für Behinderte ausgewiesen sind. Eine Stellfläche für 182 Fahrräder ist ebenfalls hier vorgesehen. Die Zufahrt zu den Parkplätzen erfolgt von der Arnoldstraße. Auf dem Vorplatz der Schule wurden bereits 96 Stellplätze für Fahrräder eingeordnet. Die Parkplätze werden in Betonpflaster mit Rasenfugen ausgebildet, dadurch wird die Versickerung von Oberflächenwassers erhöht.

Ein Müllplatz wird im Osten des Schulgeländes eingeordnet, der von der Pfeifferhannsstraße unmittelbar zugänglich ist, ein zweiter Müllstandort wird im östlichen Teil des Schulgeländes (von der Arnoldstr. zugänglich) vorgesehen. Der Zugang zum vorhandenen Trafohaus der DREWAG an der östlichen Giebelseite des Schulgebäudes wird von der Arnoldstraße gewährleistet, der ursprüngliche Zugangsweg vom Hof entfällt.

Im Rahmen der Pausenhof-Neugestaltung entsteht ein neues Sportgerätehaus unmittelbar in der Nähe der vorhandenen Sportflächen. Alle Angaben zur Oberflächenentwässerung und Versickerung wurden aus dem Erläuterungsbericht des Fachplaners (Fa. Günther Ingenieure Dresden) nachrichtlich übernommen.

Die Oberflächenentwässerung des Pausenhofes erfolgt über einzelne Punkteinläufe und eine am südlichen Rand des Hofes angeordnete Schlitzrinne. Das hier anfallende Oberflächenwasser wird gesammelt und einer der Bestandsleitungen zugeführt werden. Auch zur Umsetzung dieses Entwässerungskonzeptes ist die Kenntnis über den Zustand und die Dimensionierung der Bestandsleitung notwendig.

Auf eine ökologisch durchaus sinnvolle Versickerung von Regenwasser wird im derzeitigen Planungsstadium verzichtet. Aus dem vorliegenden Baugrundgutachten wird ersichtlich, dass auf dem Grundstück mit einem erhöhten Grundwasserstand zu rechnen ist. Eine Angabe zu dem mittleren zu erwartenden höchsten Grundwasserstand (MHGW) ist jedoch nicht enthalten. Bei der Planung von Versickerungsanlagen entsprechend der ATV DWA-A 138 wird die Mächtigkeit des Sickerraums von mindestens 1 m gefordert. Auf Grundlage dessen wäre nur der Einsatz von oberflächennahen Flächenversickerungsanlagen denkbar. Diese lassen sich jedoch infolge der ungünstigen Bodenverhältnisse der obersten Schichten nur mit einem umfangreichen Bodenaustausch realisieren. Es wird vorgeschlagen, im Zuge der weiteren Planung spezielle geologische Untersuchungen an möglichen Sickerstandorten im Bereich des Pausenhofes zu beauftragen. Mit Vorliegen der Ergebnisse dieser Baugrunderkundungen ist der partielle Einsatz von Versickerungssystemen für die Abflüsse des Pausenhofes zu präzisieren.

  
Beteiligte Planungsbüros mit Planungsleistung:

  • Pussert / Kosch Architekten, Dresden
  • Ingenieurbüro Sommer & Partner GbR, Schwarzenberg
  • Ingenieurbüro Kummich & Heilmann, Chemnitz
  • "grünzeug" Landschaftsarchitektur, Dresden


Beteiligte Baufirmen mit Fachlos/Gewerk:

  • Baustelleneinrichtung - B plus L, Bauunternehmen und Baulogistik GmbH, 01309 Dresden
  • Abbrucharbeiten - Frauenrath Recycling GmbH, 01900 Bretnig
  • Erdarbeiten - H. Nestler GmbH & Co. KG, 01257 Dresden
  • Rohbauarbeiten - Kleber-Heisserer Bau GmbH, 01744 Dippoldiswalde
  • Gerüstbau - Alexander Richter Gerüstbau GmbH, 01257 Dresden
  • Stahlbau - Albrecht & Jäcker Nachf. GmbH & Co. KG, 04924 Wahrenbrück
  • Dachabdichtungsarbeiten - Holl Flachdachbau GmbH & Co. KG, 07958 Hohenleuben
  • Ingenieurbau -  Frauenrath Bauunternehmen GmbH Gewerbering Nord 11, 01900 Bretnig  

Kontakt

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Projektleiter: Herr Pfeil
Fachingenieur ELT: Herr Pietzsch
Fachingenieurin HLS: Frau Fengler


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