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https://www.dresden.de/de/rathaus/ortsaemter/neustadt/geschichte/c_01.php 06.05.2015 11:38:52 Uhr 13.12.2018 04:01:20 Uhr

Äußere Neustadt

Das Gebiet der Äußeren Neustadt hieß im Mittelalter »der Sand«. Im 30-jährigen Krieg fiel das angebaute Land wüst, und der Treibsand der Heide verwehte Felder und Straßen. 1744 gab der Landesherr das Feld zur Bebauung frei.

Im Zuge der Königsbrücker und Bautzner Straße entstanden etliche Gasthöfe und Gärten. Sie entwickelten sich zu beliebten Vergnügungsorten der Dresdner.
Nach dem Siebenjährigen Krieg entstanden allmählich die Gemeinden des Neuen Anbaus auf dem Sande: die Rats- und die Amtsgemeinde vor dem Schwarzen Tore. Die Bewohner — meist kleine Leute - lebten vom Gartenbau, vom Handwerk oder vom Gastgewerbe.

Erste Betriebe waren eine Alaunfluss-Siederei, eine Gießerei und eine Zichorienfabrik. 1823 errichteten die Geschäftsleute Jordan und Timaeus die Chocoladen- und Cichorienfabrik zwischen der heutigen Timaeus- und Jordanstraße.

Weitere Zeugnisse der industriellen Entwicklung im 19. Jahrhundert waren die Gründung der Societätsbrauerei Waldschlösschen, der Treibriemenfabrik Thiele an der Böhmischen Straße und von Pfund's Molkerei an der Prießnitz- und der Bautzner Straße.

Mit über 40.000 Einwohnern erreichte die Antonstadt 1910 wohl ihre höchste Bevölkerungszahl und mit weit über 100 auch ihre bis 1990 größte Kneipendichte. Hier lebten vor allem Arbeiter, Angestellte, Beamte und kleine Gewerbetreibende.

Die verfehlte Baupolitik der DDR führte ab den 70-er Jahren zum Verfall ganzer Straßenzüge. 1991 wurde das Kerngebiet der Äußeren Neustadt zum Sanierungsgebiet erklärt, seitdem hat eine rege Bautätigkeit eingesetzt.

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