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https://www.dresden.de/de/stadtraum/planen/hochbau/abgeschlossen/07/101mittelschule.php 06.05.2015 12:48:58 Uhr 16.12.2018 10:42:25 Uhr

Umbau und Sanierung der 101. Mittelschule

Bauvorhaben

101. Mittelschule
Umbau und Sanierung / behindertengerechter Umbau / Brandschutz / Pausenhof
Pfotenhauerstraße 42/44, 01307 Dresden

Bauzeit

  • Planung: von Februar 2007 bis März 2008
  • Ausschreibung/Vergabe: von September 2007 bis Juni 2008
  • Durchführung: von November 2007 bis August 2008

Baukosten (brutto)

  • Gesamtsumme: 4.350.000 Euro
  • davon Planung: 656.000 Euro

Baulose

25 Fachlose

Baubeschreibung

Mit dem Stadtratsbeschluss V1433-SR43-06 vom 7.12.2006 sollte die 6. Mittelschule und die 101. Mittelschule am Schulstandort Pfotenhauerstraße 42/44 zusammengefasst werden. Die Schule wird fünfzügig mit der Integration von behinderten Schülern und Migrantenkindern geführt. Der Standort ist aufgrund seiner Größe, seines baulichen Zustandes und seiner Lage im Stadtgebiet hierfür sehr gut geeignet.

Die Schulgebäude wurden als Typenbauten in Betonplattenbauweise (Typ Dresden-H) im Jahre 1973 errichtet. Es handelt sich hierbei um zwei weitestgehend baugleiche Gebäude, deren Längsriegel zueinander versetzt angeordnet sind. Beide Schulen sind an einem dieser Längsriegel stirnseitig aneinandergebaut.

Zwischen beiden Schulteilen ist ein verglaster, dreigeschossiger Verbindungsbau errichtet, der als Eingangshalle dient, die notwendigen überdachten Pausenflächen zur Verfügung stellt, gleichzeitig beide Gebäude miteinander verbindet und die Erschließung sichert. Das neue Gebäude wurde ebenerdig erschlossen. Eine großzügige Treppenanlage in der Halle verbindet die Geschosse untereinander und stellt im Brandfall einen ausreichend breiten Fluchtweg dar.

Der Halle wurde ein Aufzug vorgelagert, der die vertikale Erschließung des Gebäudes für Behinderte gewährleistet. Die horizontale Erschließung der gesamten Schule ist in jedem Geschoss stufen- und absatzlos und damit barrierefrei gesichert. In vielen Bereichen, die mit neuen Türen versehen wurden, sind die Öffnungen rollstuhlgerecht ausgebildet. Außerdem sind zwei Behinderten-WCs in dem Schulgebäude eingebaut. In zwei Unterrichtsräumen war der Einbau von Hörschleifen vorgesehen. Durch ein Farb- und Leitkonzept ist die sichere und einfache Erschließung und Orientierung im Gebäude auch für Behinderte gewährleistet.

Wichtige Schulfunktionen, wie die Bibliothek, der Lehrer- und Verwaltungsbereich sowie ein Musikbereich, der gleichzeitig als multifunktionaler Mehrzweckraum genutzt wird, ist geschossweise der Eingangshalle unmittelbar angelagert.

Beide Schulgebäude sind durch den Einbau von Brandschutztüren und Flurabtrennungen sowie die Schaffung von jeweils einem zweiten Rettungsweg aus jedem Unterrichtsraum brandschutzseitig ertüchtigt. Mit der Sanierung der beiden Schulteile wurden Funktionen neu geordnet. Im 2.Obergeschoss sind gut belichtete Kunst- und Musikräume eingeordnet.

Die haustechnischen Anlagen sind erneuert worden. Dies gilt insbesondere für die überalterten Elektroanlagen. Die Wärmeerzeugungsanlage (Fernwärmestation der DREWAG) und die Verteilernetze, wie auch die sanitären Anlagen, sind instandgesetzt und angepasst. Die vorhandenen, bereits sanierten WC-Anlagen blieben weitestgehend erhalten und erweiterten sich um die notwendige Anzahl.

Die vorhandenen Eingänge und Treppen der ehemaligen Schulteile wurden abgebrochen, die Fassade in diesen Bereichen sind behutsam ergänzt und an den Bestand angeglichen worden. Der Rest der Fassade und das Dach, die bereits energetisch saniert wurden, waren durch diese Baumaßnahme nicht betroffen.

Der Vorplatz ist neu gestaltet und zu einem Pausenhof ausgebaut worden. Die Freifläche hat an der Ecke Pfotenhauerstraße / Pfeifferhannsstraße einen Zugang über einen öffentlichen Platz erhalten.

Beteiligte Planungsbüros

  • Projektsteuerung: Arcadis Homola AG
  • Architekt: Klinkenbusch + Kunze
  • Landschaftsarchitekt: grünzeug - Landschaftsplanung
  • Tragwerksplanung: Engelbach + Partner
  • Brandschutz: Ingenieurbüro Eulitz
  • HLS: IBB -Barsch & Bergmann GmbH
  • Elektro: Elektro Ing-Plan GmbH
  • Aufzug: technik-plan
  • Baugrund: Erdbaulaboratorium Dresden
  • Schadstoffe: ergo Umwelt GmbH
  • Raumakustik/Bauakustik: Akustik Bureau Dresden GmbH
  • Therm. Bauphysik: dataconstruct
  • SIGE-Koordination: bopp.architektur
  • Vermesser: Dipl. Ing. W.Heide

 Beteiligte Baufirmen

  • Rohbau - Rommel Dresden GmbH & Co.KG, Dresden
  • Pfosten-Riegel-Fassade - Freund Metallbau, Kubschütz
  • Trockenbau - Plesch & Seidel GmbH, Klingenthal
  • Heizung / Lüftung - Schlaubke GmbH, Glashütte
  • Sanitär - Kano Heizungsbau GmbH, Dippoldiswalde
  • Elektro - Elektro dresden West GmbH, Dresden
  • Bodenbelagsarbeiten - Stockhorst & Söhne GmbH, Mühlenbeck
  • Maler - Mothes Malerbetrieb KG, Dohna
  • Freianlagen, Döhnert Gmbh & Co.KG, Hartha

Ansprechpartner

Landeshauptstadt Dresden
Hochbauamt

Projektleiter:
Herr Hans-Joachim Babetzke


Besucheranschrift

Lingnerallee 3
01069 Dresden


Telefon 0351-488 3305
Fax 0351-488 3805
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