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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2026/06/pm_028.php 10.06.2026 13:55:28 Uhr 16.07.2026 13:32:45 Uhr

Neue Stadtschreiberin Olga Martynova liest am 15. Juni im Kulturpalast

Die Schriftstellerin und Lyrikerin Olga Martynovaim ist Dresdens neue Stadtschreiberin. Für ein halbes Jahr erhält sie mit ihrem Amt ein Stipendium und ein mietfreies Apartment in Dresden. Die Stadtschreiber-Jury überzeugte sie durch ihre poetische Sprache und ihre reflektierte, kulturgeschichtlich weit ausgreifende Literatur. In ihren Gedichten, Essays und Prosatexten verbindet sie persönliche Erfahrung mit literarischer Tradition und eröffnet dabei immer wieder neue Perspektiven auf Erinnerung, Geschichte und Gegenwart. Das Stipendium wird von der Dresdner Stiftung Kunst & Kultur der Ostsächsischen Sparkasse Dresden in Kooperation mit dem Amt für Kultur und Denkmalschutz vergeben.
Am Montag, 15. Juni 2026, 19.30 Uhr liest Olga Martynovaim im Foyer der Zentralbibliothek im Kulturpalast ausgewählte Texte aus ihrem Werk. Die Moderation übernimmt Axel Helbig. Der Eintritt ist frei.

„Olga Martynova vereint in ihrem Werk das Poetische mit dem Philosophischen, das Nachdenken über Erinnerung und Sprache mit einem feinen Sinn für Zwischentöne. Ihre Texte entstehen aus der Erfahrung zweier Kulturen und Sprachen und sind zugleich tief in der europäischen Literaturtradition verwurzelt. Damit steht sie für ein Schreiben, das Grenzen überwindet und Räume des Verstehens öffnet. Ich freue mich sehr, dass wir mit Olga Martynova erneut eine Stadtschreiberin in der Landeshauptstadt Dresden begrüßen können, die mit ihrer binationalen wie literarischen Sozialisation wichtige Perspektiven zwischen Deutschland und Russland in die hiesige Literaturszene einbringt.“
Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch
„Olga Martynovas Werk ist von einer feinen, intellektuellen Poesie geprägt, die Denken und Empfinden auf einzigartige Weise verbindet. Ihre Texte laden ein, die Welt mit neugierigem, offenem Blick zu betrachten – ganz im Sinne des Stadtschreiber-Gedankens, Dresden literarisch neu zu entdecken. Wir freuen uns, dass sie in unserer Stadt wirken und mit der Dresdner Leserschaft in Austausch treten wird.“
Heiko Lachmann, Vorstand der Dresdner Stiftung Kunst & Kultur der Ostsächsischen Sparkasse

Olga Martynova

wurde 1962 in Sibirien geboren und wuchs in Leningrad auf, wo sie russische Sprache und Literatur studierte. Seit 1991 lebt sie in Deutschland. Seit 2018 schreibt sie ausschließlich in deutscher Sprache. Für ihr literarisches Werk wurde sie vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis (2012); zuletzt erhielt sie für ihren Gedichtband „Such nach dem Namen des Windes“ den Peter-Huchel-Preis 2025.

Hintergrund 

Das Dresdner Stadtschreiber-Stipendium wird jährlich von der Landeshauptstadt Dresden in Kooperation mit der Dresdner Stiftung Kunst & Kultur der Ostsächsischen Sparkasse Dresden vergeben. Es richtet sich an deutschsprachige Autorinnen und Autoren, die ihren Lebensmittelpunkt nicht in Dresden haben. Das halbjährige Stipendium umfasst eine monatliche Förderung von 1.500 Euro sowie die mietfreie Bereitstellung einer Wohnung in Dresden. Der Aufenthalt dient der literarischen Auseinandersetzung mit der Stadt und der aktiven Teilnahme am kulturellen Leben Dresdens.