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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2026/04/pm_026.php 13.04.2026 12:53:56 Uhr 16.05.2026 19:33:03 Uhr

Neustadt: Toilettenanlage an der Hauptstraße geht in Betrieb

Eine weitere am Albertplatz folgt im Mai 2026

Toilette, WC, barrierefrei
Toilettenanlage Hauptstraße

Am heutigen Montag, 13. April 2026, hat die Landeshauptstadt Dresden eine neue öffentliche Toilettenanlage an der Hauptstraße in Betrieb genommen. Es ist die erste von insgesamt 13 neuen Toilettenanlagen im Stadtgebiet, die mit der Umsetzung des vom Stadtrat im Januar 2024 beschlossenen Toilettenkonzeptes gebaut werden sollen. Ziel ist eine bedarfsgerechte, barrierefreie und zukunftsfähige Neuordnung der öffentlichen WC-Infrastruktur. Die neuen städtischen Toilettenanlagen sind kostenlos nutzbar und täglich von 8 Uhr bis 21 Uhr geöffnet.

Schrittweise Umsetzung weiterer Standorte

Mit der Inbetriebnahme des Standorts Hauptstraße startet die schrittweise Realisierung des Gesamtkonzeptes. Als nächster Standort folgt eine Anlage am Albertplatz, deren Eröffnung für Mai vorgesehen ist. Mit den Anlagen auf der Sachsenallee und am Toeplerpark werden bis Ende des Jahres noch zwei weitere an zentralen Plätzen im Stadtgebiet realisiert. Die weiteren neuen Anlagen sollen in 2027 folgen.

„Öffentliche Toiletten sind ein wichtiger Bestandteil städtischer Infrastruktur. Insbesondere für Familien, ältere Menschen, aber auch Touristen ist es wichtig, gut auffindbare öffentliche Toiletten zu haben. Mit der Anlage an der Hauptstraße, den weiteren zwölf Standorten sowie den bereits vorhandenen Toiletten in öffentlichen Gebäuden wie Bibliotheken und Ämtern entsteht stadtweit ein gutes und gepflegtes Angebot.“

Baubürgermeister Stephan Kühn

Die neuen Anlagen werden konsequent barrierefrei errichtet. Vorgesehen sind überwiegend Unisex-Toiletten mit rund zwölf Quadratmetern Grundfläche. Sie verfügen unter anderem über ausreichend Bewegungsflächen für Rollstuhlnutzer, unterfahrbare Waschtische, angepasste Spiegel und klappbare Wickeltische. Kontrastreiche Gestaltungselemente verbessern die Orientierung für sehbeeinträchtigte Menschen. Die Anlagen werden täglich zweimal gereinigt und sind mit einem Graffiti-Schutz versehen. Je nach Standort kommen unterschiedliche Modelle zum Einsatz, darunter auch größere Mehrraumanlagen. 

Standortauswahl und Bestandsanpassung

Welche Standorte umgesetzt werden sollen, hat der Stadtrat festgelegt. In die Entscheidung gingen Nutzeranalysen, Bedarfsmeldungen sowie Rückmeldungen aus der Bürgerschaft und kommunalen Gremien ein. Die Umsetzung neuer Standorte erfolgt unter Berücksichtigung von Flächenverfügbarkeit, Medienanschlüssen sowie städtebaulichen und denkmalpflegerischen Anforderungen.
Gestaltung und Bauweise werden standortbezogen angepasst.

Im Zuge der Neuausrichtung werden insgesamt sechs neue Standorte etabliert:

  • Toeplerpark,
  • Wasaplatz,
  • Parkplatz Ammonstraße,
  • Lennéstraße,
  • Amalie-Dietrich-Platz und
  • Ullersdorfer Platz.

An weiteren sieben Standorten werden die bestehenden WC-Anlagen ersetzt.

Außer der Hauptstraße sind das:

  • Albertplatz,
  • Pirnaischer Platz,
  • Trachenberger Platz,
  • Prager Straße,
  • Wallstraße und
  • Sachsenallee. 

Die neue Anlage an der Prager Straße wird eine sogenannte "Toilette für alle": Ausgestattet mit Hebesystem und Liege wird sie auch für Schwer- und Schwerstbehinderte Personen geeignet sein.
Weitere öffentliche WCs und frei zugängliche Toiletten in öffentlichen Gebäuden (Stadtbezirksämter, Bibliotheken) sichern ein flächendeckendes Angebot. 

Finanzierung und Betrieb

Für die Umsetzung des Toilettenkonzeptes stehen rund zwei Millionen Euro aus dem städtischen Haushalt zur Verfügung. Bau und Betrieb der Toiletten erfolgt durch die städtische Tochtergesellschaft KID. Hintergrund für die Neuordnung der Toilettenanlagen ist auch das sogenannte Kopplungsverbot, das eine Verknüpfung von Werberechten und öffentlicher Infrastruktur ausschließt. Die Stadt setzt daher auf eine eigenständige Umsetzung.