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https://www.dresden.de/de/rathaus/ortsaemter/prohlis/geschichte/c_03.php 06.05.2015 11:39:11 Uhr 10.12.2018 02:12:31 Uhr

Niedersedlitz

Nachdem die Markgrafen von Meißen 1402 das Dorf Niedersedlitz erworben hatten, teilten sie es auf. 1568 ging der gesamte Ort an Abraham von Schönberg.

Im Dreißigjährigen Krieg brannte Niedersedlitz vollkommen ab. 1813 litten die Bewohner große Not in der Schlacht um Dresden. Erst 1876 erfolgte der Bau einer Schule. 1848 entstand ein Bahnhof, dem 1871 der Güterbahnhof folgte. Entlang des Schienenstranges wurden Fabriken errichtet. Der große Arbeitskräftebedarf war dann schließlich die Ursache für den Bau von zwei Vorortbahnen: 1899 die nach Leuben und Laubegast und 1906 die Lockwitztalbahn, die auch gern von Ausflüglern genutzt wurde.

Bis zum 1. Weltkrieg entstanden die Wohnstraßen zwischen altem Dorf und Eisenbahn. Viele Arbeiter fanden Wohnraum nördlich der Eisenbahn, so dass Leuben und Niedersedlitz hier nahtlos zusammenwuchsen. Dieser Teil von Niedersedlitz ist im Stadtteil Leuben mit Dobritz-Süd und Niedersedlitz- Nord enthalten.

Zwischen Windmühle und Dorf begann nach dem 1. Weltkrieg eine Genossenschaft mit dem Bau einfacher Häuser. Seit 1935 wurde die kleine Häuserreihe zu der heutigen großen Siedlung erweitert. Durch den Bau der »Sternhäuser« — Plattenbauten von 1983-1985 - südlich der Windmühlenstraße wird der Stadtteil auch optisch geteilt. Dieses Gebiet wird deshalb auch häufig dem Plattenbaugebiet Prohlis zugeordnet. In den Jahren 1996 bis 1998 entstand am Niedersedlitzer Platz eines der größten Geschosswohnungsbaugebiete.

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