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https://www.dresden.de/de/rathaus/ortsaemter/blasewitz/geschichte/c_01.php 06.05.2015 11:39:16 Uhr 15.11.2018 10:33:53 Uhr

Blasewitz mit Neugruna

Anfang des 18. Jahrhunderts bestand der bäuerliche Besitz in Blasewitz neben Gärten und Wiesen aus 154 ha Acker-land, Wald und Weingärten. Der Schillerplatz war der alte Dorfplatz.

Im Gasthof mit Sommerschankhaus an der Elbe (Schillergarten) hielt sich Friedrich v. Schiller gern während seines Dresden-Aufenthaltes (von 1785 bis 1787) auf. Die Wirtstochter Johanne Justine Segedin diente ihm als Vorbild für seine Gustel von Blasewitz in »Wallensteins Lager«.

Im 19. Jahrhundert wandelte sich das Dorf durch den Bau von Landhäusern zu einem vornehmen Villenort, in dem sich Fabrikbesitzer, hohe Staatsbeamte, Wissenschaftler und Künstler ansiedelten. Der Waldpark, nach wie vor eine der besten Wohnlagen in der heutigen Großstadt, entstand 1874 auf Betreiben des Waldparkvereins.

Aus der Stiftung des Dresdner Hofkapellmeisters Johann Gottlieb Naumann (1741 - 1801), durch Franz Liszt 1844 erheblich bereichert, entstand 1850/51 eine Schule nach einem Entwurf Gottfried Sempers.

Blasewitz ist u. a. Heimat des Dresdner Rudersports, der in den vergangenen Jahrzehnten beachtliche internationale Erfolge verzeichnete. Die Verkehrsanbindung zum rechtselbischen Loschwitz erfolgt seit 1893 über die eiserne stahlfachwerkversteifte Hängebrücke, das »Blaue Wunder«.

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