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Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2026/06/pm_023.php 10.06.2026 08:36:53 Uhr 16.07.2026 13:31:05 Uhr |
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Historischer Dorfkern Altdobritz erstrahlt in neuem Glanz
Der historische Dorfkern Altdobritz hat eine Frischekur bekommen. In den vergangenen fünf Jahren ließ die Stadtverwaltung den Spielplatz modernisieren, die historische Wegesäule wieder aufstellen und einen kleinen Park mit Sitzgelegenheiten anlegen. Auch die Straßen und Fußwege wurden grundhaft erneuert sowie Flächen entsiegelt. Die Verkehrsfreigabe folgt am Freitag, 12. Juni 2026.
Verkehrsbürgermeister Stephan Kühn„Altdobritz ist jetzt wieder ein richtiger Dorfplatz mit Sitzgelegenheiten als Treffpunkt. Wir haben den einzigartigen Dorfanger geordnet, begrünt und mit moderner Infrastruktur ausgestattet. Ich bin mir sicher, die Anwohnerinnen und Anwohner von jung bis alt werden ihre neue Ortsmitte gut annehmen und nutzen.“ Die Neugestaltung des alten Dorfkerns gehört zur Stadterneuerung im Fördergebiet Dresden Südost und ist gleichzeitig Teil des Leitprojekts „Blaues Band Geberbach“, das Prohlis und die Elbe durch einen Grünzug und neue Radwege verbindet.“
Mehr Platz zum Spielen und Erholen
Bereits im April 2021 öffnete der erweiterte Spielplatz „Möhre trifft Rübe“. Kinder freuen sich seitdem über eine Kletterlandschaft, eine Rutsche und Schaukeln. Im Jahr 2022 folgte die Umgestaltung einer ungeordneten Freifläche in den „Park an der Zwirnmühle“. Geschwungene Wege und blau blühende Stauden erinnern dort an den früheren Mühlbach.
Sicherer Verkehr und moderne Infrastruktur
Der letzte Bauabschnitt erfolgte zwischen Oktober 2024 und Juni 2026. Bauleute erneuerten die Straße Altdobritz sowie die angrenzenden Lassalle-, Kaden- und Breitscheidstraße auf rund 400 Metern einschließlich der Fußwege. Die Sackgasse Altdobritz erhielt hochwertiges Betonpflaster, um das historische Straßenbild wiederherzustellen. Die alten Kandelaber-Laternen wurden gereinigt und auf LED-Technik umgerüstet.
Radfahrer und Fußgänger sind nun sicherer in Altdobritz unterwegs. Die Fußwege erhielten an Einmündungen und Kreuzungen barrierefreie Bordsteinabsenkungen. Die Bushaltestellen wurden verlegt, barrierefrei umgebaut und mit neuen Unterständen ausgestattet. Zudem entstanden acht Pkw-Stellplätze, darunter ein Platz für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Unterirdisch wurden alle Gas-, Wasser-, Strom-, Fernwärme- und Telefonleitungen erneuert. 16 frisch gepflanzte Bäume – darunter Obstbäume wie Herbstapfel sowie Vogel- und Winterkirsche – runden das Erscheinungsbild ab. Ein besonderer Blickfang ist die restaurierte historische Wegesäule. Sie kehrte aus dem Lapidarium zurück und steht nun gut sichtbar im „Park an der Zwirnmühle“.
Partner und Kosten des letzten Bauabschnitts
Die BISTRA Bau GmbH aus Putzkau erneuerte die Straßen und verlegte die Leitungen. Um die neuen Pflanzen kümmerte sich die Kohout’s Garten- und Landschaftsbau GmbH aus Elstra.
Dieser letzte Bauabschnitt seit Oktober 2024 kostete rund 3,4 Millionen Euro. Ein Teil dieser Ausgaben wurde durch Finanzhilfen aus den Städtebauförderprogrammen „Zukunft Stadtgrün“ und „Lebendige Zentren“ gedeckt. Zudem unterstützte der Freistaat Sachsen gezielt den barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen. Den größten Anteil von rund 1,6 Millionen Euro übernahm die Stadt aus eigenen Mitteln. Zudem half der Stadtbezirksbeirat Blasewitz finanziell aus. Er finanzierte Details wie den neuen Schaukasten am Spielplatz und das Aufstellen der historischen Wegesäule.
Einblick in die Geschichte von Altdobritz
Der Dorfkern Altdobritz zählt zu den am besten erhaltenen historischen Ortslagen im Dresdner Südosten und ist in seiner Struktur und Bausubstanz einzigartig für die Stadt. Das Ortsbild ist durch die denkmalgeschützte Bausubstanz geprägt – darunter der ehemalige Palitzschhof, historische Bauernhäuser und die ehemalige Zwirnmühle. Zudem steht in Altdobritz das Geburtshaus des bekannten Malers Robert Sterl, der über mehrere Jahrzehnte zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Professor der Kunstakademie das sächsische Kunstgeschehen maßgeblich prägte.