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Stadtarchiv lädt zu Vortrag über Abenteurer John Greis ein

Am Donnerstag, 8. Oktober 2026, 18 Uhr
Greis beschriebt das Unglück mit der Schiffsgondel auf dem Neusiedler See. Greis beschriebt das Unglück mit der Schiffsgondel auf dem Neusiedler See. Österreichische Illustrirte des Jahres 1853

Wer zum Teufel war John Greis? – fragt das Stadtarchiv Dresden am Donnerstag, 8. Oktober 2026, 18 Uhr, in den Räumlichkeiten Elisabeth-Boer-Straße 1. Dann lädt ein Vortag von Dr. Sepp Gmasz Geschichtsinteressierte ein, spannende Details aus dem Leben des Abenteurers und Weltenbummlers mit Endstation in Dresden zu erfahren. Der Eintritt ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Seemann, Schiffskapitän, Zeitungsherausgeber, 1848er, Literat und Gastwirt – das Leben des John Greis liest sich wie ein Roman. 1809 als Sohn norwegischer Einwanderer in Kanada geboren, führte ihn sein Weg über die Weltmeere und Wien schließlich nach Sachsen. In Dresden fand der Rastlose seine letzte Heimat. Er starb hier am 5. Mai 1871 und wurde auf dem Neustädter Friedhof beerdigt.

Ausgangspunkt des Vortrags ist eine merkwürdige „Schiffsgondel“, die John Greis 1853 aus Bremerhaven an den Neusiedler See bringen ließ. Historische Quellen und neu erschlossene Zeitungsberichte geben Einblick in das wechselhafte Leben des vielseitig begabten Mannes, der heute nahezu vergessen ist.

Dr. Sepp Gmasz, geboren 1949 in Frauenkirchen/Burgenland, ist studierter Musikerzieher und Ethnologe. Er leitete die Abteilung Volkskultur des ORF-Landesstudios Burgenland in Eisenstadt, veröffentlichte zahlreiche Arbeiten zur burgenländischen Landeskunde und gründete das Neusiedler Stadtarchiv, dessen Leiter er viele Jahre war.