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https://www.dresden.de/de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2026/03/pm_079.php 07.04.2026 15:17:36 Uhr 17.05.2026 17:16:12 Uhr

Altstadt: Seestraße und Pfarrgasse bekommen kleine Oasen

Stadtverwaltung setzt Begrünungsprojekt in der Innenstadt fort

haben gemeinsam daran gearbeitet, dass die Pfarrgasse zur begrünten Flaniermeile werden kann
Stadtplanerin Stephanie Mau, Baubürgermeister Stephan Kühn, Stadtbezirksamtsleiter André Barth und Rainer Pietrusky, Projektleiter "Chancen für Chancenlose"
bepflanzen, pflegen und gießen die Pop-Up-Beete in der Pfarrgasse
Rainer Pietrusky, Projektleiter "Chancen für Chancenlose" (links), und sein ehrenamtliches Team

Ab Ostern kommen die im Jahr 2024 angeschafften Sitz- und Pflanzelemente der Stadt unter dem Motto „Stadtraum anders gestalten“ wieder in der Innenstadt zum Einsatz. Erstmals werden Teile des Mobiliars und der Pflanzbeete nicht nur in der Seestraße, sondern auch in der Pfarrgasse aufgebaut. Damit schafft die Stadtverwaltung neue Aufenthaltsqualität in einem stark versiegelten Straßenraum.

In den vergangenen beiden Jahren hatten Pflanzbeete und Sitzmöglichkeiten bereits die verkehrsberuhigte Seestraße sowie die angrenzende Platzfläche am Dr.-Külz-Ring sichtbar aufgewertet. Durch die Baustelleneinrichtung für den Umbau des ehemaligen C&A-Gebäudes fehlt im südlichen Abschnitt der Seestraße in diesem Jahr der nötige Platz. Eine temporäre Fußgängerzone wie in den Vorjahren ist dort deshalb derzeit nicht möglich. Stattdessen werden die Sitz- und Begrünungselemente nun in der Pfarrgasse zwischen der Haltestelle Prager Straße und der Kreuzkirche aufgebaut. Dort sollen sie die Aufenthaltsqualität erhöhen. Außerdem ist angedacht, die Pfarrgasse dauerhaft zu begrünen. 

„Nicht nur die Seestraße, auch die benachbarten Straßen sind steinerne Räume mit wenig Aufenthaltsqualität und Grün. Mit der Verlagerung der Elemente von der Seestraße in diesen Bereich können wir in diesem Jahr bereits die Flächen begrünen, für die wir eine dauerhafte Perspektive für neue Beete und Bäume haben. Das ist ein weiterer Baustein, um unsere Innenstadt klimaangepasst umzubauen, attraktiv zu gestalten und Überhitzung zu vermeiden.“  

Baubürgermeister Stephan Kühn

Aktuell lässt die Stadt die Möglichkeiten für zusätzliche Bäume, Gehölze, weitere Pflanzungen, langlebige Sitzelemente, Radabstellanlagen sowie eine barrierefreie und fuß- und radverkehrsfreundliche Gestaltung der Seestraße, der Pfarrgasse und angrenzender Gassen prüfen. Grundlage ist ein entsprechender Antrag des Stadtbezirksbeirats Altstadt. Die Vorplanung ist fast fertiggestellt. Im Anschluss wird sie im Stadtbezirksbeirat beraten, bevor sie dem Stadtrat zum Beschluss vorgelegt wird.

Im Rahmen des Projekts „Lebendige Seestraße“ hat der Stadtbezirksbeirat Altstadt die Sommerstraße von Beginn an finanziell maßgeblich unterstützt. Zusätzliche Kosten entstehen durch die erneute Nutzung der vorhandenen Elemente nicht. Aufbau, Pflege und Bewässerung übernehmen wieder ehrenamtliche Helferinnen und Helfer der Initiative „Chancen für Chancenlose“ des Vereins „Neuer Hafen e. V.“

Weitere Planungen rund um die Seestraße

Derzeit wird die 2021 vom Stadtrat beschlossene Vorplanung für den südlichen Promenadenring von der Seestraße bis zur Schulgasse fortgeschrieben. Ziel ist es, diesen Bereich fußgängerfreundlicher zu gestalten, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen und Maßnahmen zur Klimaanpassung sowie zur nachhaltigen Regenwasserbewirtschaftung umzusetzen. Die Planungen stehen zugleich im Zusammenhang mit der Vorbereitung auf die Bundesgartenschau 2033.

Für die Umsetzung des Promenadenrings Süd stehen Mittel des Förderprogramms für die Stadtentwicklung „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ zur Verfügung. In Anbetracht der angespannten Situation der öffentlichen Haushalte soll die Planung kostensparende Entwurfsansätze aufzeigen. Die Bauarbeiten für den südlichen Promenadenring sollen bis Ende 2029 abgeschlossen sein.

Hohe Zustimmung zur Fußgängerzone auf der Seestraße

Hintergrund ist ein Verkehrsversuch aus dem Jahr 2024: Von Juli bis Oktober wurde der Abschnitt der Seestraße zwischen Altmarkt und Dr.-Külz-Ring vorübergehend mit Bäumen, Pflanzbeeten und verschiedenen Sitzelementen zur Fußgängerzone umgestaltet. Die Finanzierung erfolgte aus dem Etat des Stadtbezirksbeirats Altstadt und aus Fördermitteln des Bundesprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren (ZIZ)“. Eine begleitende Befragung zeigte breite Zustimmung: 86 Prozent der 1.636 befragten Personen sprachen sich für eine dauerhafte Fußgängerzone aus.