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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2026/05/pm_092.php 29.05.2026 14:12:51 Uhr 15.06.2026 06:56:33 Uhr

Selbstbestimmt Wohnen in der vertrauten Umgebung

Städtische Wohnberatung unterstützt bei der Förderung zum Umbau der Wohnung

Damit ältere Menschen und Menschen mit Behinderung möglichst lange selbstständig in ihrer vertrauten Umgebung wohnen können, bietet die Landeshauptstadt Dresden eine umfassende Wohnberatung an. Gemeinsam mit verschiedenen Partnern unterstützt die Stadt bei der Planung und Finanzierung von Wohnraumanpassungen.

Wie erfolgreich das funktionieren kann, zeigt das Beispiel der 77-jährigen Gisela Ehrig. Sie lebt seit 2003 in einer Wohnung der Wohnungsgenossenschaft Glückauf Süd. Dank der Beratung durch die Wohnberatungsstelle wurde ihr Badezimmer vollständig barrierefrei umgebaut.

„Ich hätte mir nicht träumen lassen, dass mein Bad so umgebaut wird, dass ich es in meinem Alter weiterhin so gut nutzen kann. Es ist wunderschön geworden.“

Die Seniorin

Auf die Wohnberatung aufmerksam wurde sie durch einen Handwerker. Von der ersten Beratung im August 2024 bis zur Schlussabrechnung im Sommer 2025 wurde sie begleitet und unterstützt.

„Eine sympathische Mitarbeiterin informierte mich, welche einzelnen Schritte notwendig sind. Sie half mir, die Anträge zu stellen. Alles verlief reibungslos und schnell.“

Gisela Ehrig

Der eigentliche Umbau dauerte zwei Wochen.

Finanzierung und Förderung

Ein barrierefreier Umbau muss nicht an den Kosten scheitern. Im Fall von Gisela Ehrig wurden verschiedene Förderungen kombiniert:

  • Pflegekasse: 4.000 Euro Zuschuss. Seit Januar 2025 sind bis zu 4.180 Euro möglich.
  • Sächsische Aufbaubank (SAB): 8.000 Euro nach der Richtlinie Wohnraumanpassung. Seit August 2025 sind bis zu 4.000 Euro möglich.
  • Wohnungsbauförderung der Stadt Dresden: 2.500 Euro.

Ihr Eigenanteil belief sich auf lediglich 700 Euro.

Beratung und Vernetzung als wichtige Unterstützung

Rund 50 Prozent der monatlichen Anfragen in der Wohnberatungsstelle betreffen Anpassungen und deren Finanzierung. 

„Frühe Planung und umfassende Beratung sind für ältere Menschen und Menschen mit Behinderung entscheidend, um länger selbstständig in der eigenen Wohnung leben zu können.“

Claudia Kienast, Sachbearbeiterin im Sozialamt, rät zur Weitsicht

Die zentrale Wohnberatungsstelle fungiert dabei als Bindeglied zwischen Ratsuchenden, Fördermittelstellen, Vermietern und Handwerkern. Wichtig für Mieter: Vorab muss immer das schriftliche Einverständnis des Vermieters eingeholt werden, idealerweise ohne Rückbauverpflichtung.

„Für die Ratsuchenden ist es wichtig, dass der gesamte Prozess – von der Beantragung über den Umbau bis zur finalen Abrechnung – schnell und reibungslos abläuft. Die enge Verzahnung und Steuerung der zentralen Wohnberatungsstelle macht das möglich.“

Sozialbürgermeisterin Dr. Kristin Klaudia Kaufmann hebt die Kooperation der Partner beim Umbau hervor

Neben der Wohnungsanpassung gehören auch alternative Wohnformen, Informationsveranstaltungen sowie die Zusammenarbeit mit Fachberatungsstellen – etwa für Menschen mit Sehbehinderung oder Demenz – zu den Aufgaben der Wohnberatungsstelle.

Ansprechpartner:
Zentrale Wohnberatungsstelle 
Junghansstraße 2, 01277 Dresden
Telefon: 0351-4881450
E-Mail: wohnberatung@dresden.de

Übersicht der wohnortnahen Beratungsstellen:
www.dresden.de/media/pdf/sozialamt/Wohnberatung.pdf