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https://www.dresden.de/de/rathaus/dienstleistungen/geburt.php 04.09.2019 10:47:41 Uhr 17.11.2019 08:41:27 Uhr

Geburt

Ausführliche Informationen zur Geburtsbeurkundung

Notwendige Unterlagen/Dokumente

Wird die Geburt eines Kindes angezeigt, sind dem Standesamt folgende Unterlagen vorzulegen (auch ältere gültige Urkunden werden anerkannt):

  • bei miteinander verheirateten Eltern die Eheurkunde oder ein beglaubigter Ausdruck aus dem Eheregister sowie die Geburtsurkunden, wenn sich die Registrierungsdaten der Geburt der Eltern nicht aus der Eheurkunde ergeben
  • bei nicht miteinander verheirateten Eltern die Geburtsurkunde der Mutter/des Vaters und, falls die Vaterschaft bereits anerkannt wurde, die beglaubigte Abschrift dieser Erklärung für das Standesamt sowie ggf. die Sorgeerklärung
  • bei geschiedenen Müttern die Eheurkunde und der rechtskräftige Scheidungsbeschluss oder die Eheurkunde mit Scheidungsvermerk
  • Geburtsurkunden vorangegangener Kinder der Kindesmutter
  • einen Personalausweis, Reisepass oder ein anderes anerkanntes Passersatzpapier der Eltern
  • bei Eingebürgerten die Einbürgerungsurkunde
  • bei Spätaussiedlern die Bescheinigung nach § 15 Bundesvertriebenengesetz
  • Nachweise über eventuell erfolgte Namensänderungen
  • bei mündlicher Anzeige eine von einer Ärztin/einem Arzt oder einer Hebamme/einem Entbindungspfleger ausgestellte Bescheinigung über die Geburt, soweit sie bei der Geburt zugegen waren

Das Standesamt kann die Vorlage weiterer Urkunden verlangen, wenn dies zum Nachweis von Angaben erforderlich ist.

Bei Geburtsanzeigen mit Auslandsbezug (zum Beispiel Geburt oder Eheschließung der Eltern bzw. Elternteile außerhalb Deutschlands) erhalten die Kindeseltern zeitnah eine Einladung mit einem Termin zur Vorsprache und einer Auflistung der notwendigen Unterlagen.

Dieser Termin sollte zwingend eingehalten bzw. eine Terminverschiebung vereinbart werden.

Ausländische Urkunden müssen ggf. beglaubigt sowie von einem in Deutschland vereidigten Übersetzer übersetzt werden.

Gern kann bereits vor Geburt des Kindes Kontakt mit dem Standesamt für ein ausführliches Beratungsgespräch aufgenommen werden.

Sollte ein Beteiligter nicht über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen, so ist ein vereidigter Dolmetscher zur Vorsprache mitzubringen. Wenn kein vereidigter Dolmetscher beauftragt werden kann, kann alternativ eine Person des Vertrauens gegen eine Verwaltungsgebühr von 30 Euro seitens des Standesamtes Dresden vereidigt werden. Diese Person darf in keinem Verwandtschaftsverhältnis zu den Beteiligten stehen und sollte sowohl die deutsche Sprache als auch deren Heimatsprache fließend sprechen und übersetzen können. Ein Beteiligter darf nicht als Dolmetscher in eigener Angelegenheit tätig werden. Wir verweisen dabei ausdrücklich auf § 2 Abs. 2 der Personenstandsverordnung.

Anzeigepflicht

Sollte ein Kind zu Hause geboren sein, ist die Geburt innerhalb von einer Woche durch persönliche Vorsprache im Standesamt anzuzeigen.

Zur Anzeige sind verpflichtet

  • jeder Elternteil des Kindes, wenn er sorgeberechtigt ist,
  • jede andere Person, die bei der Geburt zugegen war oder von der Geburt aus eigenem Wissen unterrichtet ist.

Bei jeder Vorsprache muss ein gültiger Lichtbildausweis vorgelegt werden.

Bei Geburten in Krankenhäusern und sonstigen Einrichtungen in denen Geburtshilfe geleistet wird, ist der Träger der Einrichtung zur Anzeige verpflichtet.

Bei vollständigen originalen Geburtsanzeigen (beide Unterschriften der sorgeberechtigten Eltern für die Namensbestimmung des Kindes) und vollständiger Abgabe der persönlichen Unterlagen im Original (siehe Absatz Notwendige Unterlagen/Dokumente) werden die Geburtsurkunden an die Kindeseltern per Einschreiben (4 Euro Porto) versandt (2 gebührenpflichtige Urkunden und jeweils eine Urkunde zur Beantragung von Kindergeld, Elterngeld sowie zur Vorlage bei der Krankenkasse).

Die für die Beurkundung notwendigen Dokumente sollten in einer einfachen Prospekthülle über das zuständige Klinikpersonal eingereicht werden. Urkunden aus A4-Stammbüchern sollten somit vorab entnommen werden.

Sollten innerhalb von 2 Wochen keine Unterlagen postalisch eingegangen sein, dann sollten sich die Kindeseltern beim Standesamt informieren, welchen Unterlagen ggf. noch benötigt werden.

Die Namenwahl

Grundsätzlich sind die sorgeberechtigten Eltern bei der Vornamenswahl ihres Kindes frei, jedoch dürfen die gewählten Vornamen dem Kindeswohl nicht widersprechen.

Schauen Sie sich dazu bei Interesse folgende Grafik an und erfahren mehr zur Vornamenwahl.

Quelle: Institut für Demoskopie Allensbach und Gesellschaft für deutsche Sprache, 2013 aus: "Motive der Vornamenwahl. Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von Eltern". Herausgegeben von Andrea-Eva Ewels (Gesellschaft für deutsche Sprache) und Steffen de Sombre (Institut für Demoskopie Allensbach). Gesellschaft für deutsche Sprache 2014.

Die vollständige Umfrage kann als Broschüre bei der Gesellschaft für deutsche Sprache angefordert werden.

Für die Bestimmung und Änderung des Geburtsnamens eines Kindes gibt es eine Vielzahl von Voraussetzungen und Möglichkeiten, in jedem Fall ist eine Beratung durch die Standesbeamten notwendig - bitte sprechen Sie dazu während unserer Öffnungszeiten vor.

Die Vaterschaftsanerkennung

Zur Vaterschaftsanerkennung beim Standesamt müssen beide Elternteile gemeinsam erscheinen. Dafür benötigt werden

  • die Geburtsurkunden der Eltern sowie
  • gültige Lichtbildausweise der Eltern.

Vorgeburtliche Vaterschaftsanerkennungen nimmt auch das Jugendamt, Abteilung Beistandschaften, Amtsvormundschaften und -pflegschaften, entgegen. Dort sind außerdem gleichzeitig Unterhaltsfestlegungen und Sorgerechtserklärungen möglich. Eine Vaterschaftsanerkennung nach Geburt des Kindes ist beim Jugendamt nur möglich, wenn bereits eine Beurkundung mit Mutter und Kind beim Standesamt erfolgt ist.

Nachträglich benötigte Geburtsurkunden oder Abschriften aus dem Geburtenbuch beurkundeter Kinder im laufenden Jahr können persönlich während der Öffnungszeiten im Standesamt Dresden online, per Fax oder auf dem Postweg beantragt werden.

Informieren Sie sich hier über den Familienpass des Freistaates Sachsen.

Fehlgeburten

Für erlittene Fehlgeburten besteht die Möglichkeit der Ausstellung einer Bescheinigung gemäß § 31 Abs. 3 der Personenstandsverordnung. Anzeigeberechtigt ist grundsätzlich jede Person, der bei Lebendgeburt die Personensorge zugestanden hätte. Für weitergehende Informationen bzw. zur Terminabstimmung wenden Sie sich bitte direkt an die Sachgebietsleiterin des Sachgebietes Geburten und Sterbefälle.

Kontakt

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Abteilung Standesamt
Sachgebiet Geburten und Sterbefälle
Fachbereich Geburten


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