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Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2026/10/pm_001.php 01.10.2026 14:49:28 Uhr 14.10.2026 03:56:32 Uhr |
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Kulturbürgermeisterin Klepsch kritisiert Kürzungspläne des Freistaats
Am Montag, 5. Oktober 2026, wird der Ausschuss für Wissenschaft, Hochschule, Medien, Kultur und Tourismus des Sächsischen Landtages auf seiner 14. Sitzung den aktuellen Haushaltsentwurf des Freistaates für den neuen Doppelhaushalt 2027/28 im Kulturbereich diskutieren. Dieser enthält verschiedene negative finanzielle Auswirkungen für die kulturelle Infrastruktur in der Landeshauptstadt Dresden.
Die Kürzung des Ansatzes in der Förderrichtlinie Musikschulen/Kulturelle Bildung trifft die jahrelang aufgebaute fachliche Arbeit der entsprechenden Netzwerkstellen in den Kulturräumen. Konkret können bei Ausbleiben der Landesförderung zahlreiche Projekte und Maßnahmen in der außerschulischen kulturellen Bildung nicht fortgesetzt werden. In der Landeshauptstadt Dresden würde eine bisher finanzierte Personalstelle Kulturelle Bildung sowie die Organisation erfolgreicher Begegnungsformate zwischen Kulturbetrieben und Schulen wie der „Markt der Möglichkeiten“ wegfallen.
Auch die erst vor wenigen Jahren eingeführte Förderung von Jugendkunstschulen scheint mit den Kürzungen wieder eingestellt zu werden. Dresden würden damit bis zu 30.000 Euro jährlich für den Betrieb der Jugendkunstschule wieder genommen.
Im Bereich Musikschulen steht zu befürchten, dass bei gleichbleibendem Förderbudget, aber mehr geförderten Musikschulen in der Fläche, die staatliche Zuweisung an den Eigenbetrieb Heinrich-Schütz-Konservatorium weiter gekürzt wird und Tarif- und Kostensteigerungen durch den kommunalen Haushalt sowie die jährlich steigenden Unterrichtsentgelte aufzufangen sind.
Die vorgesehenen Kürzungen bei der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen werden viele freie Kulturinstitutionen, Künstlerinnen und Künstler treffen, die maßgeblich auch von der Landeshauptstadt Dresden gefördert werden. Freie Theater- und Musikensembles, soziokulturelle Zentren, Ausstellungsräume, Filmemacher und viele mehr werden ihre Tätigkeit weiter einschränken müssen, da deren Finanzierung oft auf einer Mischkalkulation aus kommunalen und Landesmitteln beruht. Die Stadt Dresden kann hier nicht kompensieren.
Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch, Mitglied im Kuratorium der Kulturstiftung des Freistaates für den Sächsischen Städte- und Gemeindetag„Der Freistaat Sachsen verweist gern auf seine herausgehobene Rolle als Kulturland, in dem Kunst und Kultur sogar in der Verfassung verankert sind. Die seitens des SMKT geplanten Kürzungen bei der Kulturstiftung sind deshalb das falsche Signal und tragen zur weiteren Schwächung insbesondere der Freien Szene bei. Das ist das falsche Signal und ich hoffe, dass der Sächsische Landtag hier ebenfalls Korrekturbedarf sieht.“