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https://www.dresden.de/de/rathaus/politik/stadtrat/c_01.php 11.04.2019 11:18:40 Uhr 15.09.2019 10:48:30 Uhr

Aktuelles aus dem Seniorenbeirat

27. Sitzung 11.3.19

Fachplan Seniorenarbeit – Arbeitsweise der Fachplangremien Seniorenarbeit und Altenhilfe – Schulungsangebot Demenz

Zum Stand der Fortschreibung des Fachplans Seniorenarbeit berichtete Frau Lohse /Sozialamt und erläuterte die Ziele der Fortschreibung. Kernaufgaben sieht das Sozialamt in der stärkeren Vernetzung in Breite und Tiefe der vielfältigen Aktivitäten. Besonders in der kommunalen Pflegeplanung soll der Ausbau und die Verzahnung der Angebote ausgebaut werden. In den stattfindenden Beteiligungsprozessen sollen die Bürger möglichst nah beteiligt werden.

Die Leitziele wurden bereits im Fachplan 2011 formuliert, bis 2015 öffentlich diskutiert, modifiziert und in 4 Leitzielen zusammengefasst:

  • Die Landeshauptstadt Dresden (LHD) sieht sich als gesellschaftlich Aufgabe im Zentrum als Moderator und Förderer.
  • LHD fördert das selbständige Leben im Alter (möglichst lange, selbstbestimmt und quartiersnah) durch Begegnungs- und Beratungsangebote. Dabei spielen Anhörung und Einbeziehung der Angehörigen und des persönlichen Umfeldes eine große Rolle.
  • Förderung von Aktivitäten für aktives Leben im Alter, z.B. Bildung, Sport, Unterstützungsangebote, auch durch Präventivhausbesuche.
  • Integrative Sozialplanung durch Vernetzung und Stärkung der Selbsthilfegruppen. /E

Frau Lohse /Sozialamt gab einen Überblick über die Arbeit der Fachplangremien Seniorenarbeit in den Stadtbezirksämtern (SBA). Förderziele sind insbesondere „aktives Altern“, z.B. „gesund und vital im Alter“ und die Öffnung nach außen. Sie würdigte die Arbeit der Gremien, es wurden ca. 400 Bürger erreicht. Es steht weiterhin ein Budget im HH-Plan bereit.

Mitglieder der Gremien berichteten über ihre Arbeit in den Sozialräumen. Schwerpunktthemen waren z.B. Begegnungsangebote, offene Türen in den Einrichtungen in den einzelnen Sozialräumen, Pflege, Suchtgefahr, Wohnen im Alter in eigener Wohnung, steigende Mieten, Wohnungsumbau, Wohnumfeld, Altersübergang. Bewährt haben sich Diskussionsveranstaltungen, offene Diskussionsrunden, Fragebogenaktionen mit offenen Auswertungen, Tage der offenen Tür der Einrichtungen, Informationsangebote in Einkaufszentren, Aufbau persönlicher Kontakte und sozialer Netzwerke. Zunehmende Beliebtheit finden Einladungen zu gemeinsamen Geburtstagsfeiern zum 80. in den Sozialräumen. /E

Frau Augustin und Frau Liebe vom Dresdner Pflege- und Betreuungsverein e.V., gaben einen Bericht über ihre Tätigkeit im Bereich der Demenz. Seit 2013 gibt es ein kostenfreies Angebot an Schulungen, bis Dezember 2018 gab es 5683 Teilnehmer/innen.
Die Zielgruppen sind: Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste, Mitarbeiter/innen in Verkaufseinrichtungen, Banken, medizinische Berufen, Verkehrsbetrieben, Pflegeeinrichtungen usw. Schwerpunkte sind u.a. Umgang mit Erkrankten, aufgeteilt in Grund– und Aufbauschulung.
Für die Öffentlichkeitsarbeit tritt der Verein bei Messen und anderen Veranstaltungen, in Presse und Fernsehen auf.
Die Rückkopplung aus den Schulungen beinhalte hohe Anerkennung, Wunsch nach mehr Öffentlichkeitsarbeit und eine Erweiterung der Beratungen für Demenzpatienten und ihrer Angehörigen sowie Ausländer. Als Hauptprobleme werden in Überlastung von Angehörigen, zu wenig Pflegeplätze und zu wenig Personal gesehen.
Die Zahl der Demenzkranken beträgt z.Z. in Dresden 16.000 mit steigender Tendenz. Besondere Personengruppen sind u.a.: jung und dement, geistig behindert und dement sowie besonders herausfordernde Formen (z.B. Frontotemporal).
Die Finanzierung des Schulungsprojektes ist nicht gesichert, der geforderte Eigenanteil ist nicht zu leisten. Ziel muss es sein, die Pflegeversicherung mit an der Finanzierung zu beteiligen, ebenso das Land und die Kommunen. /R

26. Sitzung 14.1.19

Wohnkonzept – Seniorenthemen in Stadtbezirksverfassung – Mehrgenerationshaus „riesa efau“ – Fachförderrichtlinie Sozialamt – Pflasterung des Altmarktes

Frau Maly (Stadtplanungsamt) stellte die umfangreiche Vorlage vor. Sie ist die Fortschreibung des Wohnkonzeptes, das 2011 erstellt und in den Jahren 2014 und 2016 bereits fortgeschrieben wurde und nun die Entwicklung bis 2025 im Focus hat. Es soll als Strategiepapier den verbindlichen Leitfaden für die kommunalen Elemente und Maßnahmen zur Abstimmung in der Stadtverwaltung und im Stadtrat bestimmen. Damit reagiert Dresden - wie auch in anderen Städten üblich - auf die sich dynamisch entwickelnde Wohnungsmarktsituation.

Die Vorlage hat folgenden Aufbau:

  • Wohnungsmarktanalyse und -prognose
  • Ziele der Dresdner Wohnungspolitik
  • Handlungsfelder und Maßnahmen bis 2025
  • Ausblick

In der Vorlage wird auch darauf hingewiesen, dass die kommunale Wohnungspolitik nur begrenzte Möglichkeiten besitzt und mit den wirtschaftlichen Interessen von Investoren auf dem Wohnungsmarkt in Konflikt geraten kann.

Nach lebhafter Diskussion wurde der Vorlage einstimmig zugestimmt. /E

BM Detlef Sittel stand für die Erläuterung der neuen Aufgaben der Stadtbezirksbeiräte und deren möglichen Auswirkungen auf Seniorenthemen in den Stadtbezirken zur Verfügung. Mit der Einführung der Stadtbezirksverfassung mit Direktwahl der Stadtbezirksbeiräte bekommen die Stadtbezirke eigene Budgets zur Verfügung, über deren Verwendung der jeweilige Stadtbezirksbeirat entscheidet. Das können Förderungen sowohl in investive wie auch institutionelle Vorhaben sein. Die Höhe der Budgets beschließt der Stadtrat im jeweiligen Haushaltsplan-Beschluss, z.Zt. sind es 10 €/Einwohner. Eine planmäßige Beteiligung des SenBR ist nicht vorgesehen. Wenn erforderlich, ist eine Einflussnahme über die Stadtrats-Fraktionen möglich. /E

Frau Neuber stellte die Entwicklung vom riesa efau Kultur Forum zum Mehrgenerationshaus „riesa efau“ (MGH) seit 2008 dar. Die Schwerpunkte werden in den Bereichen Bildung und Integration, haushaltsnahe Dienstleistungen sowie Alter und Pflege gesetzt. Querschnittsziele sind generationenübergreifende Arbeit, Einbindung von freiwilligem Engagement und die Sozialraumorientierung. Das MGH wird täglich von 80 bis 100 Personen besucht. 2018 wurden 35 generationenübergreifende Treffs, Veranstaltungen, Kurse usw. mit 450 Terminen angeboten. Die Angebote wurden von 28.000 Besuchern/innen wahrgenommen - weitaus die Meisten für die Offenen Treffs. Durch das Bundesprogramm 2017-2020 ‚Gestaltung des demografischen Wandels sowie Integration‘ kann die erfolgreiche Arbeit fortgesetzt werden. Das besondere Potenzial besteht in der Verbindung von sozialem Engagement und kulturellen Angeboten für alle Altersgruppen. Das MGH wird vom Bund und der Stadt Dresden gefördert. /E

Die Vorlage Fachförderrichtlinie Sozialamt wurde von Frau Thieme vom Sozialamt vorgestellt und erläutert. Im Doppelhaushalt sind für die Förderung von Angeboten und Maßnahmen von zahlreichen Trägern im Jahre 2019 die Summe von 5,9 Mio. € und im Jahr 2010 eine Summe von 6,2 Mio. € eingestellt. Der SenBR stimmt der Vorlage einstimmig zu. /E

Das Mitglied des SenBR, Klaus Kummer, stellte im Namen der Arbeitsgruppe Mobilität einen Antrag zur neuen Pflasterung des Altmarktes vor:
„Der Seniorenbeirat empfiehlt nachdrücklich, dass die Pflasterung des Altmarktes mit geschnittenem Material ausgeführt wird, um eine zukunftsfähige Gestaltung zu gewährleisten“.

Begründung:
Im Zuge der Neuverlegung von Medien für die Marktbetreibung soll der jetzige Pflasterbelag komplett aufgenommen werden. Die bestehende Pflasterung mit „Holperpflaster“ stellt eine Behinderung dar für Behinderte und Senioren, insbesondere, wenn sie auf Rollstühle oder Rollatoren angewiesen sind.

Der Antrag wurde mehrheitlich beschlossen. /E

Hier finden Sie die Berichte früherer Beiratssitzungen:

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