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https://www.dresden.de/de/rathaus/politik/stadtrat/c_01.php 17.08.2020 09:37:55 Uhr 22.09.2020 10:03:14 Uhr

Aktuelles aus dem Seniorenbeirat

6. Sitzung, 30.6.2020

Corona-Auswirkungen auf Seniorenheime der LHD – Ergebnisse der Enquete-Kommission des Sächs. Landtages – Gerontopsychiatrische Versorgung in der LHD – Wohnen und Pflege im sozialen Raum - Kulturentwicklungsplan der LHD

Die Corona-Pandemie hatte erhebliche Auswirkungen auf die städtischen Seniorenheime der Cultus GmbH. Frau Lohse (Sozialamt) erläuterte die Maßnahmen zur Bewältigung dieser bisher einmaligen Krise, die die Cultus GmbH vor enorme Herausforderungen in der Größenordnung eines Ausnahmezustandes stellte. In Beratungen des Runden Tisches wurden die wichtigsten Maßnahmen vorgestellt, beraten und beschlossen. Dies betraf insbesondere die Schließung der Tagespflegeaktivitäten und ein Besuchsverbot – außer in lebensbedrohenden Situationen. Die Information der Angehörigen, Probleme bei externen Dienstleistern, Beschaffung von Desinfektionsmaterials usw. galt es zu bewältigen, wie auch die Einrichtung spezieller Besuchsbereiche, wo Kontakt mit den Heimbewohnern/innen durch Hören und Winken ermöglicht wurde. Es musste ein Personal-Notfallkonzept erarbeitet werden, sehr hilfreich war die gute Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt.
Insgesamt gesehen war die Versorgung der Heimbewohner/innen stets gewährleistet und die Schutzeinrichtungen funktionierten. Die Auswertung dieser Ausnahmesituation wird vorgenommen, um in Zukunft, schnell reagieren zu können. /E

Vorstellung Ergebnisse der Enquete-Kommission des SL, BE: Prof. Dr. Peschel

  • Einladung Landesseniorenbeauftragte Frau Schifferdecker
  • Durchsetzung Pflegestärkungsgesetz des Bundes
  • Konzertiere Aktion in 5 AG
  • Sofortprogramm zur Entlastung der Pflege bis 40% à 30T€ je Einrichtung bei Digitalisierung über Landespflegeausschuss
  • Finanzierung der Pflegeversicherung
  • Beachtung steigender Kosten
  • Gesetz zur Entlastung Angehöriger mit <100T€ Jahreseinkommen
  • wachsende Belastung der Kommunen puffern
  • Pflegepaket Frau Klepsch
  • gutes Leben im Alter 10 Punkteprogramm
  • Stärkung Pflegerat
  • Tarifentlohnung von Pflegekräften
  • Führerschein für Pflegekräfte, Parkgenehmigung, Bürokratieabbau
  • Modellprojekte in der Pflege

Nachbarschaftshilfe, Begleitung

  • Stärkung der Pflegekampagne
  • sächs. Betreuungs-u. Wohnqualitätsgesetz
  • Heimrecht und Aufsicht
  • Stärkung der Interessenvertretung der Senioren
  • Landesinitiative Demenz
  • Quote von Fachkräften muss verbessert werden – Personalbemessung
  • Pflegekräfte <-> Instrument zur Arbeitsverteilung
  • Niedrigschwellige Begleitung, stärkere Vernetzung
  • Koordinierung Pflegekassen und Fachservicestellen
  • Landtag Ausschuss für Soziales, öffentliche Anhörung

sehr viele theoretische Ansätze, die auch umgesetzt werden sollten - AG-Bildung erforderlich

Forderungen SB:

  • Stärkung der Heimbeiräte

Pflegedienste sollten Arzt im Einsatz gleichgestellt werden

  • Vernetzung mit Volkssolidarität ist ungenügend
  • Sozialverband und Clearingstelle gefordert
  • KSV – Aufsichtsbehörde, Pflegekassenüberwachung
  • Senioren ohne Netzanbindung?
  • Explosion der Zuschüsse Eigenanteile – keine Umlage auf Pflegende!
  • Diskurs mit Frau Schifferdecker und Prof. Peschel ist fortzusetzen

/M

Wohnen und Pflege im sozialen Raum         

wird im Laufe des Jahres behandelt und erneut beim zuständigen BM angefragt. /M

Der Kulturentwicklungsplan der LHD 2020 als Vorlage des OB wurde von Herrn Dr. Winterfeld (GB Kultur und Tourismus) vorgestellt. Es handelt sich um die Fortschreibung des Planes von 2008.

Als Ausgangspunkt wurden die Themen definiert:

  • Inklusion
  • demographische Entwicklung
  • Pluralisierung, Individualisierung
  • Rassismus
  • Klimawandel,
  • Digitalisierung
  • Zuwanderung, Migration

Als Leitlinien dienen die Themen:

  • Herausforderungen für die Kultur
  • Gedächtnis der Stadt
  • Gegenwart und Zukunft
  • Qualität und Exzellenz
  • Kultur in der wachsenden Stadt

Der Zeitplan sieht die Befassung im Stadtrat ab September 2020 vor.

In einer sehr kritischen Diskussion wurden Themen angesprochen wie:

  • zu geringe Wertung der Volkskultur, insbesondere der Chöre (70 Chöre in Dresden)
  • zu geringe Würdigung der Kulturentwicklung im 20. Jahrhundert
  • das Fehlen solcher kulturellen Höhepunkte wie z.B. das Dixieland-Festival

Der SenBR stimmte der Vorlage mehrheitlich zu. /E

5. Sitzung, 15.6.2020

Konkretisierung Fachförderrichtlinie Sozialamt – Antrag Aufwertung Ullersdorfer Platz– Fachplan Seniorenarbeit und Altenhilfe – Fußwegekonzept – Gerontopsychiatrische Versorgung – Einsamkeit im Alter

Herr Schäfer (Sozialamt) erläuterte die Vorlage. Sie befasst sich mit der Bereitstellung von Mitteln für Träger der freien Wohlfahrtspflege, Vereine und Andere, um sie in die Lage zu versetzen, soziale Angebote gemäß des Subsidaritätsprinzips für konkrete Bedarfsgruppen bereitzustellen.

Dabei werden von der Beschlussfassung 2018 nicht verwendete Zuwendungssummen auf andere Projekte des Haushaltjahres 2020 verteilt.

Das Teilhabe-Chancen-Gesetz bietet der Stadt Dresden die Möglichkeit, Träger einen Anreiz zu bieten, Mitarbeiter/innen im Rahmen der Quartierassistenz einzusetzen. Deren Aufgabe ist die stärkere Unterstützung von Bewohnern/innen (hauptsächlich Zielgruppen des Sozialamtes) im Quartier.

Bürgermeisterin Dr. Kaufmann (Soziales) wies darauf hin, dass dieses Teilhabe-Chancen-Gesetz Langzeitarbeitslosen neben der Nützlichkeit für die speziellen sozialen Zielgruppen eine Teilhabe an sinnvoller Tätigkeit erschließen soll mit der Perspektive, wieder Fuß auf dem 1. Arbeitsmarkt zu fassen. /E

Der Antrag der SPD-Fraktion greift ein seit fast 30 Jahren ungelöstes Problem auf: Verbesserung der Aufenthaltsqualität auf dem Ullersdorfer Platz. Durch den Bau des Gymnasiums Bühlau und den Wegfall des Parkplatzes hat sich die Situation weiter verschärft. Auch gibt es weder Barrierefreiheit an den ÖPNV-Haltestellen noch öffentliches WC.
Außerdem steht die verkehrliche Neuorganisation bisher einer Lösung entgegen.

Der Seniorenbeirat empfiehlt einstimmig, der Beschlussempfehlung des Stadtbezirksbeirates Loschwitz zu folgen. /E

Stand – Erarbeitung Fachplan Seniorenarbeit und Altenhilfe     BE: Herr Schäfer/Sozialamt.

Fachplanung, Finanzierungsmanagement, Prozessentwicklung, Leitgedanken

  • gehören zur Stadtgesellschaft
  • selbstbestimmtes Leben – niederschwelliger Zugang
  • Rechtsanspruch – Verantwortung der Stadt, Schlüssel sind Erfahrungen aus der Vergangenheit und können bei Bedarf geändert werden
    • Seniorenbegnung 1 : 6.500
    • Seniorenberatung 1 : 5.900
  • effiziente und verteilungsgerechte Nutzung der Ressourcen
  • Aufbauorganisation + Ablauforganisation müssen verbunden werden
  • sehr viele theoretische Ansätze, die auch umgesetzt werden sollten

Forderungen SB:

  • verstärkte Beratungen zum Managementkonzept müssen praktikabel sein
  • Einbeziehung Gesundheitssystem
  • es gilt bürokratische Hürden abzubauen
  • alter Fachplan ist Basis für neuen Plan – muss weiterentwickelt werden
  • Beachtung auch der analogen Welt – was passiert, wenn Senior/in keinen Computer oder modernes Handy haben?
  • Bildungsangebote für ältere Mitbürger um sich auch in der digitalen Welt zurechtzufinden
  • Was können alte Menschen selbst in diesem System bewirken? - fehlt komplett!!
  • keine Reglementierung und Prozessentschlackung - Verantwortung der Träger
  • Termin für Fachplan noch offen! /M

Stand Fußwegekonzept der LH Dresden                

BE: Bürgermeister Schmidt-Lamontain

Strategie zum Fußverkehr wird vorgestellt Entwurf 2020

  • Problembeschreibung
    • 249 Querungsstellen
    • 537 Netzlücken (168km)
  • Einbeziehung Ortschaftsräte muss verstärkt erfolgen
  • sehr viele Vorleistungen erarbeitet – aber recht wenige konkrete Umsetzungen
  • Mittelbereitstellung, Priorisierung der Verfahren gilt es zu sichern
  • Beschlussvorlage soll bis Jahresende 2020 vorliegen – gibt Ausblick bis 2025

Forderungen SB:

  • Fußverkehrskonzept muss integriert werden
  • Anpassung Ampelschaltung (z.B. beschleunigtes Blinken) – Verkehrsfluss
  • Ampelschaltung für Blinde muss überall realisiert werden
  • Radfahren auf Fußgängerwegen?
  • alles dauert sehr lange - Zebrastreifen
  • Grünphasenzeiten sollten die Geschwindigkeit der Senioren berücksichtigen
  • Planungsansätze sind gut und wichtig, müssen aber auch zeitnah umgesetzt werden. /M

Einsamkeit im Alter, Berichterstatterin Frau LohseSozialamt

Wichtig sind der Aufbau von Sozialkontakten und die Kenntnis dazu vor dem Alterseintritt, der kommunale Auftrag besteht darin, die Teilhabe zu schaffen.:Möglichkeiten bieten z. B. die Begegnungsstätten in den einzelnen Stadtteilen, Selbsthilfeinitiativen  werden mit 3 Mill. Euro gefördert.

Die Infrastruktur dazu ist weiter auszubauen. Es gibt 28 Standorte, der Auftrag lautet, die Qualität ständig zu verbessern, dazu gehören zielgerichtete Maßnahmen, zugeschnitten auf die Anregungen und Probleme der älteren Menschen. Die Rolle der Quartiersassistenten ist von großer Wichtigkeit, auch Menschen in Pflegeeinrichtungen müssen erreicht werden. Dazu sind weitere Assistenten zu gewinnen.

Diskussion: Frau Dr. Sawatzki bemerkt, dass die älteren Menschen nur im direkten Kontakt ansprechbar sind, evt. über das Seniorentelefon.

Herr Mittag erinnert an den Datenschutz in diesem Zusammenhang.

Her Dr. Müller berichtet, dass es in England ein Einsamkeitsministerium gibt und Einsamkeit nicht nur im Alter vorhanden ist. Es gibt viele Angebote im Wohnbereich.

Hingewiesen sei auf die vielen Vereine im Dresdner Raum mit umfänglichen Angeboten für alle Wissens- und Interessengebiete. Allerdings gibt es natürlich auch Menschen, die in ihrer Einsamkeit bleiben möchten, jeder Zwang ist hier unangebracht. /R

4. Sitzung - entfallen

3. Sitzung, 20.1.2020

Konstituierung des neuen Seniorenbeirates – Vorstellung der Seniorenbeauftragten – Information ASB Prager Str.

Nach der Vorstellung der Mitglieder des vom Stadtrat neu gewählten Seniorenbeirates wurde die innere Struktur durch Wahlen bestimmt. Als Vorsitzender fungiert weiterhin Klaus Rentsch, ebenso sein Stellvertreter Dr. Peter Müller. Danach wurden die Mitglieder der Arbeitsgruppen und Verbindungspersonen zu den Stadtbezirken gewählt. Das Arbeitsprogramm für 2020 wurde ausgiebig diskutiert und einstimmig angenommen. /E

Die seit 1.1.2020 neu eingerichtete Position einer Seniorenbeauftragten im Büro des Oberbürgermeisters wird von Frau Scharf besetzt. Diese Position ist mit je einer halben Stelle auch für die Behindertenbeauftragte belegt. Diese Kombination wird als sehr sinnvoll angesehen, da beide Fachgebiete sich sehr gut ergänzen. Zusätzlich soll eine weitere halbe Stelle für eine/n Sachbearbeiter/in bereitgestellt werden. Frau Scharf stellte sich dem Seniorenbeirat vor. Sie war bisher in sozialer Arbeit tätig und sei gut vernetzt. Sie wünscht sich eine gute Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat. /E

Zum Punkt Information ASB Prager Str., ehemals Seniorenbegegnungsstätte waren sieben Bewohner anwesend und schilderten die derzeit unbefriedigende Situation durch die geschlossene Einrichtung. Die Problematik liegt in der Kostendeckung. Fördermittel seitens der Stadt können nur gewährt werden, wenn eine Seniorenbegegnungsstätte allen Senioren, nicht nur den Bewohnern, offensteht, was bisher nicht der Fall war. Der Geschäftsführer, Herr Peter Großpietsch, des Trägers ASB Dresden & Kamenz gGmbH war verhindert und hat seine Position schriftlich niedergelegt. Darin legt er dar, dass sich Vermieter und ASB geeinigt hätten, nach Umbaumaßnahmen eine räumlich verkleinerte Seniorenbegegnungsstätte bereitzustellen, die im Sommer dieses Jahres wieder betriebsbereit sei. Die entsprechende AG des Seniorenbeirates wird diesen Fall weiterverfolgen. /E

Hier finden Sie die Berichte früherer Beiratssitzungen:

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