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https://www.dresden.de/de/rathaus/ortsaemter/plauen/geschichte/c_01.php 06.05.2015 11:38:58 Uhr 15.11.2018 23:20:36 Uhr

Südvorstadt-West

In diesem Gebiet wird urkundlich 1315 - 1449 von einem Dorf Boskau (nördlich des jetzigen Beutlerparkes) und einem Vorwerk Auswick (1350) nahe der Münchner Straße berichtet, die aber in dieser Zeit aufgeteilt bzw. Wüstung wurden.

Die wohl älteste noch vorhandene Straße ist der Zellesche Weg, der sich ab Bergstraße als Nürnberger Straße bis zur Nossener Brücke hinzieht. Auf diesem Wege verkehrten die Zisterziensermönche des Klosters Altzella mit dem ihnen seit 1288 gehörigen Gut Leubnitz. Bis 1540 das Kloster aufgehoben wurde, brachten die »Zellfuhren« die Ernteerträge der Fronden des Leubnitzer Klosterhofes nach Altzella.

Eine jahrhundertelang genutzte Energiequelle war der Weißeritzmühlgraben. Er zweigte in der Nähe der Biedermannstraße von der Weißeritz ab, führte durch die Wilsdruffer Vorstadt und mündete nicht weit von der Weißeritz, die damals noch unterhalb der Marienbrücke in die Elbe floss.

Das Gebiet vor dem Plauenschen Schlage zwischen Chemnitzer und Bergstraße wurde 1851 ortsgesetzlich zum Baugebiet in offener Bauweise erklärt. 1855/56 wurden Straßen neu angelegt, u. a. die Schweizer Straße. Letztere hat dann ihren Namen auf das sich hier allmählich ausbreitende Villenviertel, das »Schweizer Viertel« übertragen.

1866 ließen die Preußen während der Besetzung von Dresden einen Schanzengürtel um die Stadt legen. Dabei entstand auch die Schanze an der jetzigen Reichenbachstraße, bis 1926 Schanzenpark genannt, seitdem Beutlerpark.

(Fortsetzung siehe Stadtteil Südvorstadt-Ost)

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