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https://www.dresden.de/de/stadtraum/planen/hochbau/abgeschlossen/07/Gymnasium_JAH.php 06.05.2015 12:48:57 Uhr 19.06.2019 04:05:23 Uhr

Umbau u. Modernisierung Julius-Ambrosius-Hülße-Gymnasium sowie Neubau Dreifeldsporthalle und Aussenanlagen

Bauzeit

Planung: August 2006 bis September 2008 

Ausschreibung/ Vergabe: 

Oktober 2008 bis März 2011
Durchführung: Februar 2009 bis Juni 2012 (Freiflächen) 
Übergabe:     April 2012 (Schulgebäude)  

Baukosten (brutto)

Planung: 1.480.000 EUR

Bauausführung:

8.386.000 EUR
Gesamt: 9.866.000 EUR

davon Fördermittel:
Schulgebäude:
Sporthalle und
Freianlagen:


1.419.262,27 EUR

1.977.371,00 EUR

Diese Maßnahme wurde mit Zuwendungen des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) sowie des Freistaates Sachsen unterstützt.

Baubeschreibung

Das Schulgebäude des jetzigen Julius-Ambrosius-Hülße-Gymnasiums wurde 1929 als Volksschule Reick durch den Architekten Paul Wolf (1879 – 1957), Stadtbaurat in Dresden von 1922 - 1945, errichtet. das Bauwerk ist ein hervorragendes Beispiel für die Architektur des „Neuen Bauens“ (ca. 1910 – 1930). Die Schule galt zu ihrer Errichtung als eine der modernsten, fortschrittlichsten Schulen in Deutschland. Das Ensemble steht als Einzeldenkmal (inkl. der Freiflächen) unter Denkmalschutz.

Die Baumaßnahme zum Umbau und der Erweiterung des Schulstandortes sowie Neubau einer Dreifeldsporthalle mit Freianlagen war in drei Bauabschnitte gegliedert:

1. Sport- und Freiflächen (Projekt A)

2. Umbau des vorhandenen Schulgebäudes - Westflügel (Projekt B)

3. Neubau einer Dreifeldsporthalle

Da die Maßnahme während des laufenden Schulbetriebes durchgeführt werden mussten, erfolgten die Arbeiten in zeitlich voneinander getrennten Bauabschnitten. Hierdurch konnte die Funktionsfähigkeit der Schule auch während der Baumaßnahmen gewährleistet werden.

  • 1. Bauabschnitt (Sporthalle und Sportanlagen): Februar 2009 bis August 2010
  • 2. Bauabschnitt (Umbau und Sanierung Schulgebäude): März 2010 bis April 2012 
  • 3. Bauabschnitt (restliche Sport- und Freiflächen): März 2012 bis Juni 2012

Dreifeldsporthalle

Die Dreifeldsporthalle wurde als kompakter Baukörper zu ebener Erde errichtet. Sie fügt sich mit ihrer zurückhaltenden Farbgebung ganz selbstverständlich in das historische Gesamtensemble ein. Das Gebäude wurde als Kombination von Stahl-, Stahlbeton- und Holzbauweise errichtet. Auf der Bodenplatte aus Stahlbeton baut sich der Sporthallenboden als Schwingbodenkonstruktion mit integrierter Fußbodenheizung auf. Außerhalb des Sportflächenbereiches fügt sich ein zweigeschossiger Funktionalbau mit Galerie an; hier sind die notwendigen Umkleide-, Lehrer und Technikräume, sowie die WCs eingeordnet.

Dachtragwerk und Dach der Halle bestehen aus werkseitig vorgefertigten, schnell montierbaren Holzbauelementen. Der Dachaufbau des Flachdaches besteht aus einer gedämmten Bahnenabdichtung mit Kiesschüttung. Im Dach wurde eine großzügige Oberlichtanlage eingebaut, die für zusätzliches Tageslicht in der Halle sorgt und den Rauchabzug im Brandfall gewährleistet. Die Außenwände erhielten eine hochwertige hinterlüftete Fassade. In die Fassade zur Tornaer Straße wurde eine großflächige Verglasung eingeordnet.

Die Sporthalle ist eine Dreifeldhalle der Maße 27 x 45 x 7 Meter, teilbar in Teilbereiche (Spielfelder der Größe 15 x 27 Meter) gemäß DIN 18032-1:2003-09. Eine über den Schulsport hinausgehende Nutzung für den Vereins- und Behindertensport in der unterrichtsfreien Zeit ist ohne Einschränkung möglich. Die Sporthalle fällt in den Anwendungsbereich der Sächsischen Versammlungsstätten-Verordnung und erhielt entsprechende technische Einrichtungen, wie z. B. die Gefahrenmelde- und Alarmanlage mit Rauchabzugsanlagen, Sicherheitsbeleuchtung und eine Eigenstromversorgung.

Schulgebäude

Nach der Fertigstellung der Dreifeldsporthalle konnte der Umbau der im Westflügel des Schulgebäudes vorhandenen Sporthallen erfolgen. Der Umbau und die Umnutzung der ehemaligen Turnhallen erfolgten durch den Einbau von vier neuen Geschossebenen, analog der Geschossgliederung des Hauptgebäudes. Die dafür zu errichtende Stahlbeton-Tragkonstruktion besteht aus Stützen und Riegeln und dazwischen gespannten monolithischen Deckenfeldern, die statisch unabhängig von der Bestandskonstruktion errichtet wurden. Zusätzliche Vertikallasten werden in separate Gründungen abgeleitet.

Die freiwerdende Raumkapazität des in die neue Sporthalle ausgelagerten Sportbereiches wurde umfunktioniert und mit neuen, zusätzlichen Nutzungen versehen. Im Sockelgeschoss wurde auch der bisherige Speisesaal zu einer anforderungsgerechten Mensa erweitert; eine neue Cafeteria schließt räumlich direkt an. In den neuen Ebenen des Westflügels wurden Lehrerbereiche, Klassenzimmer, Fachkabinette und Kursräume eingebaut.

Im gesamten Unterrichts- und Gemeinschaftsbereich wurde die Sprachverständlichkeit durch raumakustische Maßnahmen verbessert. Weiterhin wurde ein Aufzug eingebaut, der alle Geschosse miteinander verbindet, dadurch wird die vollständige barrierefreie Erschließung des gesamten Schulkomplexes gewährleistet.

Freiflächen und Sportanlagen

Durch die Wiederherstellung des historischen Baumbestandes wurde das Bauvorhaben im Sinne des Denkmalschutzes nach dem historischen Vorbild wieder errichtet; die Errichtung der Freiflächen folgte im Wesentlichen dem Entwurf von Stadtbaurat Paul Wolf. Die notwendigen Fällungen erkrankter Bäume sowie die Regeneration und Entwicklung des Baumbestandes erfolgen in Abstimmung mit der Umweltbehörde.

Die Einordnung der Sportplatzanlagen im Grundstück berücksichtigt die historisch geprägte Grundstruktur und beinhaltet alle notwendigen Anlagen für den Sportbetrieb. Die Sportanlagen wurden komplett erneuert und erweitert (Laufbahn, Spielfeld, Weitsprung- und Kugelstoßanlage, Beachvolleyball und Tischtennis). Weiterhin erfolgte die Instandsetzung aller noch nicht bearbeiteten Außenanlagen einschließlich der Einfriedungen. Die barrierefreie Wegeführung schließt die durchgängige behindertengerechte Ertüchtigung des Gesamtobjektes ab

Ansprechpartner

Landeshauptstadt Dresden
Hochbauamt

Projektleiter:
Herr Babetzke


Besucheranschrift

Lingnerallee 3
01069 Dresden


Themenstadtplan

Telefon 0351-488 3305
Fax 0351-488 3805
E-Mail HBabetzke@dresden.de


Postanschrift

Postfach 120020
01001 Dresden

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos:

3 Fotos zur Sporthalle: M. Salisch, Leipzig

übrige Fotos: LHD, Hochbauamt

Planung und Bauüberwachung

Sporthalle

  • Gebäudeplanung / Bauüberwachung: ASD Architektur- u. Ingenieurbüro Dresden
  • Tragwerksplanung: Ingenieurbüro für Tragwerksplanung Hentschel, Dresden
  • Planung HLS / Elektro: iproplan Planungsgesellschaft, Chemnitz
  • SIGE-Koordination: TÜV Life Service GmbH Deutschland, Dresden
  • Brandschutz: Ingenieurbüro Eulitz, Dresden
  • Bauphysik: Ingenieurbüro für Tragwerksplanung Hentschel, Dresden
  • Akustik: Müller-BBM GmbH, Dresden

Schulgebäude

  • Gebäudeplanung / Lph. 2-4: Architekturbüro Dr.L.Heubaum/S.Heubaum, Dresden
  • Bauüberwachung Lph. 5-9: MPA Müller+Partner Architekten, Dresden
  • Tragwerksplanung: W+R Wapenhaus + Richter, Dresden
  • Planung HLS: GESA Ingenieurgesellschaft mbH, Dresden
  • Planung Elektro: D.I.E. Projekt GmbH, Dresden
  • SIGE-Koordination: TÜV Life Service GmbH Deutschland, Dresden
  • Brandschutz: Ingenieurbüro f. baulichen Brandschutz Bauer, Dresden
  • Akustik / Bauphysik: Müller-BBM GmbH, Dresden

Freiflächen und Sportanlagen

  • Gebäudeplanung/ Bauüberwachung:                                              Landschaftsarchitekturbüro Dr.-Ing. Heinrich, Radebeul

Bauausführung

Insgesamt waren an den Bauvorhaben rund 50 Baufirmen aus der Region Dresden, aus Sachsen und bundesweit beteiligt.

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