Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de

https://www.dresden.de/de/stadtraum/brennpunkte/Hochhausleitbild.php 04.07.2019 15:36:02 Uhr 19.07.2019 23:49:46 Uhr
Im Bild ist eine Visualisierung des Hochhausleitbildes für Dresden zu sehen
© Christian Blum, Städtebauer, Partner, Eckhaus AG

Ein Hochhausleitbild für Dresden ist beauftragt

Dresdnerinnen und Dresdner können sich in den Prozess einbringen

Seit dem 1. Mai 2019 arbeitet Stadtplaner Christian Blum und Partner in dem Büro Eckhaus AG Städtebau Raumplanung aus Zürich im Auftrag des Geschäftsbereichs Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften, vertreten durch das Stadtplanungsamt, an einem Hochhausleitbild für Dresden. Christian Blum und seine Mitarbeiter werden unterstützt durch den Architekturhistoriker Christoph Schläppi. „Die naturräumliche Schönheit des Elbtals, das Zusammenspiel von Stadt und Landschaft, die Silhouette der Stadt machen Dresden aus. Seit Jahrhunderten inspirieren sie Künstler. Menschen aus aller Welt sind zu Gast. Für uns als Stadtplaner ist dies Verpflichtung und Verantwortung“, sagt Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain. „Heute wenden sich Bauherren an uns, die auf ihrem Grundstück ein Hochhaus bauen wollen. Wir wollen es aber nicht dem Zufall überlassen, welches Bauvorhaben an uns herangetragen wird, sondern erarbeiten ein Hochhausleitbild. Wenn wir ein Hochhaus zulassen, muss dieses qualitätsvoll sein und das Stadtbild bereichern. Mit den Dresdnerinnen und Dresdnern wollen wir darüber in öffentlichen Veranstaltungen in einen Dialog treten. Zum Schluss wird der Stadtrat über das Hochhausleitbild befinden“, beschreibt Schmidt-Lamontain den Prozess.

Die Arbeit am Hochhausleitbild vollzieht sich in drei Schritten: Sie beginnt mit einer Analyse des Genius Loci Dresdens. Bauliche Charakteristika werden dabei herausgearbeitet, wie auch Aura und Atmosphäre der Stadt. Im zweiten Schritt werden Ausschluss- und Eignungsräume für Hochbauten identifiziert. „Die Planer werden untersuchen, in welchen Räumen Hochbauten grundsätzlich denkbar sind, und in welchen Räumen sie ausgeschlossen sind. Ausgeschlossen sind sie vor allem, wenn sie die Blickbeziehung in die Altstadt stören“, erläutert Schmidt-Lamontain. Im letzten Schritt wird ein Qualifizierungshandbuch erarbeitet. Es wird dem Stadtplanungsamt Qualifizierungskriterien an die Hand geben, mit denen eventuelle Hochhausprojekte beurteilt und qualifiziert werden. Die Dresdnerinnen und Dresdner können sich in den Prozess einbringen, denn jeder dieser Arbeitsschritte wird, wie Herr Schmidt-Lamontain beschreibt, durch eine öffentliche Dialogveranstaltung begleitet. 

Den Auftakt der öffentlichen Befassung bildete die Veranstaltung „Hochhausleitbilder im europäischen Kontext“ am 20. Januar 2019, in der die Vertreterinnen der Städte Wien, Frankfurt am Main, Köln und Ingolstadt über den Prozess und die Inhalte ihrer jeweiligen Hochhausleitbilder berichtet und deutlich gemacht haben, mit welcher Sorgfalt die Leitbilder erstellt wurden. In dem Städtebaulichen Quartett am 20. Juni 2019 im Zentrum für Baukultur Sachsen wurde dann unter dem Titel „Der Blick auf die Stadt – Topografie, Landschaft und Silhouette als Gesamtkunstwerk“, ausgehend von ersten Überlegungen für ein Hochhausleitbild, über die Perspektiven zur Fortentwicklung des Dresdner Stadtbildes diskutiert. 

Mit dabei waren Christian Blum (Eckhhaus AG Städtebau Raumplanung, Zürich), Prof. Dorothea Becker (HTWK Leipzig) und Prof. Günter Vogt (ETH Zürich) unter Moderation von Prof. Jörn Walter (Stadtplaner Hamburg). Es war die dritte von vier Veranstaltungen einer Diskussionsreihe der Sächsischen Akademie der Künste in Zusammenarbeit mit dem Geschäftsbereich für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften der Landeshauptstadt Dresden und dem Zentrum für Baukultur Sachsen. 

Die kommende Veranstaltung wird sich dem 1. Modul des Hochhausleitbildes, der bis dahin geleisteten Analyse des Genius Loci Dresdens widmen und am Abend des 27. August 2019 im Marta-Fraenkel-Saal des Deutschen Hygiene-Museums stattfinden.

Weitere Veranstaltungen waren:

  • Städtebau nach dem Mobilitätswandel - (Donnerstag dem 27. Juni 2019, 18 Uhr, im Zentrum für Baukultur Sachsen) 
  • Zur Analysephase, unterstützt durch Experten der Stadtmorphologie, fand am 27. August 2018 ab 18 Uhr im Marta-Fraenkel Saal des Deutschen Hygiene-Museums die Veranstaltung statt.

Die Arbeit von Herrn Christian Blum und seinen Mitarbeitern, wird unterstützt durch Herrn Christoph Schläppi, Architekturhistoriker.

Die Arbeit wird sich in drei Modulen vollziehen: 

  •  Analyse des Genius Loci Dresdens 
  •  Identifizierung von Ausschluss- und Eignungsräumen 
  •  Bestimmung von Qualifizierungsmaßgaben - eines Qualifzierungshandbuchs für eventuelle Hochhausprojekte 

Jeder dieser Arbeitsschritte wird im letzten Drittel durch eine öffentliche Dialogveranstaltung begleitet.

Nach Abschluss der Arbeitsschritte wird durch den Geschäftsbereich für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften eine Beschlussvorlage für den Stadtrat erstellt, der final über das Hochhausleitbild befinden wird.

 

Drucken

Partner