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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/archiv/2016/10/pm_076.php 26.10.2016 09:56:54 Uhr 29.09.2020 03:29:21 Uhr
Meldung vom 21.10.2016

Radfahren in Dresden soll attraktiver werden

Der Beigeordnete für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr Raoul Schmidt-Lamontain stellte heute, 21. Oktober, den Entwurf des Radverkehrskonzeptes der Landeshauptstadt Dresden vor. Für den Baubürgermeister steht die Förderung des Radverkehrs ganz oben auf seiner Agenda. „Das Radverkehrskonzept leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der vom Stadtrat am 24. März 2011 beschlossenen Ziele für die Verkehrsentwicklung der Landeshauptstadt Dresden für den Zeithorizont 2025 und darüber hinaus“, betont Raoul Schmidt-Lamontain. „Es konkretisiert die radverkehrsbezogenen Festlegungen aus dem am 20. November 2014 beschlossenen Verkehrsentwicklungsplan 2025plus“, so Schmidt-Lamontain weiter.

Das Radverkehrskonzept steckt den Rahmen für die Förderung des Radfahrens im Alltag und für den touristischen Radverkehr in Dresden ab. „Schon heute haben wir einen hohen Anteil an Radfahrerinnen und Radfahrern in Dresden“, erläutert Raoul Schmidt-Lamontain. „Vor allem wegen des gegenüber dem Kfz-Verkehr geringeren Flächenbedarfs kann mit einer gezielt eingesetzten Förderung des Radverkehrs auch das städtische Straßennetz entlastet werden. Radfahren ist außerdem gesund, macht Spaß und ist ein Betrag für den Klimaschutz und die Stadtqualität“, begründet Schmidt-Lamontain seine Priorität für den Radverkehr.

Als erster Teilschritt war 2010 das Radverkehrskonzept für die Innenstadt vom Stadtrat verabschiedet worden. Jetzt liegt die Planung für die gesamte Stadt vor, die im Herbst 2013 ihren Anfang nahm. Eine Projektgruppe, der Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden, Polizei, Fachämtern, Ortsämtern und Ortschaften sowie der öffentlichen Verkehrsunternehmen angehörten, begleitete den Prozess. Die Radverkehrsnetzplanung wurde mit der Radverkehrskonzeption des Freistaates Sachsen sowie mit den Nachbarkommunen abgestimmt. Die Beschlussfassung im Stadtrat ist für März 2017 geplant.

Das klassifizierte Radverkehrsnetz für den Alltagsradverkehr als Kern des Radverkehrskonzeptes soll einmal circa 829 Kilometer Streckenlänge umfassen. Davon sind 330 Kilometer mit einer entsprechenden Wegweisung konzipiert. Um eine durchgängige anforderungsgerechte Befahrbarkeit des klassifizierten Radverkehrsnetzes zu gewährleisten, wurden rund 450 Maßnahmen im Hauptroutennetz identifiziert. Neben der Entwicklung des Hauptroutennetzes und der Festlegung von Prioritäten enthält das Radverkehrskonzept Teilkonzepte zur Verbesserung der Verkehrssicherheit, zum Fahrradparken und zu Bike & Ride, zum Verkehrsmanagement und zur Öffentlichkeitsarbeit sowie Aussagen zum Finanzierungsbedarf und Umsetzungsempfehlungen. Dresden wird damit erstmals über ein gesamtstädtisches Radverkehrskonzept mit einem systemhaften Ansatz der Radverkehrsförderung verfügen: mehr als Netz und Infrastruktur. Das Konzept ist Vorrausetzung für das Einwerben von Fördermitteln für die Fahrradinfrastruktur.

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