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Landeshauptstadt Dresden - www.dresden.de https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2026/05/pm_030.php 08.05.2026 15:46:41 Uhr 15.06.2026 07:39:24 Uhr |
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Brücke Budapester Straße: Ab sofort Verkehrs- und Tonnagebeschränkung
Im Rahmen des Dauermonitorings der Brücke waren zuvor Verdachtsbereiche für mögliche Schädigungen festgestellt worden. Anfang dieser Woche wurden diese Bereiche genauer untersucht. Dabei wurden gezielten Bauwerksöffnungen vorgenommen und Spannstahlproben entnommen. Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass im überwiegenden Teil der Brücke, einschließlich des Abschnitts über die Bahnanlagen der Deutschen Bahn, keine Auffälligkeiten vorliegen. An zwei Stellen im Bereich zwischen Ammonstraße und dem innerstädtischen Brückenende wurde jedoch das typische Schadensbild eines versprödeten Spannstahls festgestellt. Deshalb sind nun Sicherungsmaßnahmen erforderlich.
Parallel zu den Verkehrsbeschränkungen werden weitere Maßnahmen vorbereitet:
- Im Bereich zwischen Ammonstraße und dem nördlichen innerstädtischen Brückenende werden zusätzliche Unterstützungen an den geschädigten Bauwerksteilen geplant und errichtet. Gleichzeitig beginnen vertiefende Untersuchungen zur Vorbereitung von Verstärkungsmaßnahmen.
- Die Brücke soll dauerhaft verstärkt werden mit dem Ziel, sie für einen Zeitraum von weiteren zehn Jahren zu erhalten. Dafür könnte die bisherige Asphaltschicht durch ultrahochfesten Beton ersetzt werden. Dieser übernimmt künftig die Funktion der Abdichtung, des Fahrbahnbelags sowie des statisch erforderlichen Ersatzes ausgefallener Bewehrung.
Das laufende Schallemissionsmonitoring wird als sicherheitsrelevante Maßnahme fortgeführt und begleitet sämtliche weitere Schritte.
Stephan Kühn, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften„Die nun entdeckten Schäden zeigen, wie richtig und wichtig es war, die Brücke Budapester Straße unter Dauerbeobachtung zu nehmen. Wir werden das Bauwerk und seine Statik auch weiter intensiv und eng monitoren und alles unternehmen, damit die Brücke noch weitere zehn Jahre im Betrieb bleiben kann. Um dies sicherzustellen, sind die jetzt eingeleiteten Sicherungsmaßnahmen notwendig.“
Hintergrund
Die eingeleiteten Maßnahmen entsprechen dem üblichen ingenieurtechnischen Vorgehen bei Bauwerken mit spannungsrisskorrosionsgefährdetem Spannstahl. Sie basieren auf einer vorsorglichen Risikobewertung und dienen der frühzeitigen und dauerhaften Sicherstellung der Standsicherheit sowie der Aufrechterhaltung eines wenn auch eingeschränkten Verkehrsflusses.
Bereits vor einem Jahr wurde an der Brücke ein umfassendes Monitoringsystem installiert. Hintergrund ist die Verwendung von spannungsrisskorrosionsgefährdetem Spannstahl, der besondere Anforderungen an die Bauwerksüberwachung stellt. Insgesamt erfassen 122 Schallemissionssensoren sowie rund 850 Meter faseroptische Sensorik mögliche Drahtbrüche und Rissbildungen im Bauwerk.
Die Landeshauptstadt Dresden informiert fortlaufend über neue Erkenntnisse und bittet alle Verkehrsteilnehmenden um Verständnis für die notwendigen Einschränkungen.