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https://www.dresden.de/de/stadtraum/brennpunkte/neumarkt/Quartier-VII.php 22.01.2019 09:38:58 Uhr 19.07.2019 08:49:33 Uhr

Quartier VII

Das Quartier VII zählt mit dem angrenzenden Baufeld des Kulturpalastes zu den ältesten Stadtgebieten Dresdens. Seine Entwicklung reicht bis in die Gründungszeit der bebauten Stadt zurück. Das Quartier VII wird durch die Schössergasse in einem westlichen und einem östlichen Teil getrennt. Beide Teile sind attraktiv gelegen zwischen der Hauptfußgängerachse - der Schloßstraße und dem Jüdenhof - am Neumarkt. Mit Rücksicht auf den Flächenbedarf für die Anlieferung für den Kulturpalast wurde die Breite der Rosmaringasse - zwischen Kulturpalast und Quartier VII gelegen. Hier wird auch eine Baumreihe den Straßenraum aufwerten.
Im Herbst 2011 wurden die städtischen Grundstücke zum Verkauf ausgeschrieben. Der Kaufvertrag zum Quartier VII.2 am Jüdenhof wurde im Frühjahr 2013 abgeschlossen. 

Exposeè Schlossstraße/Jüdenhof

Quartier VII.2 zum Jüdenhof

Als Pendant zum westlichen Teil gegenüber dem Residenzschloss liegt der östlichen Teil des Quartiers vis-a-vis der Frauenkirche und dem Johanneum (Verkehrsmuseum). In diesem Teil sind die Wiederherstellung von zwei Leitbauten und einer Leitfassade vorgesehen: Das barocke „Dinglinger Haus" am Jüdenhof 5, welches 1712 vom Zwingerbaumeister Pöppelmann errichtet wurde, und das „Triersche Haus" in der Sporergasse 2, ein frühbarockes Wohngebäude für Adlige, welches besonders wertvoll u. a. aufgrund seines Erkers an der Schössergasse war.
Die Landeshauptstadt Dresden hat im Ergebnis der Grundstücksauschreibung 2011 das Quartier VII.2 im Frühjahr 2013 verkauft. Nach Abschluss der archäologischen Grabungen wurde beschlossen, die Kellerräume unter dem Dinglinger Haus zu erhalten. Für die Fassadenabschnitte ohne Leitbauten wurde eine Fassadenvariantenuntersuchung gemacht. Der Bauherr Kimmerle hat in diesem Quartier eine  Mischung aus Wohnen, Hotel und Gewerbe entstehen lassen.

Broschüre Werkstattverfahren zur Bebauung Quartier VII

Quartier VII.1 zur Schloßstraße

Direkt an der Schloßstraße liegt das Dresdner Residenzschloss dem westlichen Quartier VII.1 gegenüber. Hier befinden sich die weltberühmten Dresdner Kunstsammlungen. Seit der Fertigstellung des Schlosshofes im Jahr 2009 als großer glasüberspannter Foyerbereich befindet sich hier der Hauptzugang der Staatlichen Kunstsammlungen.

Für das Quartier VII wurde eine Mischung aus Leitbauten und Leitfassaden im Einklang mit zeitgenössischer Architektur angestrebt. Als wichtiger Leitbau ist besonders das „Caesarsche Haus" in der Schössergasse 25 zu nennen - ein Gebäude im Stil des Rokkoko, welches als Wohnhaus für Adlige errichtet wurde. Besonders bemerkenswert war - neben der Fassadengliederung - der klare Grundriss mit schönem Innenhof. Die Firma BayWobau hat das Grundstück 2015 von der Stadt gekauft und entwickelte das Quartier für Wohnen und Geschäfte. Das Caesarsche Haus und Drei Fassaden an der Schloßstraße werden nach historischen Vorbild rekonstruiert und befindet sich in der Planung.

Für die Fassadenabschnitte ohne Leitbauten/-Fassaden insbesondere für die Rosmaringasse  wurde eine Variantenuntersuchung 2016/2017 durchgeführt und in der Gestaltungskommission beraten.

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