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Meldung vom 16.09.2015

Dresden handelt! Neue Unterstützungsangebote für Asylsuchende, Flüchtlinge und Zugewanderte in Dresden

MEIN ORDNER und gemeinsame Kompetenzstelle

(Gemeinsame Pressemitteilung mit dem IQ Netzwerk Sachsen)

Immer mehr Menschen kommen aus Krisengebieten nach Deutschland, Sachsen und Dresden und stellen die Kommunen vor neue Herausforderungen. Unter dem Motto „Dresden handelt!" hat die Stadt Dresden gemeinsam mit dem IQ Netzwerk Sachsen kompetente Partner ins Boot geholt, um diesen Hilfesuchenden Unterstützung zu geben.

Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert, die Geschäftsführer der Dresdner Agentur für Arbeit und des Jobcenters Dresden, Thomas Wünsche und Jan Pratzka, sowie Kay Tröger vom IQ Netzwerk Sachsen stellten heute (Mittwoch, 16. September 2015) in der Yenidze vor, wie die Probleme der Zuständigkeiten, der Verantwortungsübergänge und die teilweise noch unzureichenden Abstimmungen im Prozess der Integration von Zugewanderten oder Flüchtlingen hier in Dresden ganz praktischen, gemeinsam getragenen und nachhaltigen Ideen weichen sollen.

„Unser Ziel ist klar: Wir wollen, dass die Asylsuchenden beruflich und gesellschaftlich in Dresden ankommen. Wir setzen damit bewusst früh an, damit die Menschen gar nicht erst das Gefühl bekommen, aufs Abstellgleis geschoben zu werden. Aktivität statt Passivität – das ist unser Motto. Mit einer guten Struktur, klaren Prozessen und einer Kultur des Miteinander und Füreinander werden wir die Herausforderungen durch Zuwanderung, Flucht und Asyl meistern", stellt der Dresdner Oberbürgermeister Dirk Hilbert klar.

Mit MEIN ORDNER – entwickelt von der Stadt Dresden in Zusammenarbeit mit dem Jobcenter und dem IQ Netzwerk Sachsen, unterstützt von der Ausländerbehörde, der Arbeitsagentur und der Stabsstelle Asyl im Sächsischen Innenministerium – wurde eine erste und praktikable Hilfe geschaffen, die als umfassendes Informationsmedium gedacht ist.

Neben themenspezifischen Registerblättern mit hilfreichen Kontaktadressen und Checklisten soll der bilingual (englisch–deutsch) gestaltete Ordner zur Ablage der wichtigsten Dokumente dienen und möglichst in allen Beratungsgesprächen genutzt werden. Der Ordner unterstützt damit auch die Sozialbetreuer, die Sachbearbeiter in den Behörden und die ehrenamtlichen Helfer bei der Betreuung von Asylsuchenden.

Ausgehend von den Erfahrungen im Einsatz von MEIN ORDNER in Dresden soll dies ein landesweites Instrument zur Unterstützung der individuellen Integrationsprozesse werden. Der Dresdner Entwurf hat bereits große Resonanz gefunden. Die Stadt Leipzig wird voraussichtlich als nächste Metropole den Ordner zum Einsatz bringen. Weitere Kommunen sind interessiert.

Ein weiteres Unterstützungsangebot wird die noch in Planung befindliche gemeinsame Kompetenzstelle. Hier sollen zeitnah und unbürokratisch Agentur für Arbeit, Jobcenter, die Stadt Dresden und das IQ Netzwerk und weitere wesentliche Partner im Bereich des Arbeitsmarktzuganges, fachlich-inhaltlich vernetzt werden und damit den Zugewanderten Wissen, Beratungskompetenz und Hilfe in gebündelter Form bieten. Oberbürgermeister Dirk Hilbert fügt hinzu: „Integration in Arbeit oder Ausbildung ist einer der erfolgreichsten Wege bei der Integration in unsere Gesellschaft. Arbeitslosigkeit, keine Ausbildung und keine Kenntnisse der deutschen Sprache bewirken das Gegenteil."

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